Lieferte wichtige Impulse von der Bank: Hanaus Neuzugang Isaiah Sykes (am Ball) enteilte den Hamburgern um Enosch Wolf immer wieder und steuerte neun Punkte und acht Rebounds zum 64:51.Sieg bei. Foto: TAP

Hanau

Bärenstarke Defensive: White Wings bezwingen Hamburg

Basketball. Vor eigenem Publikum sind die Hebeisen White Wings weiter nicht zu stoppen. Am Samstagabend landeten die Hanauer den vierten ProA-Heimsieg in Serie, als sie die Hamburg Towers in der Main-Kinzig-Halle mit 64:51 bezwangen.

Von Dominik Sharaf

Der schwächelnde Aufstiegskandidat leistete aber bis wenige Minuten vor dem Ende Widerstand und es brauchte eine Defensivleistung der Extraklasse, um ihn in die Knie zu zwingen. Mit dem Erfolg und der 73:79-Niederlage von Academics aus Heidelberg gegen den Mitteldeutschen BC kletterten die White Wings sogar auf den fünften Tabellenplatz und befinden sich weiterhin auf dem besten Wege, im April in die Playoffs einzuziehen.

Das Ertönen der Schlusssirene bedeutete für Cheftrainer Simon Cote eine große Erlösung, die er schon nach dem gewonnen Verlängerungskrimi gegen das Team Ehingen/Urspring in der Vorwoche verspürte. „Am Ende haben wir wieder die wichtigen Würfe getroffen und uns mehr Freiwürfe erarbeitet. Das war ein wichtiger Faktor“, klopfte der US-Amerikaner seinen Jungs auf die Schultern. Die White Wings hätten sich das Leben einfacher machen können, wenn sie in der Offensive von Anfang an und durchgängig derart treffsicher agiert hätten.

Kopf-an-Kopf-Rennen um den SiegDenn nach einer ersten hohen Führung gegen Ende des ersten Viertels lief bei den Hanauern auf dem Weg zum gegnerischen Korb nicht mehr alles rund. Wenn doch, setzten Ruben Spoden und Isaiah Sykes in dieser Phase die Akzente. Dem neuen US-Profi gelangen bei seinem ProA-Debüt neun Punkte und acht Rebounds, darunter auch Treffer in spielentscheidenden Phasen – nach nur einer Woche Deutschland-Aufenthalt und Training mit seinem neuen Team.

Als es in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg ins Schlussviertel ging, waren es jedoch die altbekannten Kräfte, die für klare Verhältnisse sorgten. Nach einem Ballgewinn von Topwerfer Kruize Pinkins, der mit 15 Zählen und 13 Rebounds das zwölfte „Double-Double“ der Saison auflegte, schloss Landsmann Eugene Harris einen Konter erfolgreich ab und brachte die White Wings in die Erfolgsspur. Drei Minuten vor dem Schluss verkürzte Hamburg zwar noch auf 50:52. Danach vernageln die Hanauer aber den eigenen Korb und erlaubten den Gästen nur noch einen einzigen Treffer – auch noch von der Freiwurflinie.

Schlüssel zum Erfolg„Beide Teams haben sehr gut verteidigt“, resümierte Simon Cote, hätte aber anfügen können, dass seine Truppe am Samstag die bessere Defensive gestellt hatte. Schließlich erlaubte bis dato kein ProA-Team den offensivstarken Towers weniger Punkte als die White Wings. Weiterer Schlüssel zum Erfolg: Die Trefferquote von der Dreierlinie. Für sieben Treffer benötigten die Hanauer lediglich 20 Versuche. Hamburg traf dagegen nur sechs von 26 Würfen aus der Distanz.White Wings: Pinkins (15 Punkte / 13 Rebounds), Harris (13/1), Sykes (9/8), Spoden (9/3), Jönke (7/3), Sullivan (5/2), Eichler (3/1), von Fintel (2/3), Albrecht (1/2), Albus (0/2).

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