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Zurück bei der TGS: Eryk Kaluzinski (Nummer 13) will als Trainer ab Sommer die TGS Niederrodenbach fit für die Landesliga machen. Das Ziel ist schon jetzt formuliert: Die Klasse halten.

Bezirksoberliga

Kaluzinski hat viel vor in Niederrodenbach

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Die Katze ist aus dem Sack: Seit dem Ende vergangener Woche steht fest, dass bei der TGS Niederrodenbach in der kommenden Saison Eryk Kaluzinski auf der Trainerbank sitzen wird.

Der frühere Zweitliga-Torschützenkönig tritt damit die Nachfolge von Aufstiegstrainer Damir Hundur an, der das Team in seinem zweiten Jahr in der Bulauhalle in die Landesliga Süd geführt hat und dessen Abschied aus Niederrodenbach zum Saisonende schon frühzeitig feststand. Kaluzinski soll der TGS in der kommenden Saison nun den Feinschliff verpassen, um als Aufsteiger in der Landesliga zu bestehen. Von einer „Wunschlösung“ sprach Sebastian Dietz, der Sportliche Leiter der TGS, bei der Bekanntgabe der Verpflichtung von Kaluzinski.

Dietz und der neue Coach kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten bei der TSG Münster, später holte Dietz den Rückraumschützen sogar einmal für ein paar Spiele im Saisonendspurt zum Bezirksoberligisten. „Aus meiner Zeit dort kenne ich noch ein paar Spieler“, erinnert sich der 42-Jährige gerne an sein kurzes Intermezzo in der Bulauhalle. Das habe schließlich auch den Ausschlag dafür gegeben, den Trainerposten bei der TGS zu übernehmen, so der frühere Bundesliga-Spieler. 

Dietz ist von Eryk Kaluzinskis Fähigkeiten überzeugt

In der Region bekannt ist der knapp zwei Meter große frühere Torjäger vor allem durch sein Engagement beim Drittligisten TV Gelnhausen, bei dem er im Herbst seiner Karriere noch einmal für Furore sorgte und im vergangenen Jahr seine Karriere als Spieler beendet hatte. „Der Handball fehlt mir“, meint der 42-Jährige nun und lacht, „ich muss unbedingt mal wieder in die Halle, nur diesmal in einer anderen Tätigkeit.“ Im Aktivenbereich wird die TGS Niederrodenbach die erste Station von Kaluzinski sein, der allerdings während seiner Karriere schon reichlich Erfahrungen sammeln konnte. „Ich habe nebenher oft Jugendmannschaften trainiert oder bin auch im normalen Training immer mal wieder interimsmäßig eingesprungen“, zählt der neue TGS- Coach auf, außerdem verfüge er über die B-Trainerlizenz. 

Dietz ist von den Qualitäten des künftigen Trainers überzeugt, schließlich habe der 42-Jährige auch in Niederrodenbach einige Trainingseinheiten geleitet, wobei sich Dietz und Co. bereits ein Bild von dessen Trainingsgestaltung machen konnten. Seine Aufgabe in der Bulauhalle sieht Kaluzinski darin, „das Team weiterzuentwickeln und die Liga zu halten. Die Landesliga ist schon eine Nummer größer, aber das können wir schaffen.“ Schon jetzt im Detail zu sagen, an welchen Schrauben er bei der TGS drehen will, sei wegen der Corona-Krise schwierig, „aber ich habe mir natürlich schon ein paar Spiele auf Video angesehen. Es ist ja durch Damir Hundur schon ein Spielsystem vorhanden, aber ich habe ein paar Dinge im Kopf, die ich noch zusätzlich umsetzen will. Genau kann ich das aber erst sagen, wenn ich die Mannschaft nach ein paar Trainingseinheiten besser kennengelernt habe.“ 

Eryk Kaluzinski:  „Ich werde alles daransetzen, dass wir die Klasse halten“

Auch für Dietz ist die Mission des neuen Coaches vor allem, das Spielsystem zu verfeinern. „In der Landesliga ist das Tempo höher, da müssen wir uns selbstverständlich anpassen und auch einen schnellen Ball spielen“, nennt der Sportliche Leiter ein Beispiel für die neuen Herausforderungen in der neuen Liga. Kaluzinski bringe die nötigen Voraussetzungen mit, um dem bisherigen Bezirksoberligisten dies einzuimpfen: „Er hat die richtige Mentalität, ist unglaublich engagiert und fokussiert und hat eine sehr positive Einstellung.“ Auf dem Spielfeld kann der 42-Jährige wohl auf eine eingespielte Truppe zurückgreifen, denn die Aufstiegsmannschaft bleibe nahezu vollständig zusammen, zudem sind punktuelle Verstärkungen geplant. „Wir sind da durch unsere vielen Mitglieder solide aufgestellt“, sieht Dietz seinen Verein auch gegen die Schwierigkeiten durch Corona gut gewappnet. 

„Schon jetzt haben wir viele Spieler mit höherklassiger Erfahrung und wir werden in der kommenden Saison eine gute und ausgewogene Mannschaft auf die Beine stellen.“ Damit wollen sich die Niederrodenbacher diesmal länger in der Landesliga halten als bei ihrem letzten Ausflug dorthin, denn vor einigen Jahren stieg die TGS nach dem Aufstieg direkt wieder ab. „Ich werde alles daransetzen, dass wir die Klasse halten“, stellte Kaluzinski schon einmal klar, dass sich dieses Szenario nicht wiederholen soll, und Dietz ist sich sicher, „dass es mit ihm in die richtige Richtung geht“.

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