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Abdessadki im Interview: "Ein sehr reizvoller Tapetenwechsel"

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Der technisch versierte Hicham Abdessadki (am Ball) will mit Germania Dörnigheim durchstarten. Für den FSV Bischofsheim war der Offensivspieler fünfeinhalb Jahre am Ball. Archivfoto: Kalle
Der technisch versierte Hicham Abdessadki (am Ball) will mit Germania Dörnigheim durchstarten. Für den FSV Bischofsheim war der Offensivspieler fünfeinhalb Jahre am Ball. Archivfoto: Kalle

Fußball. Der FC Germania Dörnigheim will in der kommenden Saison mit seinem neuen Trainer Michael Leisegang in der Kreisoberliga Hanau angreifen. Neuzugang Hicham Abdessadki vom FSV Bischofsheim. soll dabei helfen. Im Interview erklärt er, warum er zum Maintaler Nachbarn gewechselt ist und wie seine Zeit in Dörnigheim war.

Von Frank Schneider

Mit der Verpflichtung von Offensivspieler Hicham Abdessadki vom Maintaler Nachbarn ließ die Germania jüngst aufhorchen. Der langjährige Hessenligaspieler zählte in den vergangenen fünfeinhalb Jahren zu den absoluten Leistungsträgern des Gruppenligisten FSV Bischofsheim.

Wir haben im Gespräch mit dem 31-jährigen Offensivakteur nach den Gründen gefragt, weshalb er seine Zelte am Fechenheimer Weg abbricht, um ausgerechnet beim Nachbarverein eine neue Herausforderung zu suchen.

Nach vielen Jahren als Führungsspieler und Kapitän verlassen Sie den FSV Bischofsheim. Was sind die Gründe?„Ich kenne viele Spieler und Leute aus der Führungsriege bei Germania Dörnigheim sehr gut. Sie haben schon jahrelang versucht, mir einen Wechsel schmackhaft zu machen. Jetzt habe ich gesagt: Warum nicht? Es ist wieder mal an der Zeit, etwas auszuprobieren. Bei Germania Dörnigheim tut sich einiges: Neuer Trainer, neue Sportanlage. Der Verein will wieder hoch. Für mich ist das ein sehr reizvoller Tapetenwechsel. Ich freue mich auf das Projekt bei der Germania.“

Was wird aus Ihrer Zeit am Fechenheimer Weg für Sie persönlich hängen bleiben?„Der FSV Bischofsheim ist und bleibt ein toller Verein. Ich habe dort sehr viele nette Menschen kennen gelernt und auch sportlich gute Erfahrungen gesammelt. Zeitweise haben wir in der Gruppenliga Frankfurt Ost den besten Fußball gespielt. Doch viele Spieler aus meiner Generation sind in letzter Zeit weggewechselt beziehungsweise haben aufgehört. Dafür sind jüngere dazu gekommen. Der Verein vollzieht gerade einen kleinen personellen Umbruch und ich wünsche dem FSV dafür nur das Beste. Ich persönlich hatte in Bischofsheim eine schöne Zeit.“

Wie fällt Ihr Fazit der abgelaufenen Gruppenliga-Saison aus?„Leider hat die Saison für uns trotz des Derbysieges gegen den FC Hochstadt ein eher trauriges Ende genommen. Unser Start war aufgrund vieler Ausfälle schwierig, doch dann sind wir durchgestartet und waren auf der Überholspur. In dieser Phase haben wir bewiesen, dass wir in dieser Liga eigentlich unter die ersten drei gehören. In Spielen gegen die Topteams haben wir oft sehr gut ausgesehen. Im Frühjahr folgte ein gnadenloser Absturz, weshalb ich zusammenfassend allenfalls von einer durchwachsenen Saison sprechen möchte.“

Was denken Sie, wie der FSV Bischofsheim sich in Zukunft positionieren wird?„Die Mannschaft wird sicher ein anderes Gesicht erhalten, doch das war auch vor dieser Saison so, als uns wichtige Spieler wie Maximilian Walther oder Emanuel Becker verlassen haben. Beim FSV wird die Jugendarbeit stark gefördert und es werden wieder neue Talente nachrücken. Jonas Gatzka zum Beispiel hat ein unglaubliches Potenzial. Er wird für mich mal einer der besten Spieler im Kreis Hanau sein. Wenn die jungen Spieler in kein Loch fallen, sehe ich den FSV Bischofsheim in der Gruppenliga Frankfurt Ost weiterhin gut aufgestellt. Ich wünsche dem Verein weiterhin viel Erfolg.“

Wie lauten Ihre Ziele mit Germania Dörnigheim? Gruppenliga-Aufstieg?„Das ist natürlich der Wunsch. Germania Dörnigheim hat viele gute Spieler in seinen Reihen und der Verein auch eine entsprechende Historie. Der will man nun gerecht werden und sportlich wieder attraktiver werden. Doch generell befindet sich die Germania noch in der sportlichen Sanierungsphase. Es liegt ein Haufen Arbeit vor uns, die Rückkehr in die Gruppenliga wird sicherlich kein Selbstläufer.“

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