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SG Bruchköbel startet mit Niederlage ins neue Jahr

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Edi Pjanic sah nach knapp 40 Minuten Rot, die SG Bruchköbel von da an kein Land mehr. Archivfoto: TAP.
Edi Pjanic sah nach knapp 40 Minuten Rot, die SG Bruchköbel von da an kein Land mehr. Archivfoto: TAP.

Handball. Einen bitteren Abend hat die SG Bruchköbel zum Auftakt ins neue Jahr der 3. Liga Ost erlebt: Die Bruchköbeler mussten nicht nur eine 23:33 (12:15)-Auswärtsniederlage bei der SG Leutershausen hinnehmen, sondern verloren auch Spielertrainer Tegaday Ramos-Nuez, der sich kurz vor dem Schlusspfiff das Schlüsselbein brach.

Zudem punkteten zwei direkte Konkurrenten der Bruchköbeler im Tabellenkeller, sodass die SGB im Kampf um den Klassenerhalt Boden verloren hat. „Letztlich“, meinte Kazimir Balentovic nach dem Spiel, „hat Leutershausen durch den siebten Feldspieler gewonnen. Das war eine taktisch clevere Maßnahme von Frank Schmitt.“ Der Leutershausener Trainer hatte in der zweiten Halbzeit mit der Hereinnahme eines zusätzlichen Feldspielers im Angriff den Bruchköbeler Versuch gekontert, den SGL-Distanzschützen Hendrik Wagner aus dem Spiel zu nehmen.

Geschickte Aushebelung der Hausherren

Die Gäste mussten dadurch ihren Versuch aufgeben, den Leutershausener Torjäger durch eine Manndeckung kaltzustellen, und gingen auf eine 5:1-Abwehr zurück. Diese hebelten die Hausherren durch gute Sperren ihrer robusten Kreisläufer geschickt aus, kamen vor allem über die rechte Seite immer wieder zu Toren und setzten sich dadurch Mitte der zweiten Hälfte entscheidend ab.

Im ersten Durchgang verlief die Partie hingegen noch größtenteils ausgeglichen: Zwar lagen die Gastgeber praktisch ununterbrochen in Führung, die Bruchköbeler ließen sich aber nicht abschütteln und blieben in Schlagdistanz. Kurzzeitig zog Leutershausen auf vier Tore davon, aber die Gäste steckten nicht auf und blieben bis zur 40. Minute auf Tuchfühlung.Dabei musste die SGB eine Rote Karte gegen Edi Pjanic verkraften, der Wagner unglücklich im Gesicht getroffen hatte und deshalb mit Rot vom Platz flog.

Spielentscheidende Phase

Spielentscheidend war dann die Phase zwischen der 41. und 48. Minute, denn von den sieben Toren, die in diesen sieben Minuten fielen, erzielten die Bruchköbeler lediglich eines. Leutershausen zog durch diese 6:1-Serie uneinholbar auf 25:17 davon und hatte in der Folge wenig Mühe, den Sieg in trockene Tücher zu bringen. „Sie haben über ihre rechte Angriffsseite immer wieder getroffen, während wir uns an ihrer Abwehr die Zähne ausgebissen haben“, meinte Balentovic zur stabilen Deckung der SGL, bei der insbesondere der Mittelblock mit Manel Cirac und Hendrik Wagner schier unüberwindbar war.

Als wäre die klare Pleite nicht genug, kam für die Bruchköbeler kurz vor dem Abpfiff auch noch Verletzungspech hinzu, als sich SGB-Spielertrainer Tegaday Ramos-Nuez in einem Zweikampf das Schlüsselbein brach. Ramos-Nuez, der gerade für die Offensive der Bruchköbeler ein absoluter Schlüsselspieler ist, muss wohl operiert werden und wird seinem Verein zumindest als Spieler längere Zeit fehlen.

Die Perspektive im Abstiegskampf hat sich für die SGB derweil weiter verdüstert, denn überraschend konnten sowohl der TV Erlangen-Bruck als auch die SG Leipzig II doppelt punkten.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Sebastian Dietrich (1/1), Aydin Günes (3), Joshua Kraus (1), Milos Kreckovic (4/2), Max Panther (5), Edi Pjanic, Tegaday Ramos-Nuez, Bastian Schwarz (1), Jonas Ulshöfer (4), Dennis Weit (1), Sergej Zutic (3).Schiedsrichter: Bernhardt/Zick – Siebenmeter: SGL 6/4, SGB 5/3 – Zeitstrafen: SGL 3, SGB 1 – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Edi Pjanic (SGB, 38., grobes Foul) – Zuschauer: 400 rob

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