Hrvoje Batinovic und die SG Bruchköbel haben am Wochenende erneut auf die Nase bekommen. Archivfoto: TAP.

Bruchköbel

SG Bruchköbel verliert wegen Ladehemmung in zweiter Halbzeit

Handball. Die SG Bruchköbel befindet sich weiterhin in einem Formtief und hat am Samstagabend die dritte Niederlage in Folge hinnehmen müssen: Bei der MSG Umstadt/Habitzheim unterlag das Team von Tegaday Ramos-Nuez mit 19:24, nachdem die Bruchköbeler zur Halbzeitpause noch mit 14:10 geführt hatten.

Von Robert Giese

Nach dem Seitenwechsel lief in der SGB-Offensive allerdings überhaupt nichts mehr zusammen. Auf gerade einmal fünf Treffer brachten es die Bruchköbeler in der zweiten Halbzeit – viel zu wenig, um ihren Vorsprung erfolgreich zu verteidigen.

„Damit gewinnst du in der Oberliga kein Spiel“, zeigte sich SGB-Betreuer Christian Beller ernüchtert und ärgerte sich über viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse seines Teams. Selbst bei den Strafwürfen hatten die Gäste eine katastrophale Quote und versenkten nur vier von acht Siebenmetern, wodurch sie alle Chancen auf den Sieg verspielten.

Flaute im Angriff beschert Niederlage

Schon zu Spielbeginn offenbarte Bruchköbel die altbekannten Schwächen: „Wir sind nur schlecht ins Spiel reingekommen, der Mannschaft war nach den beiden Niederlagen zuletzt die Verunsicherung anzumerken.“ Dreimal traf Umstadt, ehe die Gäste zum ersten Mal zurückschlugen, in den ersten 20 Spielminuten hielten die Hausherren Bruchköbel bei ungefähr drei Toren Abstand. „Unsere Abwehr hatte keinen Zugriff, dazu kamen die vielen technischen Fehler im Angriff“, monierte Beller die Schwachpunkte, die der SGB schon in den Vorwochen das Genick gebrochen hatten.

Nach dem 6:9 aus Bruchköbeler Sicht war es aber, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, denn in den verbleibenden zehn Minuten vor der Halbzeitpause spielten die Gäste wie ausgewechselt. „Plötzlich war unsere Abwehr da und wir haben im Angriff bessere Konzepte gespielt“, so Beller, dessen Team sechs Tore in Folge erzielte, die Partie damit drehte und mit einem Vorsprung von vier Treffern in die Kabine ging.

Schlussphase wird noch einmal spannend

Diese starke Phase sollte sich allerdings schnell als Strohfeuer entpuppen, denn nach Wiederanpfiff spielte die SGB genauso hektisch und undiszipliniert wie in den ersten 20 Spielminuten – und bekam von Umstadt dafür eine deftige Quittung: Nach dem 15:11 für Bruchköbel in der 35. Minute traf die MSG in den folgenden zehn Minuten achtmal hintereinander, während bei den Gästen im Angriff völlige Flaute herrschte. „Marcel Bolling“, meint Beller mit Blick auf den Torwart der Gastgeber, „hat uns gerade von Außen sehr viele Würfe vereitelt.“

Trotz dieser katastrophalen Schwächephase kamen die Bruchköbeler in der Schlussphase sogar noch einmal auf ein Tor heran, als Milos Kreckovic fünf Minuten vor Schluss per Siebenmeter zum 19:20 für Bruchköbel traf. Der Hoffnungsschimmer erlosch allerdings rasch wieder, denn die SGB war erneut viel zu überhastet und blieb in der verbleibenden Spielzeit ohne weiteren Treffer, während Umstadt noch viermal einnetzte und damit beide Punkte behielt.

SG Bruchköbel:Mike Bätz, Ivica Simic; Hrvoje Batinovic (3), Leon Eck (3), Jan Fegert (1), Jannik Hoffmann (2), Florian Juli, Josip Kezic, Moritz Kosch (3), Tobias Kraft, Milos Kreckovic (1/1), Felix Preis, Bennet Wienand, Sergej Zutic (6/3) – Schiedsrichter: Kocak/Schmidt – Siebenmeter: MSG 0/0, SGB 8/4 – Zeitstrafen: MSG 5, SGB 4 – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Acic (MSG, 23., grobes Foul) – Zuschauer: 200

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