Unerklärliche Schwächephase: Niederrodenbachs Coach Damir Hundur musste mitansehen, wie sein Team in Überzahl die Ruhe verlor. Archivfoto: TAP

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Bezirksoberliga: Niederrodenbach kassiert über 20 Gegentore

Handball. An diesem Wochenende hat zum ersten Mal in dieser Bezirksoberliga-Saison ein Team gegen die TGS Niederrodenbach die 20-Tore-Marke geknackt, und zwar der Aufsteiger HSG Preagberg.

Von Robert Giese TGS-Coach Damir Hundur konnte das allerdings verschmerzen, schließlich setzte sich sein Team auswärts dennoch klar mit 36:25 (15:12) durch. Für die Niederrodenbacher schien in der Anfangsphase alles wie immer zu laufen: Stabile Abwehr, treffsichere Offensive, 9:3-Führung nach zwölf Minuten.

Große Probleme nach dem Seitenwechsel

In einer Überzahlsituation gelang den Gästen dann aber das Kunststück, drei Gegentreffer zu kassieren und selbst kein einziges Tor zu werfen. „Das ist mir unerklärlich“, schüttelte Hundur den Kopf, „wir haben zu überhastet abgeschlossen und phasenweise klarste Chancen nicht genutzt.“ Zur Pause war die HSG Preagberg folglich wieder auf drei Treffer herangekommen.

Nach Wiederanpfiff musste die ersatzgeschwächte HSG allerdings abreißen lassen. „Das ist derzeit unser großes Manko: Wir sind nach dem Seitenwechsel nicht gleich voll da“, monierte HSG-Coach Pedro Valina. Der war trotz der deutlichen Niederlage gerade mit der Angriffsleistung nicht unzufrieden: „Das war ein solides Spiel von uns. Niederrodenbach hat einfach individuelle Klasse, dagegen konnten wir nicht immer die richtigen Gegenmittel finden.“

Zweite Punkteteilung in Folge

Recht fruchtlos waren die Versuche der SG Bruchköbel II, im Spiel gegen den TV Wächtersbach von der Siebenmeterlinie den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen – von neun Versuchen landeten nämlich gerade einmal fünf im Netz.

Diese eher dürftige Strafwurfquote war doppelt ärgerlich, weil die SGB schon mit einem Treffer mehr einen Heimsieg hätte feiern können. So gab es stattdessen ein 29:29 (16:15) und damit die zweite Punkteteilung in Folge für das Team von Jörg Valentin, bei dem sich über das gesamte Spiel hinweg nicht weniger als fünf Schützen bei den Siebenmetern versuchen durften.

Tadellose Leistung

Tadellos ist derweil nicht nur die bisherige Saisonbilanz der HSG Maintal, die nach dem 32:26 (14:10)-Heimsieg gegen die TGS Seligenstadt noch immer ohne Verlustpunkt ist, tadellos war in den Augen von HSG-Coach Torsten Weber auch die Leistung der Unparteiischen in jener Partie.

„Statt einer Roten Karte gegen uns hätte man vielleicht auch zwei Minuten geben können“, so Weber zur Disqualifikation seines Kreisläufers Marius Bauscher, „aber über 60 Minuten haben die Schiedsrichter nicht eine falsche Entscheidung getroffen.“ Viele richtige Entscheidungen trafen auch Webers Spieler, von denen zwar einige angeschlagen in die Partie gingen, die Seligenstadt aber dennoch zu jeder Zeit im Griff hatten.

TSV Klein-Auheim ziert Tabellenende

Sieglos ist hingegen immer noch der TSV Klein-Auheim, der nach der 24:25 (12:9)-Niederlage bei der HSG Dietzenbach weiterhin das Tabellenende ziert. Dabei hatten die Klein-Auheimer dank ihrer starken Abwehr in der ersten Hälfte zwischenzeitlich fünf Tore Vorsprung und auch im zweiten Durchgang setzte sich der TSV noch einmal auf 19:15 ab.

In der Schlussviertelstunde ging dem ersatzgeschwächten Schlusslicht, bei dem nun auch Fabian Baier wegen einer Schultereckgelenkssprengung länger ausfallen wird, aber merklich die Luft aus, weshalb sich Dietzenbach doch noch die beiden Punkte holte.

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