1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Banger Blick ins Lazarett: Im Aufstiegsrundenspiel in Krefeld droht Schermuly-Ausfall

Erstellt:

Von: Robert Giese

Das wäre ein bitterer Ausfall: Im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga droht bei der HSG Hanau ein Engpass im Tor. Fabian Tomm fällt aus, Sebastian Schermuly (Bild) möglicherweise ebenfalls.
Das wäre ein bitterer Ausfall: Im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga droht bei der HSG Hanau ein Engpass im Tor. Fabian Tomm fällt aus, Sebastian Schermuly (Bild) möglicherweise ebenfalls. © Scheiber

In die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga sind die Handballer der HSG Hanau am vergangenen Wochenende mit einer 22:36-Heimpleite gestartet - eine Niederlage, die auch deshalb so deutlich ausfiel, weil bei der HSG zahlreiche Spieler fehlten. Vor dem Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag bei der HSG Krefeld-Niederrhein werfen die Hanauer deshalb einen bangen Blick ins Lazarett und hoffen darauf, dass möglichst viele Spieler in den Kader zurückkehren.

Hanau – Mit den Langzeitverletzten waren es am vergangenen Wochenende sieben Spieler, die Coach Hannes Geist nicht zur Verfügung standen - und dieser personelle Aderlass war am Ende zu groß, um gegen den Aufstiegsfavoriten aus Konstanz länger als eine Halbzeit zu bestehen.

Wie viele Spieler gegen Krefeld ins Team zurückkehren und welche das sein werden, konnte Geist gestern noch nicht sagen. „Es gibt schon Rückkehrer in den Trainingsbetrieb, aber wir wollen bei den Spielern kein Risiko eingehen“, betonter und spielt damit auch auf Torwart Fabian Tomm an, den nach der Corona-Infektion eine Herzmuskelentzündung außer Gefecht gesetzt hatte. Die medizinische Abteilung der Grimmstädter arbeite auf Hochtouren, „aber wir sehen möglicherweise erst am Sonntag bei der Abfahrt, wer uns zur Verfügung stehen wird.“

Das gelte auch für Schlussmann Sebastian Schermuly, den allerdings nicht Corona niedergestreckt hat, sondern ein Gegenspieler aus Konstanz, der ihn nach einem Wurf unbeabsichtigt von den Beinen holte. Der Kapitän hielt sich danach mit schmerzerfülltem Gesicht den Knöchel, musste ausgewechselt werden und konnte nicht mehr mitwirken. Ein Ausfall Schermulys würde Hanau hart treffen, stünde dann von den drei etatmäßigen Erstmannschaftstorhütern nur noch Youngster Henrik Naß zur Verfügung.

So oder so erwarte die Hanauer am Sonntag eine ganz schwierige Partie gegen einen starken Gegner, den die HSG aus dem Vorjahr kennt: Damals untrlag Hanau in Krefeld überraschend knapp beim damaligen Aufstiegsfavoriten, der schon länger mit aller Macht die Rückkehr in die 2. Bundesliga anstrebt.

Aus diesem Grund hat sich Krefeld, das in der Staffel D knapp Erster geworden ist, im Vergleich zur vergangenen Saison noch einmal erheblich verstärkt und nun weitere Spieler im Kader, die schon Erfahrung in der 2. Bundesliga gesammelt haben. Einer davon ist Merten Krings, der als Spielmacher Dreh- und Angelpunkt ist und auf den die Hanauer Defensive besonders achtgeben sollte. Mit Krefeld erwartet Geists Team insgesamt eine körperlich sehr starke Mannschaft, was es für die Hanauer in Abwehr und Angriff nicht einfach machen würde. „Sie verfügen in der Offensive nicht nur über Spielwitz, sondern auch über Masse“, fasst der HSG-Coach die Vorzüge des Kontrahenten zusammen. Durch die vielen körperlich starken, groß gewachsenen Spieler in den Reihen der Krefelder stünde auch die Offensive der Hanauer vor einer großen Aufgabe, „auch wenn uns deren 6:0-Abwehr vermutlich etwas besser liegt als die 3:2:1-Deckung, die Konstanz gespielt hat.“

Am liebsten wäre es den Grimmstädtern, wenn sie den Positionsangriff vermeiden könnten. „Dazu müssen wir stabil in der Deckung stehen und das rückraumlastige Spiel von Krefeld gut verteidigen“, fordert Geist. Außerdem will Hanau schnell nach vorne spielen. „Insgesamt wollen wir an die erste Halbzeit des Spiels gegen Konstanz anschließen“, sagt Geist. Doch diesmal, das betont der Trainer der Hanauer, wolle seine Mannschaft länger als 30 Minuten mithalten. Dass Krefeld schlagbar ist, hat sich bereits am vergangenen Wochenende gezeigt: Da unterlag das Team mit 31:34 beim VfL Pfullingen.

Von Robert Giese

Auch interessant