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Blitzschnelle Einigung: Hüttengesäß verlängert mit Cheftrainer Benjamin Weber

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Benjamin Weber
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Ab Ende Januar schnüren die Kicker der Sportvereinigung Hüttengesäß wieder ihre Fußballschuhe. Für Cheftrainer Benjamin Weber wurde es bereits ernst, der 42-Jährige verlängert vorzeitig seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim B-Ligisten um ein weiteres Jahr. Für den sechsköpfigen Vorstand herrscht nun Klarheit angesichts der kommenden Fußball-Saison.

Ronneburg – Weber hatte das Traineramt zur Saison 2022/23 übernommen. Am Fuße der Ronneburg fühlt sich Weber „von Tag eins an sehr wohl“ und war erfreut über die Vertragsverlängerung. Innerhalb von „zwei bis drei Minuten“ waren sich alle Parteien in Bezug auf die neuen Arbeitspapiere schnell einig, dies liegt mit ziemlicher Sicherheit auch daran, dass die Hüttengesäßer Chefetage um Leiter des Spielbetriebs Michel Kraus „recht überzeugt“ vom hauptberuflichen Heizungsbaumeister und seiner Arbeit ist. Knapp ein Jahr nach dem Rückzug aus der Kreisoberliga Hanau sieht Weber den Verein „gut aufgestellt“. Der Verein ist letzte Saison freiwillig abgestiegen und mit Neuaufstellung des Vorstands und frischem Trainer in die laufende Spielzeit gestartet. Der aktuelle Vorstand entschied sich allerdings aus sportlichen und finanziellen Gründen für den freiwilligen Abstieg in die Kreisliga B Hanau.

Weber spielte mit der SG Bruchköbel lange Zeit selbst hochklassigen Fußball, ehe er zum VfR Hainchen wechselte. Dort ließ der Bayern-Fan seine aktive Karriere ausklingen und wechselte anschließend in die Position des Sportlichen Leiters, die er acht Jahre mit großer Leidenschaft erfüllte, bevor er den Posten des Interimstrainers übernahm. Die Sportvereinigung Hüttengesäß ist nun seine erste Station als Cheftrainer. Er möchte dort keine „One-Man-Show“ bieten, sondern als Team auftreten. Ein Umzug von ihm, seiner Frau und seinem zweijährigen Kind ist der ausschlaggebende Grund für seine im Sommer begonnene Herausforderung. In seiner bisherigen Amtszeit als Cheftrainer wird er in seinem Wohnort Neuwiedermuß „besser wahrgenommen“, was für ihn bedeutend wichtig ist.

Spvgg. Hüttengesäß will die oberen Tabellenränge angreifen

In der Kreisliga B steht die Spvgg. mit jeweils 14 Punkten Abstand zu den Auf- und Abstiegsrängen im gesicherten Mittelfeld. Der Aufstieg wird diese Saison „auf keinen Fall funktionieren“, doch Webers Ziel bleiben die oberen Ränge. Der Cheftrainer sieht die Hinrunde mit drei Aussetzern als durchaus gelungen. Der enormste Rückschlag war das Spiel gegen den FSV Neuberg II im August, bei dem das Team von Benny Weber regelrecht abgeschossen wurde (8:0), „da waren wir echt richtig schlecht“, erklärt er. Siebenmal gewannen die Hüttengesäßer in der zehnt-höchsten Liga Deutschlands, doch „fair gewinnt nicht“, diese Aussage bestätigt einen Blick auf die Fairnesstabelle, hier steht Hüttengesäß auf dem vorletzten Platz mit 61 gelben Karten (4.31 pro Spiel). Für Weber ein Zeichen des intensiven Auftretens seiner Elf: „Daran merkt man, dass meine Jungs hellwach sind.“ Auch wenn Disziplin für den bekennenden Pep-Guardiola-Fan sehr wichtig ist, „bricht es schon das ein oder andere Mal aus einem raus“.

Die Leistung aus der Hinrunde soll übertroffen werden und dafür wurde auf dem Transfermarkt bereits reagiert. „Spieler, die menschlich zu uns passen und auch ein gewisses Können haben“ werden demnächst im blau-weißen Trikot auflaufen. Tim Weisser (FV Neuenhaßlau) war bereits früher für die Sportvereinigung aktiv und kehrt im Winter zurück. Kai Andres (VfB Höchst) ist neu in Hüttengesäß. Ob diese Neuzugänge der Mannschaft helfen können und Benjamin Weber seinen Zielen gerecht wird, zeigt sich im kommenden Juni. (Von Felix Volnhals)

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