Nico Bätz (links) und die SG Bruchköbel II hatten mit der HSG Maintal um Stefan Messmer wenig Mühe. Foto: Adrian

MainKinzigKreis

Bezirksoberliga, Männer: HSG Maintal ohne Chance

Handball. Bis auf die zweite Mannschaft der SG Bruchköbel, die gegen die HSG Maintal zu einem klaren 34:24 (16:14)-Derbysieg kam, gingen die Bezirksoberligisten aus der Region an diesem Wochenende allesamt leer aus.

Von Robert Giese

Die TGS Niederrodenbach musste sich im ersten Spiel nach Georg Völkers Abschied zu Hause der SG Dietesheim/Mühlheim mit 25:33 (12:16) geschlagen geben. Der TSV Klein-Auheim unterlag in Dietzenbach mit 24:30 (10:15), der TV Langenselbold musste bei der HSG Rodgau Nieder-Roden III eine 25:32 (11:13)-Niederlage hinnehmen und die HSG Hanau II zog gegen den TV Flieden mit 25:29 (13:19) den Kürzeren.

SG Bruchköbel II – HSG Maintal 34:24 (16:14)Die Bruchköbeler machten schon in der Anfangsphase deutlich, dass sie die Punkte in der Dreispitzhalle behalten wollen und erspielten sich in den ersten 15 Minuten eine 10:5-Führung. Dann gelang es den Gästen allerdings, die bis dahin sehr stabile SGB-Abwehr häufiger zu überwinden, sodass das Team von Sasa Krezovic bis zum Halbzeitpfiff auf zwei Treffer verkürzen konnte. „Leider haben wir dann total versagt“, so der HSG-Coach. „Unsere Abwehr stand nicht, vorne haben wir uns unnötige Fehler geleistet, und nicht mal die Siebenmeter haben wir reingemacht.“ Die Gastgeber zogen bis Mitte der zweiten Hälfte auf 26:18 davon, womit die Messe gelesen war.

„Wir hatten heute eine gute Abwehr, haben viel Teamgeist gezeigt und sind ans Limit gegangen“, war SGB-‧Coach Oliver Hubbert mit dem deutlichen Heimsieg hochzufrieden. Krezovic war hingegen bedient: „Das war einfach nur schlecht von uns, wir haben völlig verdient verloren, da möchte ich auch gar nicht als Entschuldigung anführen, dass wir auf einige verletzte Spieler verzichten mussten.“

SG Bruchköbel II: M. Bätz, Prager; N. Bätz (2), Benkert (5), Demuth (6/2), Goede (2), Herwig, K. Keitl (2), Kraft (2), Wilfer (11), Wolff (2), Zeiger (2)HSG Maintal: Kohl; Amara (2), Bauscher (2/1), Ebert (3), Hartenfeller (2), L. Hofmann (2), Junker (2), Lipp (3), Mehlitz (3/2), Messmer, Molkenthin (1), Ortler, Pillmann, Rode (4)Schiedsrichter: Schultheis/WeilandSiebenmeter: SGB II 3/2, HSG 7/3Zeitstrafen: SGB II 4, HSG 1Zuschauer: 75

TGS Niederrodenbach – SG Dietesheim/Mühlheim 25:33 (12:16)Die ersatzgeschwächten Niederrodenbacher überzeugten in der Anfangsphase mit einer stabilen Abwehrleistung und konnten die Partie offen halten – 6:6 stand es nach den ersten 15 Minuten. Dann setzten sich die Gäste allerdings allmählich ab und gingen mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatte Dietesheim weiter die Nase vorn, weil die TGS im Angriff zu wenig Durchschlagskraft entwickelte. Mitte der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber nach zwei Zeitstrafen für die Gäste eine Phase mit doppelter Überzahl, konnten aber auch daraus aber kein Kapital schlagen. „Da hätten wir vielleicht noch einmal herankommen können“, so TGS-Sprecher Christian Fischer, „danach war dann bei uns die Kraft weg.“

TGS Niederrodenbach: Georg, Steinel; Baatz (9), Bäuerlein (3), Fischer (1), Göbel (7), Hübner, Krause (2), J. Noll (1), Pinne, Schneider (1), Standfest (1)Schiedsrichter: Günther/NeukampSiebenmeter: TGS 6/5, SG D/M 5/4Zeitstrafen: TGS 3, SG D/M 5Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Hildebrand (SG D/M, 54., Foul bei Tempo-Gegenstoß)Zuschauer: 70

HSG Dietzenbach – TSV Klein-Auheim 30:24 (15:10)Die dünn besetzten Gäste kamen besser in die Partie und lagen nach zehn Minuten mit drei Toren in Front. Dann leisteten sich die Klein-Auheimer aber immer mehr technische Fehler, die Dietzenbach mit Treffern nach Tempo-Gegenstößen umgehend zu nutzen wusste.

