Die HSG Hanau III um Paul Sommer (am Ball) hat sich im Derby gegen den TSV Klein-Auheim um Stefan Schwab und Andreas Schleiff (von links) durchgesetzt. Der TSV war aber keinesfalls chancenlos. Foto: TAP

Hanau

Bezirksoberliga, Männer: Klein-Auheim verliert gegen Hanau III

Handball Durch den klaren 32:22 (14:11)-Heimsieg über die HSG Dietzenbach hat der TV Langenselbold amWochenende zwar wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt, ist aber weiter mittendrin imAbstiegsstrudel der Bezirksoberliga.

Von Robert Giese

In diesen droht auch der TSV Klein-Auheim noch hineingezogen zu werden, der im Derby der HSG Hanau III mit 22:27 (11:13) unterlag und nur noch drei Zähler Vorsprung auf die Langenselbolder hat. Während die SG Bruchköbel II erwartungsgemäß gegen die zweite Mannschaft des TV Gelnhausen verlor, die dadurch die Meisterschaft feiern konnte, unterlag die TGS Niederrodenbach überraschend beim Abstiegskandidaten aus Hainburg.

TV Langenselbold – HSG Dietzenbach 32:22 (14:11)Gegen die favorisierten Gäste kam der TVL gut ins Spiel und lag nach fünf Minuten schon mit 4:1 in Front. Die HSG ließ sich zunächst jedoch nicht abschütteln und verkürzte bis zur 20. Minute auf einen Treffer, auch wenn sich Langenselbold bis zur Pause wieder auf drei Tore absetzte.

Nach Wiederanpfiff übernahmen die Hausherren dann endgültig die Spielkontrolle und vergrößerten ihren Vorsprung immer weiter. „Unsere Abwehr war sehr kompakt, im Angriff haben wir uns viel ohne Ball bewegt und die Dietzenbacher Defensive damit in Unordnung gebracht und bei unseren Abschlüssen waren wir sehr treffsicher“, freute sich TVL-Coach Jörg Graßmann, dass sein Team schon knapp eine Viertelstunde vor Schluss für die Entscheidung gesorgt hatte – zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber mit 23:15. Mit Blick auf die Tabelle erwartet Graßmann im Saisonendspurt allerdings noch „einen heißen Tanz“ im Kampf um den Klassenerhalt.

TV Langenselbold: Lach, Schubert; Acker (1), Bechtold (6), Di Felice, Herrmann, Limbach (4/2), Maasberg (2), Metzler (5), Radina (6), M. Simon (1), Stützel (4), Wolf (3) – Schiedsrichter: Kalle/ReinigSiebenmeter: TVL 2/2, HSG 6/5Zeitstrafen: TVL 3, HSG 2Zuschauer: 60

TSV Klein-Auheim – HSG Hanau III 22:27 (11:13)Beide Mannschaften traten stark ersatzgeschwächt an, was sich im Spielniveau widerspiegelte – das war über die gesamte Spieldauer hinweg eher überschaubar. Nach einem Blitzstart der Gäste übernahm Mitte der ersten Halbzeit zunächst der TSV die Führung, bis das Team von Peter Corell schließlich kurz vor dem Seitenwechsel wieder in Front ging, dabei war die HSG immer dann gefährlich, wenn sie ins Tempospiel kam.

Nach Wiederanpfiff erarbeiteten sich die Hausherren wieder eine knappe Führung, versäumten es aber, diese weiter auszubauen. „Mitte der zweiten Hälfte lagen wir mit zwei Toren vorn“, so TSV-Coach Andreas Schleiff, „wenn wir uns in dieser Phase abgesetzt hätten, hätten wir das Spiel gewinnen können denn Hanau war heute schlagbar.“

So aber drehten die Gäste die Partie erneut, beim 25:20 aus Sicht der Hanauer war dann fünf Minuten vor Schluss die Messe gelesen. „Wir haben uns heute auf unsere stabile Deckung verlassen können und in der kritischen Phase die Ruhe bewahrt“, war Corell mit dem Auswärtssieg zufrieden. Schleiff hingegen ärgerte sich über die bittere Niederlage: „Wir konnten im entscheidenden Moment personell nicht nachlegen und haben deshalb leider verloren, wodurch unser Vorsprung auf die Abstiegszone inzwischen arg zusammengeschrumpft ist.“

TSV Klein-Auheim: von Eiff, P. Valina; Bagnara (5), Bauer (1), Dräger, Flender (2), Gutermuth (1), Joel, Schilt (1), Schleiff (1/1), Schwab (7), Welsch, Ziegler (4)HSG Hanau III:Issle, Weist; Corell (2), Golomb (2), Hofmann, A. Just, Reinhardt (3), Schmidt (3), Schulze (4), Sommer (3), Springer (7/7), Staab (3)Schiedsrichter: Gensler/HackerSiebenmeter: TSV 3/1, HSG III 7/7Zeitstrafen: TSV 5, HSG III 1Zuschauer: 60

SG Bruchköbel II – TV Gelnhausen II 23:30 (11:15)Gegen den designierten Meister gerieten die Hausherren schnell ins Hintertreffen und lagen nach einer Viertelstunde mit 5:10 in Rückstand. Danach stabilisierten sich die Bruchköbeler aber, hielten ihre Fehlerquote gering und hinderten den TVG auf diese Weise daran, sein starkes Umschaltspiel aufzuziehen.

Bis zur 40. Minute kamen die Gastgeber auf einen Treffer heran, mussten dann aber fünf Gegentore in Folge hinnehmen – ein Rückstand, den Bruchköbel nicht mehr aufholen konnte. „Da haben wir ein paar dumme Fehler gemacht“, ärgerte sich SG Bruchköbels Coach Oliver Hubbert, „die Gelnhausen sofort bestraft hat.“ Gegen den stark aufspielenden Spitzenreiter habe seine Mannschaft ihre Sache insgesamt aber gut gemacht, weshalb er trotz der Niederlage zufrieden sei.

SG Bruchköbel II: M. Bätz, Prager; N. Bätz (8), Benkert (4), Born (3), Breyer (2/1), Goede (1), Herwig, K. Keitl (1), Kraft (2), Lerch, Schmidt, Wilfer (2/1) – Schiedsrichter: Herdt/HerdtSiebenmeter: SGB II 2/2, TVG II 6/4Zeitstrafen: SGB II 3, TVG II 4Zuschauer: 100

SG Hainburg – TGS Niederrodenbach 27:24 (14:12)Beide Mannschaften waren arg dezimiert – der mit Zweitmannschaftsspielern aufgefüllte Kader der Gäste umfasste elf Spieler, Hainburg trat gar nur zu acht an – und lieferten sich zu Beginn ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Hausherren aber leichte Vorteile und gingen dementsprechend mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.

Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeber die TGS Niederrodenbach erfolgreich auf Distanz und konnten ihren Vorsprung langsam, aber stetig ausbauen. Beim 25:19 fünf Minuten vor dem Abpfiff schien die Partie entschieden, die Gäste verkürzten zwei Minuten vor dem Abpfiff aber noch einmal auf zwei Treffer Rückstand. Die SGH ließ sich jedoch nicht beirren und verteidigte ihren knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

TGS Niederrodenbach: Georg, Steinel; Baatz (11/2), Dietz (3/2), Fischer (2), Göbel (2), Krause, Lukas, J. Noll (6), Pinne, StandfestSchiedsrichter: Berg/MerzSiebenmeter: SGH 3/3, TGS 5/4Zeitstrafen: SGH 3, TGS 3Zuschauer: 100

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