Trainer des TV Langenselbold vor Vereinslogo
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Wollen auf Selbolder setzen: Max Herrmann (links) und Erik Bechtold haben ihre Spielerkarrieren beendet und übernehmen gemeinsam das Traineramt.

Spieler werden Trainer

Bezirksliga A: Neues Trainerduo soll TV Langenselbold mittelfristig in der Bezirksoberliga etablieren

  • vonRobert Giese
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Langenselbold – Zur neuen Saison soll bei den Langenselbolder Handballern ein neuer Zeitgeist einkehren – mit neuem Trainerteam und stark veränderter Mannschaftsstruktur.

Die beiden neuen Trainer Erik Bechtold und Max Herrmann setzen dabei vermehrt auf Langenselbolder Eigengewächse, zudem ist das Team stark verjüngt worden. Mittelfristig will sich der TVL dadurch wieder in der Bezirksoberliga etablieren, in der aktuellen Saison geht es den Langenselboldern aber erst einmal darum, in der Bezirksliga A eine gute Rolle zu spielen.

Junges Teams: Altersschnitt von TV Langenselbold liegt bei 22 Jahren

Deutlich verjüngt wird der TVL in die neue Spielzeit gehen, denn durch einige Wechsel ist der Altersschnitt in der Mannschaft auf rund 22 Jahre gesunken. Der Fokus bei der diesjährigen Kaderzusammenstellung lag laut dem Trainerduo darauf, wieder mehr Spieler mit Langenselbolder Vergangenheit im Team zu haben – seien es nun Rückkehrer oder Spieler, die ursprünglich aus Langenselbold kommen, in der Jugend aber einige Jahre bei einem anderen Verein spielten.

So schließen sich zur neuen Saison zum Beispiel gleich fünf Spieler der Mannschaft an, die zuletzt für die A-Jugend des TV Gelnhausen aufliefen. „Wir haben eine echte Selbolder Truppe zusammen“, freut sich Bechtold.

Spielerduo beendet die Karriere und wechselt auf die Trainerbank

Er selbst und Herrmann, die in den vergangenen Jahren für Langenselbold spielten, beenden ihre aktive Karriere in der ersten Mannschaft und führen diese als gleichberechtigte Trainer an.

„Auch ohne uns sind 18 Mann im Kader“, erläutert Herrmann die Gründe für den Abschied von der Spielerkarriere, „und das sind richtig gute Jungs.“ So ganz wollen die beiden ihre Handballschuhe aber noch nicht an den Nagel hängen und zumindest in der zweiten Mannschaft des TVL hin und wieder auflaufen.

TV Langenselbold: Trainerduo bringt Expertise aus eigener Karriere mit

Ansonsten gilt ihre volle Konzentration dem Trainerjob, den beide gleichberechtigt ausüben. Dabei bringt jeder seine Stärken und Erfahrungen ein: Herrmann kann als Spielgestalter seine Erfahrungen an die TVL-Mittelmänner weitergeben, Linksaußen Bechtold an die Spieler auf den Außenpositionen.

Besonders gefordert ist im Moment Bechtold, der sich für das Athletik-Training verantwortlich zeichnet, denn dieses spielt in der aktuellen Phase der Saisonvorbereitung die Hauptrolle.

Trainerduo des TV Langenselbold ergänzt sich

Die Doppelbesetzung des Trainerpostens sehen die beiden als Vorteil, „denn so können wir uns gegenseitig ergänzen und jeder bringt seine Stärken ein“. Au��erdem könnten die beiden individuell besser auf die einzelnen Spieler eingehen und sich zusätzlich um das Umfeld der Mannschaft kümmern.

„Bei einem eher kleinen Verein wie Langenselbold sind wir ja nicht nur als Trainer gefordert, obwohl sich Mitglieder wie Ilse Ruhlandt oder Marius Neukamp ja auch schon sehr stark ehrenamtlich engagieren“, erläutern die beiden, welche die Mannschaft in Zukunft auch mit Team-Events stärker zusammenschweißen wollen. Aus guten Einzelspielern eine Einheit zu bilden – das sehen die beiden Trainer angesichts der vielen Neuzugänge auch als ihre Hauptaufgabe für die nächste Zeit an.

Bezirksliga A: TV Langenselbold sieht sich nicht in der Favoritenrolle

Die Favoritenrolle in der Bezirksliga A lehnen Bechtold und Herrmann daher auch ab: „Wir haben gute Spieler und eine gute Mischung im Kader, aber das ist eine ganz neue Truppe, da müssen wir uns erst einmal finden – und das ist durch die Beschränkungen wegen Corona aktuell noch schwieriger.“

Vom Aufstieg rede beim TVL daher niemand, über Platz zwei bis fünf würden sich die Langenselbolder aber freuen.

Einfacher Handball: Auf diese Taktik setzt der TV Langensenbold

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen sie unter anderem auf eine schnelle Erste und Zweite Welle setzen und über die Außenbahnen zu vielen Toren kommen. „Ansonsten wollen wir in der Offensive einen eher einfachen Handball spielen ohne zig Spielzüge“, kündigt Herrmann an.

Defensiv setzen die Langenselbolder auf eine 6:0-Deckung, „die aber nicht nur hinten stehen wird – obwohl wir genug große Spieler haben“. Stattdessen will der TVL mit aggressiv deckenden Halbspielern den gegnerischen Spielfluss immer wieder stören.

Neues Trainerduo will beim TV Langenselbold etwas aufbauen

Bechtold und Herrmann wollen in Langenselbold dabei Stück für Stück etwas aufbauen und planen, mittelfristig in die Bezirksoberliga zurückzukehren und dort eine gute Rolle zu spielen - nach Möglichkeit mit ihnen als Trainergespann. „Wir wollen“, so die beiden über ihre Pläne mit dem TVL, „dem Verein jetzt einfach etwas zurückgeben.“

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