Die HSG Maintal setzt sich einstweilen alleine an die Tabellenspitze der Bezirksoberliga. Archivfoto: Scheiber

Handball

Bezirksoberliga: HSG Maintal steht alleine an Tabellenspitze

Handball. Torsten Weber, der Trainer der HSG Maintal, feierte am Sonntag Geburtstag – und seine Mannschaft hatte das passende Präsent für ihn, denn durch den 30:21 (14:12)-Sieg beim TV Wächtersbach setzte sich die HSG einstweilen alleine an die Tabellenspitze der Bezirksoberliga.

Dabei taten sich die Maintaler im ersten Durchgang noch schwer, denn nach gutem Start der Gäste kämpften sich die Messestädter immer wieder heran. „Da waren wir hier und da etwas halbherzig“, monierte Weber, der sich aber schon da auf seinen „überragenden“ Torhüter Jonas Treutler verlassen konnte.

Direkt nach Wiederanpfiff hatte das Geburtstagskind aber nichts mehr zu meckern, denn sein Team beschenkte ihn innerhalb von sechs Minuten mit sechs Treffern in Folge und schoss damit den vorentscheidenden Vorsprung heraus. „In dieser Phase waren wir sehr stark im Tempospiel und über die Zweite Welle“, so Weber, der sich schließlich nicht nur über „den Platz an der Sonne“ freuen konnte, sondern auch über das Debüt von Neuzugang André Brodhage. „An ihm werden wir noch viel Freude haben“, so Weber über den Mittelmann.

Ein unschöner Hattrick

Ein Hattrick der unschönen Art gelang derweil dem TSV Klein-Auheim, denn das Schlusslicht fuhr beim 29:32 (13:18) gegen die HSG Kinzigtal die dritte knappe Niederlage in Folge ein. Im ersten Durchgang hatte sich schon eine noch deutlichere Niederlage abgezeichnet, denn die Hausherren bereiteten ihre Abschlüsse nur unzureichend vor, fingen sich dadurch einige Tempo-Gegenstöße und lagen nach 20 Minuten mit 8:14 zurück. In der zweiten Hälfte gab es zwar eine Art Aufholjagd des TSV, dieser schoss sich bei diesem Vorhaben mit einfachen Fehlern aber immer wieder selbst ins Bein. Die Zeitstrafe kurz vor Schluss gegen Andreas Flasche, der Klein-Auheim kurz zuvor noch auf zwei Tore herangebracht hatte, besiegelte die Niederlage dann endgültig.

Zu zahnlos

Zu zahnlos zeigte sich indes die zweite Mannschaft der SG Bruchköbel beim TV Gelnhausen III – und unterlag mit 20:29 (8:17). Vor allem in der Offensive bekamen die Bruchköbeler beim Spitzenteam aus Gelnhausen, das erst einen Verlustpunkt aufweist, kein Bein auf den Boden und bissen sich an der Gelnhäuser Abwehr die Zähne aus: Nur fünf Treffer nach 20 Minuten, nur acht beim Seitenwechsel – spätestens beim 9:20 fünf Minuten nach Wiederanpfiff war die Messe gelesen.

Unter die Räder gekommen

Mächtig unter die Räder kam die HSG Preagberg beim TV Flieden: Das stark ersatzgeschwächte Team von Pedro Valina entwickelte gerade aus dem Rückraum viel zu wenig Durchschlagskraft und wurde von den Gastgebern schlichtweg überrannt, nach einer Viertelstunde lag die HSG schon mit zehn Toren hinten. In seiner Not hatte Valina den etatmäßigen Rechtsaußen Oliver Neumann in den Rückraum beordert, wo dieser mit 13 Treffern auch bester Schütze des Spiels war, doch das war lediglich Schadensbegrenzung. „Flieden hat uns für jeden unserer Fehler – und das waren etliche – gnadenlos bestraft“, sagte Valina, der am Ende froh war, bei der 27:49 (13:26)-Niederlage keine 50 Gegentore kassiert zu haben. „Dafür können wir uns bei unseren Torhütern bedanken“, meinte der HSG-Coach.rob

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