Die ersten Testspiele verliefen ohne Probleme. Konditionell besteht aber noch Steigerungsbedarf. Foto: Privat

Fußball

Bellack kämpft sich zurück: HA-Volontär wieder am Ball

Fußball. Endlich ist sie vorbei, die längste Zeit des Jahres: Sommerpause. Wenige Wochen, die sich anfühlen wie 100 Jahre. Endlich geht sie wieder los, die geliebte Vorbereitung. Und endlich bin ich auch wieder dabei.

Von Michael BellackAuf den Tag genau sieben Monate, nachdem ich mir die Achillessehne gerissen habe, stand ich wieder bei einer richtigen Trainingseinheit auf dem Platz. Mit allem drum und dran. Eckchen, Warmlaufen, Lauf- und Passübungen, Ballbesitz- und Abschlussspiel. Und es klappt besser als befürchtet.

Fuß und Sehne machen alles mit, vom lockeren Hochhalten bis zum Vollspannschuss. Das halte ich nicht für selbstverständlich. Mehr oder weniger regelmäßig war ich in den vergangenen Wochen joggen, auch da hatte ich keine Probleme. Aber die Belastung beim Fußball ist nunmal eine ganz andere. Abstoppen, Richtungswechsel, schnelle Sprints und dann wieder traben. Da ist deutlich mehr Abwechslung drin als bei einer Runde joggen durch den Wald.

Freude über das Erreichte

Darüber. dass alles so gut klappt, bin ich ziemlich froh. An dieser Stelle muss ich daher einen großen Dank an meine Physiotherapeutin richten. Wenn ich daran denke, wie ich Anfang des Jahres quasi wieder laufen lernen musste und nun schon wieder über den Fußballplatz flitze – das ist bombastisch. Das hätte auch weniger gut laufen können.

Aber es ist auch nicht alles wie vorher. Meine Ferse, beziehungsweise die geflickte Sehne, ist jetzt deutlich dicker als die linke, unbeschädigte. Das sieht man schon auf den ersten Blick, wenn man meine rechte mit meiner linken Ferse vergleicht. Und ich spüre das auch, vor allem natürlich wenn ich Schuhe anziehe. Denn die drücken hinten rechts ordentlich, ganz besonders die Fußballschuhe.

Das hab ich schon nach den ersten Einheiten gemerkt. Ergebnis war jeweils eine dicke Blase. Das ist eine echt unschöne Begleiterscheinung. Ich will keine Memme sein, aber Blasen und wunde Stellen am Fuß können richtig weh tun.

Dass die Sehne jetzt dicker ist, ist völlig normal. Das wird auch noch eine ganze Zeit, wenn nicht sogar für immer, so bleiben. Zumindest kurzfristig habe ich eine Lösung gefunden. Mit Tape klebe ich die noch empfindliche Narbe vor dem Kicken ab, damit der Schuh nicht darüber reibt. Das hat bisher auch funktioniert.

Rechter Schuh größer

Ob das eine Dauerlösung bleibt, wird sich zeigen. Ansonsten müsste ich mir wohl den rechten Schuh immer eine halbe Nummer größer kaufen. Das würde allerdings die Kosten ganz schön ansteigen lassen, wenn ich deshalb jedes Mal zwei paar Schuhe kaufen müsste. Also falls jemand nur rechte Fußballschuhe in Größe 41 abzugeben hat – ich hätte Interesse.

Meinen persönlicher Vorbereitungsplan, mich langsam über Training an den Spiel‧betrieb ranzutasten, musste ich recht schnell über den Haufen werfen. Okay, das Trainingsspiel gegen die Alten Herren – inklusive Kopfball‧tor (!) von mir – war noch nicht wirklich Wettkampfmodus. Nach 60 Minuten war ich dennoch platt.

Einen Tag später durfte ich dann mangels Personalalternativen direkt im ersten richtigen Testspiel ran. 70 Minuten im rechten Mittelfeld. Den meisten Zweikämpfen bin ich, mit Erlaubnis meines Trainers, aber noch aus dem Weg gegangen. Gegangen im wahrsten Sinne des Wortes.

Bis auf zwei, drei Sprints war das eher Standfußball. Aber eine Erkenntnis hab ich schon gewonnen, nachdem ich völlig freistehend aus 16 Metern rund acht Meter am Tor vorbeigeschossen habe: ich habe nichts verlernt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema