Knappe Sache: Marius Bauscher (am Ball) und die HSG Maintal haben mit dem 26:24-Sieg gegen die HSG Dietzenbach den vierten Sieg im vierten Spiel gefeiert. Foto: TAP

Handball

BOL: HSG Maintal und TGS Niederrodenbach haben eine weiße Weste

Handball. Nach zwei deutlichen Pleiten zuletzt hätte der TSV Klein-Auheim in der Bezirksoberliga beinahe den zweiten Punktgewinn der Saison gefeiert, scheiterte letztlich aber knapp mit 29:30 (16:15) bei der dritten Mannschaft der HSG Rodgau/Nieder-Roden.

Von Robert GieseNach ausgeglichener erster Hälfte waren die personell mittlerweile wieder besser aufgestellten Klein-Auheimer fünf Minuten vor dem Abpfiff mit fünf Toren in Rückstand geraten, starteten aber noch einmal eine starke Aufholjagd. „Im vorletzten Angriff der Partie hatten wir jedoch leider eine sehr unglückliche Aktion im Angriff“, so TSV- Coach Peter Corell, dessen Team in dieser Phase nicht nur die letzte Chance auf ein Remis, sondern auch Kapitän Fabian Baier mit einer Schulterverletzung verlor. Insgesamt war Corell aber trotz des verlorenen Fotofinishs nicht unzufrieden: „Das war schon ein ganz anderer Auftritt von uns als zuletzt.“

Ein furioses Finale

In der Schlussphase der Partie zwischen der TGS Seligenstadt und der SG Bruchköbel II dürfte bei allen Anwesenden in der Halle in den Schlussminuten der Puls ebenfalls in die Höhe geschnellt sein. Nachdem sich die beiden Teams über die gesamte Spieldauer nichts schenkten, ging es in den letzten vier Minuten noch einmal richtig hoch her: Vier Zeitstrafen verteilten die Unparteiischen, dazu kamen zwei Siebenmeter, die jeweils vergeben wurden. Den Ausgleichstreffer zum 24:24 (12:14) für Bruchköbel erzielte schließlich Niklas Geisler, der erst Sekunden zuvor seine Zeitstrafe abgesessen hatte.

Eine Halbzeit lang hielt der Aufsteiger HSG Preagberg beim TV Gelnhausen III gut mit, dann häuften sich beim Team von Pedro Valina die technischen Fehler. „Wir sind Gelnhausen ins offene Messer gelaufen“, ärgerte sich der HSG-Coach über viele Gegentore nach Tempo-Gegenstößen, die sein Team im zweiten Durchgang hoffnungslos in Rückstand gerieten ließen. Am Ende gab es eine 25:40 (14:18)-Lehrstunde, die sich Preagberg gerne gespart hätte – auch angesichts der kommenden schweren Aufgaben gegen Niederrodenbach und Flieden.

Treutler reagierte gedankenschnell

Da inzwischen häufiger der Torwart zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers herausgenommen wird, sind Treffer durch Torhüter heute nicht mehr ganz so selten, dem Maintaler Schlussmann Jonas Treutler gelang dennoch ein außergewöhnliches Tor – denn der Torwart der HSG Dietzenbach stand zu diesem Zeitpunkt auf dem Feld und hatte sich lediglich zu weit aus dem eigenen Kasten hervorgewagt.

Treutler reagierte nach einer eigenen Parade gedankenschnell, versenkte die Kugel aus der Distanz und brachte sein Team damit auf die Siegerstraße, nachdem die Maintaler im Spitzenspiel anfangs noch klar zurückgelegen hatten. Mit einem 26:24 (13:15)-Heimsieg bewahrte das Team von Torsten Weber aber letztlich seine weiße Weste und bleibt erster Verfolger von Tabellenführer TGS Niederrodenbach.

Niederrodenbach siegt mit ihrer Betonabwehr

Wie eine Zeitreise müssen den Gegnern eben jener TGS Niederrodenbach die Spiele gegen den Bezirksoberliga-Spitzenreiter vorkommen – zumindest beim Blick auf die eigene Torausbeute, denn wie in den siebziger Jahren hält die TGS ihre Gegner in dieser Saison bisher konsequent unter 20 Gegentoren. Jüngste Leidtragende war die HSG Dietesheim/Mühlheim, die in der Bulauhalle klar mit 15:28 (7:14) unterlag und sich dabei an der Niederrodenbacher Betonabwehr die Zähne ausbiss.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema