Stellte vieles um: Trainer Damir Hundur kam vor der vergangenen Saison neu zur TGS Niederrodenbach und ließ den Spielern taktisch freie Hand. Archivfoto: TAP

Handball

Bezirksoberliga: TGS Niederrodenbach will mindestens Platz drei

Handball. Nach einer schwierigen Vorsaison war die TGS Niederrodenbach in der abgelaufenen Spielzeit wieder eine Spitzenmannschaft in der Bezirksoberliga. Mit dem dritten Platz erreichte die TSG ihr Saisonziel. Großen Anteil hatte der neue Trainer Damir Hundur, der die Neuzugänge gut integrierte.

Von Robert GieseDabei warf Hundur in der Bulauhalle einiges über den Haufen, und ließ seinem Team taktisch lieber freie Hand, statt auf einstudierte Spielzüge zu setzen. „Das war für uns eine Umstellung und es benötigt Zeit, bis so etwas fruchtet“, räumt Sebastian Dietz, der Sportliche Leiter der TGS ein, „wir hatten definitiv eine Findungsphase.“

Konkurrenz um Meisterschaft zu stark

Das spiegelte sich in den ersten Ergebnissen der Niederrodenbacher wider, denn nach zwei haushohen Kantersiegen zu Saisonbeginn gelang ihnen in den folgenden drei Spielen kein Sieg, während sie danach eine bis zum Jahreswechsel andauernde Siegesserie hinlegten. Dass die TGS im Kampf um die Meisterschaft kein Wörtchen mitreden konnte, lag allerdings mehr an der souveränen Vorstellung von Landesliga-Absteiger OFC Kickers, denn die Offenbacher gaben in der gesamten Saison lediglich einen Punkt ab und ließen ihre Konkurrenten damit deutlich hinter sich.

„Die Kickers waren in dieser Saison einfach zu stark“, meint Dietz anerkennend in Richtung des OFC, der gleich wieder in die Landesliga aufgestiegen ist, mit dem dritten Rang könnten die Niederrodenbacher allerdings gut leben. „Es hätte auch noch ein Platz besser sein können“, gibt Dietz zu, aber den hat die TGS letztlich um einen Punkt verpasst. Kein Grund jedoch, unzufrieden zu sein, denn insbesondere die Neuzugänge haben in der abgelaufenen Saison voll eingeschlagen: In Michael Nath, Maximilian Wolff und Nico Bätz haben gleich drei der vier besten Schützen ihre erste Saison im TGS-Trikot absolviert. Überhaupt war die Offensive die große Stärke des Tabellendritten, denn die Niederrodenbacher Torfabrik überzeugte nicht nur im Rückspiel gegen die HSG Hanau III, wo sie beim 48:28-Heimsieg an der 50-Tore-Marke kratzte.

Kader wird weiter verstärkt

Der ohnehin schon starke Kader dürfte in der kommenden Spielzeit noch stärker werden, denn einerseits sind die Niederrodenbacher im Tor nun breiter aufgestellt, andererseits stoßen weitere gute Spieler wie Sebastian Dietrich zum Kader. „Wir haben wieder starke Neuzugänge, aber auch die müssen erstmal wieder integriert werden“, mahnt Dietz zur Geduld. Insgesamt dürften die Niederrodenbacher aber künftig eingespielter sein, denn ledigl​ich Christian Fischer steht nicht mehr zur Verfügung – er schließt sich der zweiten Mannschaft der TGS an.Dietz ist daher optimistisch, dass die Mannschaft ihr Potenzial in Zukunft noch häufiger abrufen kann: „Allein körperlich haben wir uns stark verbessert“, betont Dietz, der mit seinen Teamkollegen bereits in die Saisonvorbereitung gestartet ist.

Ziel der TGS ist wie in der Vorsaison, oben mitzuspielen, den Aufstieg peilt Niederrodenbach aber nicht explizit an. „Es kommt ja auch immer darauf an, wie viel Verletzungspech man hat“, gibt Dietz zu bedenken, zeigt sich aber auch zuversichtlich: „Ich denke, dass wir den dritten Platz bestätigen können und in dem ein oder anderen Spiel Punkte holen werden, die wir beim letzten Mal noch nicht geholt haben.“

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