Die Enttäuschung war den Niederissigheimern nach dem Abpfiff anzusehen. Foto: TAP

Bruchköbel

Aufstiegsrunde Gruppenliga: Lange Gesichter bei Niederissigheim

Fußball. Aus und vorbei. Für den TSV Niederissigheim wird es in der Aufstiegsrelegation zur Gruppenliga Frankfurt Ost nicht die erhoffte Fortsetzung geben. Für den Hanauer Kreisoberliga-Zweiten war die Hypothek aus dem Hinspiel, das man am Samstag 2:4 gegen den FC Langen verloren hatte, zu groß.

Von David Lindenfeld

Im Rückspiel am Mittwochabend unterlagen die Issigheimer am Langener Sportplatz mit 1:3 (0:1). Dadurch spielt der TSV Niederissigheim auch in der kommenden Saison in der Kreisoberliga. Der FC Langen trifft hingegen nun im Finale um den Aufstieg in die Gruppenliga am Samstag (17 Uhr) bei der SG Rosenhöhe Offenbach auf den FC Bayern Alzenau II, der Viktoria Nidda in Hin- und Rückspiel 13:1 besiegte.

Den ersten großen Schock mussten die Niederissigheimer am Mittwoch schon in der 15. Minute verdauen, als man noch hoffte, den Rückstand drehen zu können. Angreifer Yannick Wolff verletzte sich am gegnerischen Strafraum bei einem Zweikampf und musste mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel ausgewechselt werden. Für ihn kam Stürmer Ivan Hrskanovic, der Wolff im 4–4–2-System positionsgetreu ersetzte.

Torjäger Bernard kaltgestellt

Zuvor hatten sich beide Teams nur abgetastet. Nennenswerte Chancen gab es zu Beginn keine. „Langen stand tief hinten drinnen“, berichtete TSV-Spielausschuss-Mitglied Andreas Motz, der von einer Fünferkette der Gäste sprach, die bei Bedarf auch mal zu einer Sechserkette wurde.

Wie schon im Hinspiel stellte der FC Langen TSV-Torjäger Dominic Bernard weitgehend kalt und ließ den mit 34 Treffern in der abgelaufenen Kreisoberligasaison besten Torschützen der Liga nicht zur Entfaltung kommen. Zudem wurde Wolffs Kreativität vermisst.

So bekamen die rund 600 Zuschauer eine erste Halbzeit ohne echte Highlights zu sehen. „Ab der 20. Minute waren wir dann etwas mehr am Drücken, nach vorne ging aber nur wenig“, so Motz, dessen hinten zunächst auch sicher stand – in der 31. Minute aber den ersten Fehler machte, der den Hausherren in die ohnehin schon guten Karten spielte. Wie schon bei zwei Treffern im Hinspiel präsentierte sich die TSV-Mannschaft bei einem Eckball zu schläfrig. Oliver Schumacher wurde zwischen dem Fünf-Meter-Raum und dem Elfmeterpunkt allein gelassen und nickte für den FC zur 1:0-Führung ein.

"Geile Saison gespielt"

Der TSV war im zweiten Durchgang zwar um eine Wende bemüht, fand jedoch gegen den defensiv ausgerichteten Gegner keinen Zugriff. Statt sich eigene gefährliche Möglichkeiten herauszuspielen, kam Langen durch Dominik Seibel (57.) und Luca Lippert (63.) zu zwei guten Möglichkeiten, die TSV-Keeper Florian Reim parierte. Erst in der 77. Minute war der Schlussmann nach einem Ballverlust seiner Vordermänner geschlagen: Seibel sorgte mit dem 2:0 für die endgültige Entscheidung.

„Wir haben verdient verloren heute, das war nicht unser Tag. Im Hinspiel wäre mehr drinnen gewesen, da haben wir das Ding verloren“, sagte Motz, dessen Team durch Ivan Hrskanovic nach einem Ballverlust von Langens Torwart, Max Steinbrecher, im Dribbling das 1:2 erzielte (88.) – in der Nachspielzeit aber noch das 1:3 durch einen verwandelten Foulelfmeter von Adrian Greising hinnehmen musste.

Trotz der Enttäuschung unmittelbar nach dem Spiel teilte Motz mit, dass man auch stolz auf das Geleistete sein könne. „Wir haben eine geile Saison gespielt und werden nächstes Jahr stärker zurückkommen.“

Niederissigheim: Reim – Skupin, Woschek, Kaya, Mandausch (Ebell 47.), Reuter, Wein, Mizrak, Ibrahimi, Wolff (Hrskanovic 15.), Bernard – Tore:0:1 Schumacher (31.), 0:2 Seibel (77.), 1:2 Hrskanovic (83.), 1:3 Greising (90.+3/FE) – Schiedsrichter: Hauser (Schwalbach) – Zuschauer:600 – Beste Spieler:beide geschlossene Mannschaftsleistung

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