In der zweiten Hälfte kämpfte sich das Team von Andreas Schleiff dank des guten Spiels über den Kreis wieder auf drei Tore heran, mit weiteren Tempo-Gegenstößen brach die HSG den Gästen aber schließlich das Genick: Knapp eine Viertelstunde vor Schluss führten die Dietzenbacher mit 24:17 und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Ohne die Tempo-Gegenstöße des Gegners hätte es ein enges Spiel werden können, denn im gebundenen Spiel stand unsere Abwehr eigentlich gut“, so Schleiff.

TSV Klein-Auheim: von Eiff, P. Valina; Bauer (1), Baier (1), Dräger (1), Heyne, Maisch (6/3), Schleiff (1), Schmidt (8), Termer, Ziegler (6)Schiedsrichter: Kaiser/PaulSiebenmeter: HSG 5/4, TSV 4/3Zeitstrafen: HSG 7, TSV 5Zuschauer: 50

HSG Rodgau Nieder-Roden III – TV Langenselbold 32:25 (13:11)Die Langenselbolder erwischten den besseren Start und führten nach knapp zehn Minuten mit 5:2, mussten dann aber fünf Gegentore in Folge hinnehmen und gerieten ins Hintertreffen. Noch in der ersten Hälfte sah TVL-Mann Tim Wolf aufgrund der dritten Zeitstrafe die Rote Karte.

In der zweiten Hälfte hatte der TVL offensiv Probleme: „Wir haben uns häufig festgerannt“, so Florian Koog, der den erkrankten Trainer Jörg Graßmann vertrat. Die HSG setzte sich ab und hielt die Gäste bis zum Abpfiff auf Distanz. „Uns hat leider die Substanz gefehlt“, so Koog. Da hätten auch die zahlreichen Paraden von Schlussmann Christian Lach, der alleine sechs Siebenmeter entschärfte, die Niederlage nicht verhindern können.

TV Langenselbold: Lach, Schubert; Acker (1), Bechtold (7), Di Felice, Eggenweiler, Herrmann (1), Limbach (6/4), Metzler (2), Radina (3), Stützel (5), WolfSchiedsrichter: Herzog/KleinböhlSiebenmeter: HSG III 10/4, TVL 5/4 – Zeitstrafen: HSG III 7, TVL 9Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Wolf (TVL, 21., dritte Zeitstrafe)Zuschauer: 50

HSG Hanau III – TV Flieden 25:29 (13:19)Die Grimmstädter hatten ihren Kader mit einigen A-Jugendlichen aufgefüllt, zu Beginn hatte der Außenseiter gegen den Tabellendritten aber nichts zu bestellen und lag rasch mit 3:8 zurück. Zwischenzeitlich verkürzte die HSG, bei der Zweitmannschaftstrainer Norbert Wess Coach Peter Corell vertrat, zur Pause lagen die Hanauer aber wieder deutlich zurück. „Gerade aus unseren Überzahlsituationen hätten wir in der ersten Hälfte mehr machen können“, monierte Wess.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der TVF auf acht Tore ab, die Hausherren kamen aber wieder zurück. „Wir haben unsere Deckung immer wieder umgestellt, damit haben wir Flieden vor Probleme gestellt“, so Wess, dessen Team in der Schlussphase drauf und dran war, die Partie noch zu kippen. „Leider hat uns dann bei einigen Abschlüssen die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“

HSG Hanau III: Bondkirch, Issle; Hofmann (3), A. Just (1), Recker (8/2), Reinhardt (1), Scheuch (2), Schulze, Sommer (9), Springer (1)Schiedsrichter: Lahaye/Sommerfeld – Siebenmeter: HSG III 5/2, TVF 3/2Zeitstrafen: HSG III 3, TVF 10Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Hohmann (TVF, 41., dritte Zeitstrafe)Zuschauer: 20

Das könnte Sie auch interessieren