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Bellack kämpft sich zurück: HA-Volontär macht große Fortschritte

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Harte Arbeit:  HA-Redakteur Michael Bellack gibt Gas, um seinen Fuß bald wieder voll belasten zu können. Foto: HA
Harte Arbeit: HA-Redakteur Michael Bellack gibt Gas, um seinen Fuß bald wieder voll belasten zu können. Foto: HA

Fußball. Im Grunde war es schon eine kleine Erlösung. Das erste Mal wieder unter der Dusche stehen. Die Betonung liegt auf stehen! Acht Wochen habe ich das nicht mehr getan, acht Wochen musste ich mich zum duschen in die Badewanne legen. Gut, gibt Schlimmeres als ein heißes Schaumbad.

Von Michael Bellack

Aber wenn man nicht mal die Freiheit hat, darüber zu entscheiden, verliert das ganze seinen Reiz.Warum ich vom Duschen erzähle? Weil ich endlich mein rechtes Bein belasten darf – und das ohne Spezialschuh. Mit Schuh oder Gips unter der Dusche stehen ist nunmal schwierig. Das geht jetzt wieder. Und ich glaube ich habe selten so lange und ausgiebig geduscht.

Großer Fortschritt kam vergangene Woche

Überhaupt war die vergangene Woche für mich ein großer Fortschritt. Der Winkel des Schuhs wurde von 30 auf 15 Grad umgestellt, sodass ich jetzt ein bisschen normaler laufe. Der Fuß setzt flacher auf und bei jedem Schritt wird die Achillessehne ein kleines bisschen gedehnt.

Das leichte Ziehen ist schon ein ungewohntes Gefühl. Da kommt so langsam wieder alles in Bewegung, was ein bisschen eingerostet war. Aber ist ja normal. Wenn man ein Fahrrad lange nicht benutzt, quietscht es auf den ersten Metern ja auch. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Zeit nach dem Schuh habe ich jetzt ja schon bekommen, als ich mich mit dem nackten Fuß auf den Boden gestellt habe.

Erstes Ergebnis bei der Gewichtsverlagerung: ein befremdliches Kribbeln im Fuß. So, als wäre der Fuß eingeschlafen. War er ja quasi auch – sieben Wochen lang. Entsprechend steif sieht das auch aus, wenn ich mich da so hinstelle. Wie mit einem Holzbein. Einem behaarten und warmen Holzbein.

Mehr Freiheit für das Holzbein

Das Holzbein freut sich auch über mehr Freiheit. Zumindest beim Schlafen. Denn nachts darf ich den Schuh abnehmen. Das ist schon die zweite Erlösung für mich. Auch wenn ich mich schnell daran gewöhnt habe, so ein Klotz am Bein ist nicht gerade förderlich für einen erholsamen Schlaf.

Nicht mehr lange, dann kommt er ganz weg. Bis dahin bleibt der Schuh auch beim Sport an. Wobei die Bezeichnung Sport vielleicht ein bisschen hochgegriffen ist. Radfahren auf dem Ergometer ist zurzeit noch meine einzige Option.

Eine schweißtreibende Option. Auch wenn ich, das wird meine Fußballmannschaft bestätigen können, noch nie der Inbegriff von Fitness war – fast zwei Monate ohne Sport machen sich bei der Ausdauer schon bemerkbar. Und so viel sei gesagt – auch auf der Waage.

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