Sergej Zutic war mit acht Treffern zwar gewohnt durchsetzungsstark, die Niederlage der SGB konnte aber auch der Rechtshalbe nicht verhindern. Archivfoto: Kalle.

Bruchköbel

SG Bruchköbel feiert trotz Auswärtsniederlage

Handball. Die SG Bruchköbel hat ihre überaus erfolgreiche Saison – die Bruchköbeler steigen als Meister in die 3. Liga auf – mit einer Niederlage beendet: Bei der HSG Wettenberg unterlag das Team von Oliver Hubbert mit 28:35 (12:17).

Von Robert Giese

Die Gastgeber legten vom Anpfiff weg hochmotiviert los und machten dem Tabellenführer schon in den Anfangsminuten klar, dass sie ihr letztes Heimspiel unbedingt gewinnen wollten. 7:2 führte die HSG nach nicht einmal zehn Minuten, ehe sich die Bruchköbeler stabilisierten und nach 20 Minuten zumindest nur noch mit zwei Toren zurück lagen. Bis zur Halbzeitpause war dieser Rückstand allerdings wieder auf fünf Treffer angewachsen.Hubbert sah mehrere Gründe für die maue Vorstellung seiner Mannschaft: „Einerseits waren wichtige Spieler nicht dabei: Jannik Hoffmann hat verletzungsbedingt gefehlt, ebenso Sebastian Dietrich, und auch Tegaday Ramos-Nuez kam nur kurz zum Einsatz. Daher mussten wir viel improvisieren.“Zudem hatte die SGB bereits am Vormittag wegen eines Lehrgangs in der Halle gestanden und war dabei mächtig gefordert worden. „Dass die Jungs abends dann schwere Beine hatten, nehme ich auf meine Kappe“, zeigte sich Hubbert selbstkritisch.Im zweiten Durchgang keimte bei den Gästen dann nochmal kurz ein Hoffnungsschimmer auf, denn bis zur 40. Minute konnten sich die Bruchköbeler auf drei Tore herankämpfen. Ein 5:1-Lauf der Gastgeber beendete die Hoffnungen von Hubbert auf eine Wende jedoch jäh, vor allem HSG-Keeper Martin Risse, der an diesem Abend sein letztes Spiel bestritt, brachte die Bruchköbeler mit seinen Paraden zunehmend zur Verzweiflung.„Wir haben dann schlichtweg zu viele Chancen liegengelassen“, so Hubbert zur Abschlussschwäche seines Teams im zweiten Durchgang, sah aber trotz der am Ende deutlichen Niederlage auch Positives: „Sergej Zutic hat erneut ein starkes Spiel gemacht, und auch Nico Bätz hat eines ordentliche Partie abgeliefert.“Es sei zwar nicht optimal, die Saison mit einer Niederlage zu beenden, nach all den Erfolgen im Verlauf der Spielzeit sei die Luft nun aber möglicherweise raus. „Mir kam es ein bisschen so vor, als wären wir die ganze Zeit im dritten Gang gefahren – ich weiß aber auch, dass wir normalerweise anders auftreten.“SG Bruchköbel:Iteb Bouali, Marius Reich; Nico Bätz (4), Aydin Günes (3), Fatih Günes, Lukas Hartmann, Jonas Heuer (3), Michael Nath (6/5), Tegaday Ramos-Nuez, Marc Schilling, Ante Vuko (2), Maximilian Wolff (1), Julian Wurm (1), Sergej Zutic (8) – Schiedsrichter:Eichner/Henkel – Siebenmeter:HSG 2/2, SGB 5/5 –Zeitstrafen:HSG 1, SGB 2 – Zuschauer: 400

Das könnte Sie auch interessieren