Der Knoten ist geplatzt: Die White Wings gewinnen auch zuhause. Foto: TAP

Hanau

Basketballern der White Wings gelingt erster Heimsieg

Basketball. Die Hebeisen White Wings haben am Freitagabend endlich den langersehnten ersten Heimsieg in dieser ProA-Saison feiern können. Beim 67:58 über Schlusslicht Baunach Young Pikes mussten die Fans in der Main-Kinzig-Halle aber lange zittern, denn zwischenzeitlich lagen die Hanauer mit neun Punkten zurück.

Erst im Schlussviertel übernahmen die White Wings wieder das Ruder, besserten ihre Heimbilanz durch den ersten Sieg deutlich auf und setzen sich vorerst in der oberen Tabellenhälfte fest.

Die Hanauer legten einen Blitzstart hin und führten durch Treffer von Christopher Brady und Paul Albrecht schnell mit 5:1. In der Folge häuften sich auf Seiten der Hausherren allerdings die Fehler: Anders als bei Baunach war die Trefferquote der White Wings aus der Zone schwach, zudem leisteten sich die Hanauer einige Turnovers. "Wir sind insgesamt nicht gut ins Spiel gekommen", gab White Wings-Sportdirektor Helmut Wolf zu, dessen Team nach dem ersten Viertel mit 17:21 zurücklag.Jönke springt in die BrescheOffensiv war im zweiten Viertel bei den Gastgebern dann zunächst der Wurm drin, denn die Hanauer um den an diesem Tag nicht gut aufgelegten Chase Adams - er blieb gegen Baunach ohne Punkte - benötigten vier Minuten, um den Ball zum ersten Mal durch die Reuse zu befördern; die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit neun Punkten. Da Till-Joscha Jönke aber erfolgreich in die Bresche sprang und das Spiel bei den White Wings fortan gut leitete und Luquon Choice mehrere Dreier versenkte, waren die Hanauer am Ende des zweiten Viertels wieder auf drei Punkte herangekommen.

Einige schlechte Würfe zu Beginn des dritten Viertels sorgten dann zwar dafür, dass Baunach seinen Vorsprung zunächst wieder vergrößern konnte, durch ihre Stärke gerade bei offensiven Rebounds - bis Spielende holten sich die Hanauer derer 18 - schlossen die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer aber immer weiter auf und gingen mit nur einem Zähler Rückstand ins Schlussviertel.Hanau legt "Traumstart "hin"Da hatten wir dann offensichtlich mehr Luft", so Wolf, "und haben in der Schlussphase einfach die besseren Entscheidungen getroffen." Die White Wings verteidigten stark, provozierten allein im Schlussviertel sechs Turnovers bei den Gästen und zeigten sich deutlich treffsicherer als zuvor. Folglich erkämpften sich die Hausherren erstmals seit den Anfangsminuten die Führung und bauten diese bis zum Spielende kontinuierlich aus, am Ende stand ein 67:58-Sieg für die Hanauer.

"Das ist toll für unsere Fans, dass wir auch zuhause mal gewonnen haben", freute sich Wolf nach der Partie, "jetzt haben wir mit vier Siegen aus sechs Spielen endgültig einen Traumstart hingelegt und können ohne Druck aufspielen." Angesichts von bisher drei Auswärtssiegen sei die Heimschwäche zwar eher ein "Luxusproblem" gewesen, merkt Wolf mit einem Augenzwinkern an, "aber über zwei weitere Punkte gegen den Abstieg freuen wir uns natürlich."Choice und Jönke mit guter LeistungChase Adams habe zwar "keinen guten Tag erwischt, aber unser Team ist ausgeglichen genug besetzt, um das auszugleichen. Chase hat sich aber auf der Bank als echter Teamplayer gezeigt und die Mannschaft permanent angefeuert." Statt Adams spielten sich diesmal wieder andere Spieler in den Vordergrund, neben Jönke, dem 16 Punkte gelangen, war das vor allem Choice, der mit 21 Zählern - darunter vier Dreier - erfolgreichster Schütze bei den White Wings war.White Wings:Adams (0 Punkte/4 Rebounds), Jönke (16/6), Brady (8/9), von Fintel (7/5), Choice (21/5), Albrecht (7/3), Eichler (6/3), Herold, Long (2/4), Nicolay, Bauer.

 

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