Josip Kezic und die SG Bruchköbel haben sich an Obernburg die Zähne ausgebissen. Archivfoto: TAP.

Bruchköbel

SG Bruchköbel verabschiedet sich mit Pleite in die Winterpause

Handball. Die SG Bruchköbel hat im letzten Spiel der Hinrunde eine Niederlage hinnehmen müssen und bei der TuSpo Obernburg mit 26:33 (12:16) verloren. Ohne ihren verletzten Trainer Tegaday Ramos-Nuez und ohne Linksaußen Felix Preis verspielte die SGB kurz nach dem Seitenwechsel alle Chancen auf einen Punktgewinn.

Von Robert Giese

Mit vier Toren Rückstand in die Halbzeitpause zu gehen, ist keine leichte Hypothek – doch dann innerhalb von zehn Minuten bei nur zwei eigenen Treffern sechs Gegentore hinnehmen zu müssen, vier Zeitstrafen zu kassieren und den Spielmacher wegen einer Roten Karte zu verlieren, bricht wohl jeder Handballmannschaft das Genick. Für die SG Bruchköbel besiegelte diese Episode im Spiel bei der TuSpo Obernburg kurz nach dem Seitenwechsel die 26:33 (12:16)-Auswärtspleite, mit der sich die SGB in die Winterpause der Oberliga verabschiedete.

„Wir kamen trotz Unterzahl nicht schlecht aus der Kabine“, kommentierte SGB-Betreuer Christian Beller die Phase zu Beginn der zweiten Hälfte, „aber dann gab es viele Zeitstrafen für uns, was Obernburg gnadenlos ausgenutzt hat.“ Da Hrvoje Batinovic zudem nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Platz musste, war das Bruchköbeler Angriffsspiel entscheidend geschwächt – schließlich fehlte in Batinovic der etatmäßige Regisseur. Obernburg nutzte die Unordnung bei der SGB aus, um sich nach 40 Minuten vorentscheidend auf acht Tore abzusetzen.

Schlechter Beginn in die Partie

Die Partie hatte für Bruchköbel schon nicht gut begonnen: Linksaußen Felix Preis fiel mit Knieproblemen aus, Trainer Tegaday Ramos-Nuez nahm nach einer Operation am Schlüsselbein nur auf der Tribüne Platz. Für ihn sprang Tim Beckmann ein, der die SGB bereits in deren erster Drittliga-Saison trainiert hatte. Doch Beckmann musste mitansehen, wie sein Team rasch in Rückstand geriet: Nach gut fünf Minuten lagen die Gäste mit 1:4 zurück.

„Obernburg hat gut gespielt“, merkte Beller angesichts des frühen Rückstandes an, und in der Folge stabilisierte sich die SGB zwar, lief aber stets einem Rückstand hinterher. „Wir haben nie so recht Zugriff bekommen, die Führung war immer außer Reichweite“, so Beller über das frustrierende Katz- und Maus-Spiel, das sich Bruchköbel mit den Hausherren lieferte.

In den Minuten vor dem Halbzeitpfiff zog Obernburg auf vier Tore davon, nach dem Wiederanpfiff ging es für die SGB dann Schlag auf Schlag: Vier Zeitstrafen, „von denen nicht alle nötig waren“, damit verbunden jede Menge Spielzeit in Unterzahl, was sich deutlich auf der Anzeigetafel widerspiegelte. Nach 40 Minuten lagen die Bruchköbeler mit 14:22 hinten und die Partie war entschieden.

Keine Aufholjagd möglich

In der Schlussphase gelang es den Bruchköbelern zwar, den Rückstand nicht größer werden zu lassen, für eine Aufholjagd fehlten aber die Mittel. „Wir haben im Angriff nicht so konsequent gezogen wie Obernburg“, meinte Beller zu den Gründen für die Niederlage, „denn diesmal hatten wir weder viele technische Fehler noch eine Vielzahl an vergeben Chancen.“

Nach der erneuten Niederlage – aus den vergangenen fünf Spielen war es die vierte Pleite – verabschiedet sich die SGB in die Winterpause. „Das ist vermutlich ganz gut so. Dann können wir die Akkus mal wieder aufladen“, so Beller.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Ivica Simic; Hrvoje Batinovic (2), Leon Eck (1), Jan Fegert (3), Jannik Hoffmann (2), Florian Juli (1), Josip Kezic (5), Moritz Kosch (1), Tobias Kraft, Milos Kreckovic (3/2), Bennet Wienand (2), Sergej Zutic (6) – Schiedsrichter:Hartmann/Thomsen Siebenmeter: TuSpo 5/3, SGB 3/2 –​ Zeitstrafen: TuSpo 1, SGB 7 –​ Besonderes Vorkommnis:Rote Karte für Batinovic (SGB, 37., dritte Zeitstrafe) – Zuschauer: 250

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