Kesselstadts Sead Kavgic (links) im Duell mit Felix Rohner von der SG Bruchköbel. Foto: Roland Adrian

Hanau

SG Bruchköbel nach Sieg über VfR Kesselstadt im Kreispokal-Finale

Fußball. Die SG Bruchköbel steht nach 2016 wieder im Endspiel des Hanauer Kreispokals. Der Gruppenligist setzte sich am Dienstagabend in einem bis zum Schlusspfiff spannenden Halbfinale 2:1 (1:0) beim Kreisoberligisten VfR Kesselstadt durch.

„Wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Meine Mannschaft hat alles versucht. Schade, dass wir nicht die Verlängerung erreicht haben“, war Armin Curt mit der Leistung seiner Mannschaft trotz der Niederlage zufrieden. Dabei deutete nach dem späten Ausgleich durch einen von Emir Omerovic (87.) sicher verwandelten Handelfmeter schon alles auf eine Verlängerung hin.

Doch Bruchköbel hatte noch einen Pfeil im Köcher. Nach einer Ecke hämmerte Innenverteidiger Rico Fleischer (90.) das Leder unter die Latte. Obwohl Kesselstadt in der siebenminütigen Nachspielzeit alles nach vorne warf, brachten die Gäste den letztlich verdienten Sieg über die Runden. „Wir haben es unnötig spannend gemacht. Schon nach 20 Minuten hätten wir klar führen müssen“, haderte Gästecoach Albert Repp mit seiner Offensive.

Hochverdiente Führung

In der Tat war es aus Gästesicht zum Haare raufen, was die SGB an besten Chancen ausließ. Bevor Julian Quantz (19.) die zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führung erzielte, hatte Fatih Özkan (10./12.) schon zwei Riesenchancen versiebt. Es sollte noch schlimmer kommen. Nach einem Foul an Özkan deutete der unauffällig leitende Schiedsrichter Karaliov auf den Elfmeterpunkt. Ogün Arslan (23.) scheiterte an VfR-Keeper Onur Kayayurt.

„Das war wie ein Weckruf für uns. Erst danach kamen wir richtig ins Spiel“, meinte Curt. Kesselstadt, das anfangs große Lücken im Abwehrverband aufwies, hatte fortan seine beste Zeit. Ein Schuss von Emir Omerovic (28.) wurde noch auf der Torlinie abgewehrt, nach der anschließenden Ecke köpfte Benjamin Arnautic an die Latte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit jubelten die Hausherren bei einem Kopfball von Esmir Omerovic (45.+4) bereits, Janis Gräfe griff sich das Spielgerät aber noch vor Überschreiten der Torlinie.

Nach dem Seitenwechsel lauerte Bruchköbel auf Konter. Die größte Chance zum 2:0 bot sich Tobias Kühn (69.), der nach Querpass des eingewechselten Dorian Ahouandjinou den Ball nicht aus kürzester Distanz an Kayayurt vorbeibrachte. Was sich am Ende fast gerächt hätte.

Kesselstadt: Kayayurt – Arnes Arnautovic (84. Trebo), Wagner, Benjamin Arnautovic (47. Nuri), Kavgic, Dramac, Draganovic, Emir Omerovic, Esmir Omerovic, Andelic, Memic

Bruchköbel: Gräfe – Dickerhoff (16. Barcik), Fleischer, Rohner, Arslan, Quantz, Özkan, Nacci, Kappes (65. Ahouandjinou), Strueter, Kühn (90. Dauth)

Tore: 0:1 Quantz (19.), 1:1 Emir Omerovic (87./HE), 1:2 Fleischer (90.) – Schiedsrichter:Karaliov (Altenstadt) – Zuschauer: 110 – Beste Spieler:Esmir Omerovic, Emir Omerovic/Fleischer, Özkan

geb

Das könnte Sie auch interessieren