Letzter Halt Wettenberg: Zum Saisonfinale feiern die Bruchköbeler mit dem Gegner gemeinsam ihre Oberliga-Meisterschaft. Am vergangenen Wochenende fuhr die Mannschaft auf einem Lkw durch ihre Heimatstadt. Archivfoto: TAP

Bruchköbel

SG Bruchköbel geht entspannt ins letzte Spiel

Handball. Das vorerst letzte Spiel in der Oberliga Hessen geht Meister und Aufsteiger SG Bruchköbel entspannt an, das Ergebnis ist für Coach Oliver Hubbert zweitrangig.

Von Robert Giese

Die Freude über den Aufstieg in die 3. Liga ist bei der SG Bruchköbel noch immer riesengroß, sein vorerst letztes Oberliga-Spiel will der designierte Meister daher nicht todernst angehen und hat bei der Partie bei der HSG Wettenberg (Samstag, 20 Uhr) andere Prioritäten.

Spieler aus der zweiten Mannschaft„Wir wollen nochmal ein schönes Spiel abliefern und hoffen, dass sich niemand verletzt“, so SGB-Coach Oliver Hubbert, „das Ergebnis ist mir da dann nicht so wichtig.“ Der Bruchköbeler Trainer will bei der HSG vor allem die Spieler einsetzen, auf deren Schultern in der nächsten Spielzeit mehr Verantwortung lasten wird und eifrig rotieren lassen. Auch aus der zweiten Mannschaft der SGB könnten ein oder zwei Spieler in den Kader stoßen.Nicht im Kader ist dagegen Kreisläufer Jannik Hoffmann, der beim Spiel gegen Wiesbaden einen Schlag auf die Schulter bekommen hat und ebenso pausieren wird wie Sebastian Dietrich, der weiter an einer Schulterprellung laboriert. „Bei den beiden wollen wir einfach kein Risiko eingehen“, so Hubbert, der aus dem gleichen Grund möglicherweise auch auf Sergej Zutic verzichten könnte. „Seine Fingerverletzung behindert ihn allerdings nicht, also läuft er womöglich doch auf“, hieltsich Hubbert alle Optionen offen.

Starke Wettenberger nicht unterschätzenGegen Wettenberg, das der Bruchköbeler Trainer in der nächsten Saison als Kandidat für die vorderen Plätze sieht, tat sich die SGB in der Vergangenheit häufig schwer. „Sie sind kompakt und robust und verfügen über einen ausgeglichenen Kader mit viel Erfahrung“, weiß Hubbert – auch wenn Top-Torschütze Tom Warnke schon seit fast zwei Monaten verletzt ausfällt. „Sie sind bisher etwas unkonstant“, benennt der SGB-Coach die größte Schwäche der Mittelhessen, „aber sie hatten auch immer wieder starke Ergebnisse.“

SGB: schöner Ausklang im FokusBei ihrem letzten Heimspiel, so vermutet Hubbert, werde die HSG sicher hochmotiviert auftreten, um die Saison mit einem Sieg zu beenden. Die Bruchköbeler hätten angesichts der schon feststehenden Meisterschaft andere Prioritäten und wollten vor allem einen schönen Ausklang einer überaus erfolgreichen Saison feiern. „Besonders schön finde ich es daher, dass Wettenberg uns nach dem Spiel zu ihrer Saisonabschlussfeier eingeladen hat. Das ist“, so der SGB-Coach anerkennend, „bei allem Wettkampf eine wirklich sportliche Geste.“ Und im Feiern haben die Bruchköbeler schon etwas Erfahrung gesammelt, am vergangenen Wochenende zogen sie mit einem LKW durch die Straßen Bruchköbels.

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