Den Onkel geärgert: Yannick Valina (Mitte) warf den TSV Klein-Auheim mit acht Treffern zum ersten Saisonsieg. Sehr zum Leidwesen seines Onkels Pedro Valina, der Trainer von Gegner HSG Preagberg ist. Foto: TAP

Handball

Bezirksoberliga: Yannick Valina wirft Klein-Auheim zum Sieg

Handball. Sieben Spieltage lang war der TSV Klein-Auheim in der Bezirksoberliga ohne Sieg, ausgerechnet im Derby gegen die HSG Preagberg ist der Knoten nun geplatzt:

Von Robert Giese

Beim umkämpften 32:28 (13:14) fuhr das Team von Peter Corell nach zuvor sechs Niederlagen in Folge erstmals in dieser Saison zwei Punkte ein und gab die Rote Laterne damit an den Lokalrivalen ab.

Vor über 150 Zuschauern erwischten die Gastgeber aus Klein-Auheim den besseren Start und führten nach einer Viertelstunde mit 6:3. Das lag einerseits am gut aufgelegten Lucas von Eiff im Kasten der Hausherren, andererseits aber auch am treffischeren Klein-Auheimer Linksaußen Daniel Schmidt, der fünf seiner sechs Treffer schon in der Anfangsphase markierte.

Während Preagberg mit laufender Spieldauer aber immer besser in die Partie kam, häuften sich beim TSV die Fehler, weshalb die Gäste erst ausglichen und schließlich sogar mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeitpause ging.

Führung ausgebaut

Ihre Führung bauten die Preagberger kurz nach der Pause auf drei Tore aus, dann wendete sich das Blatt trotz offensiver Deckung der HSG gegen Stefan Schwab und Jörg Schäfer aber noch einmal. „Klein-Auheim hat die Räume genutzt und gerade über außen gut getroffen“, merkte HSG-Coach Pedro Valina an, dessen Neffe Yannick sich gegen das Team seines Onkels besonders zielsicher präsentierte, denn der Klein-Auheimer Rechtsaußen schenkte dem Lokalrivalen gleich acht Treffer ein.

Auf der Gegenseite zeigte sich Preagberg über seine sonst so abschlussstarken Außen wenig effektiv und scheiterte häufig an von Eiff; nach gut 40 Minuten hatte der TSV wieder ausgeglichen und drückte der Partie fortan mit großer Laufbereitschaft und gutem Rückzugsverhalten seinen Stempel auf, beim 30:25 drei Minuten vor dem Abpfiff war die Messe gelesen.

Während beim TSV die Freude über den ersten Saisonsieg naturgemäß groß war, fühlte sich für HSG-Coach Valina die Derbypleite doppelt bitter an: „Durch einen Sieg hätten wir uns etwas absetzen können, jetzt stecken wir sicher bis zum Jahresende dick im Abstiegskampf.“

Günes legt los wie die Feuerwehr

Günes legt los wie die Feuerwehr: Der Bruchköbeler Aydin Günes spielt seit dieser Saison bekanntermaßen auch Fußball, doch ob ihm dort einmal ein lupenreiner Hattrick gelingen wird, bleibt abzuwarten. Im Spiel der SG Bruchköbel II beim TV Flieden gelang Günes dieses Kunststück schon in der Anfangsphase, womit er wesentlich zur 12:6-Führung seines Teams nach knapp 20 Minuten beitrug. Damit hatte die SGB ihr Pulver aber scheinbar verschossen: Zur Pause hatte Flieden bereits zum 16:16 ausgeglichen, im zweiten Durchgang übernahm der TVF endgültig die Kontrolle.

Dass die Bruchköbeler nur fünf ihrer neun Siebenmeter verwandeln konnten, spielte den Gastgebern dabei in die Karten, die schließlich mit 35:28 gewannen. Vielleicht sollte SGB-Coach Jörg Valentin unter der Woche einmal ein zusätzliches Strafwurf-Training ansetzen?

Am Tabellenende bildet Bruchköbel mit Klein-Auheim und Preagberg nun jedenfalls ein punktgleiches Trio, das wegen des gewonnenen direkten Vergleichs vom bisherigen Schlusslicht aus Klein-Auheim angeführt wird.

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