Hoffnungsträger für eine Halbzeit: Dennis Weit traf erst nach Belieben, wurde dann aber von Großsachsens Abwehr komplett kaltgestellt. Foto: TAP

Bruchköbel

SG Bruchköbel steigt nach Niederlage aus der 3. Liga ab

Handball. Seit Sonntagabend ist es Gewissheit: Die SG Bruchköbel steigt nach zwei Spielzeiten wieder aus der 3. Liga Ost ab. Die 30:34 (19:16)- Niederlage gegen den ebenfalls noch abstiegsgefährdeten TV Germania Großsachsen war unnötig.

Von Thorsten Jung

Teammanager Ante Vuko vermutete hinterher Muffensausen, Torhüter Marius Sulzbach verwies auf die vergangenen sieben Heimspiele, sein Abwehrchef Edi Pjanic sprach von einer riesengroßen Enttäuschung. Auf den Zuschäuerrängen war man sich uneinig, ob die beiden Schiedsrichter oder die eigene Mannschaft schwächer gewesen sei und wer wen angteckt haben könnte.

Vor rund 250 Zuschauern in der Dreispitzhalle begann die SGB, die auf Stefan Denhardt, Milos Kreckovic, Jonas Ulshöfer und Bastian Schwarz zurückgreifen konnte, treffsicher. Vor allem Rückraumshooter Dennis Weit und Außenspieler Aydin Günes hatten ihre Visiere richtig eingestellt. Das erkannte auch Gästetrainer Stefan Pohl, der Weit nach der Pause früher angehenen ließ. Weit erzielte in der zweiten Halbzeit keinen einzigen Treffer mehr. Nicht Pohls einiziger Schachzug, der das Spiel zum Kippen brachte. Für den oft glücklosen Pascal Boudgoust stellte er Sandro Sitter ins Tor, an dem die Bruchköbeler reihenweise verzweifelten.

Zu viele einfache Fehler

„Im Vergleich zur ersten Halbzeit haben wir scheinbar plötzlich Muffensausen bekommen“, wunderte sich Vuko über den Leistungsabfall. Kraft und Konzentration seien weg gewesen und sich daher immer mehr Fehler eingeschlichen. Er wollte der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. „Sie haben geackert bis zum Schluss.“

Pjanic bemängelte die zu vielen einfachen Fehler. „Außdem haben wir die Zuspiele an den Kreis nicht unterbrinden können.“ In der Tat hatte Philipp Ulrich oftmals zu viel Platz, weswegen er auch mit acht Toren bester Werfer der Germania war.

Sulzbach fühlte sich an vergangene Heimspiele erinnert. Immer wieder wurden klare Führungen in der zweiten Halbzeit noch aus der Hand gegeben. Führte seine Mannschaft in der 33. Minute noch mit 21:17, stand es vier Minuten später schon 21:21. Die Gäste zogen davon, Bruchköbel musste abreißen lassen. „Es hat im Kollektiv einfach nicht gerreicht, wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und uns zu sehr mit den Schiris beschäftigt“, meinte Sulzbach, für den es der erste Abstieg seiner Karriere ist. Der Keeper selbst wird der Liga allerdings erhalten bleiben und in der kommenden Saison gemeinsam mit Weit für den TV Gelnhausen spielen.

Uhlshöfer wechselt wohl in die 2. Liga

Vuko muss den Abstieg erst verdauen: „Das wird mir erst in den kommenden Tagen klar“, auch wenn man in der Sportlichen Leitung schon länger für die Oberliga plane. Der Teammanager kündigte einen großen Umbruch an. In den kommenden Tage werde man Neuzugänge präsentieren.

Dem Vernehmen nach nicht mehr in der Dreispitzhalle zu sehen sein, wird Uhlshöfer. Der Spielmacher wird wohl in die 2. Liga wechseln. Die Fans werden sich auf eine völlig neu zusammengestellte Mannschaft vorbereiten dürfen. An der derzeitigen ließen sie in der Schlussphase kein gutes Haar aus. „Es war über die Saison gesehen einfach zu wenig, um die 3. Liga zu halten“, gestand dann auch Pjanic ein.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Sebastian Dietrich (4), Aydin Günes (5), Joshua Kraus, Milos Kreckovic (3/2), Edi Pjanic (1), Jonas Ulshöfer (5/1), Dennis Weit (6), Sergej Zutic (4), Stephan Denhard, Bastian Schwarz (2) – Schiedsrichter:Hillebrand/Umbescheidt – Siebenmeter: SGB 4/3, TVG 5/4, – Zeitstrafen: TVG 4, SGB 3 – Zuschauer:250

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