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Positive Entwicklung: Jonas Schneider hat zwar mit der A-Jugend-Bundesligamannschaft der HSG Hanau eine durchwachsene Saison hingelegt, sich aber persönlich gut weiterentwickelt und den Sprung in den Drittliga-Kader geschafft.

Persönliche Entwicklung der Spieler stimmt

Trotz vieler Niederlagen: A-Jugend der HSG Hanau zieht keine allzu negative Bilanz

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Seit mittlerweile neun Jahren spielt ein Handballteam der HSG Hanau in der Bundesliga der A-Junioren, der deutschen Eliteliga dieser Altersklasse. Auch wenn es in dieser Spielzeit mehr Niederlagen als Erfolgserlebnisse gab, möchte Trainer Hannes Geist doch keine allzu negative Bilanz ziehen.

„Die Ergebnisse waren nicht gut, das ist klar“, sagt er zwar, „aber unter dem Strich haben wir eigentlich jeden Spieler weiterentwickelt. Und das ist es doch, worauf es in der Jugend hauptsächlich ankommt.“

Im vergangenen Sommer hatte es in der Mannschaft einen größeren Umbruch gegeben. „Der jüngere Jahrgang war quantitativ leider nicht ganz so stark“, sagt Geist. So kamen fünf Neuzugänge aus anderen Vereinen dazu, die integriert werden mussten. „Das dauerte länger, als wir erhofft hatten“, sagt Geist: „Es griff nicht ein Rädchen ins andere. Und dann blieben Erfolgserlebnisse aus und das Selbstvertrauen ging immer mehr verloren.“

Letzter Platz: Kein einziger Sieg in der Vorrunde

Die Vorrunde beendeten die Hanauer nach neun Spielen sieglos auf dem letzten Platz und auch in der Pokalrunde kamen sie nur langsam in Gang. „Unser größtes Problem war die Chancenverwertung, vor allem in Drucksituationen“, sagt Geist, „wir hatten auch nicht den Killerinstinkt, der unsere Teams in den vorangegangenen Jahren oft ausgezeichnet hatte.“

Über den Jahreswechsel wurde das Team etwas neu zusammengemischt, sieben B-Jugendliche kamen hinzu. Das neue Team, das in der Qualifikation für die nächste Saison zum zehnten Mal in Folge einen Bundesligaplatz für die HSG Hanau erkämpfen soll, sollte sich schon einmal einspielen. Die B-Jugendlichen sorgten für frischen Schwung, gingen unbefangen in die Spiele und auch die Teamhierarchie wurde durch die neuen Spieler verändert. Die Pokalrunde wurde zwar zur Saisonunterbrechung wegen der Coronavirus-Pandemie bei einem ausstehenden Spieltag auf dem vorletzten Platz beendet, aber neben vier Niederlagen gelangen zumindest zwei Siege und drei Unentschieden.

Jugendspieler auf dem Sprung in den Herrenbereich

Mehrere A-Jugend-Spieler des älteren Jahrgangs sind auf einem guten Weg in den Herrenbereich. Rückraumspieler Jonas Schneider wurde bereits fest in den Hanauer Drittligakader integriert, andere wie Torwart Henrik Naß, Til Bachmann, Benjamin Horn und Rico Ruess kamen in der zweiten Männermannschaft zum Einsatz, die als Tabellenführer der Landesliga auf den Aufstieg in die Oberliga hofft. Torwart Philipp Gutknecht und Spielmacher Nicolas Reeg haben ihren Wechsel zur MSG Groß-Umstadt/Habitzheim verkündet, deren Männerteams in der Oberliga und Landesliga spielen.

Insgesamt neun Spieler verlassen die Hanauer A-Jugend aus Altersgründen. Die verbleibenden sieben werden ergänzt durch 13 Spieler aus der eigenen B-Jugend, die in der Oberliga auf Platz acht liegt. Torwart Jan Lars Specht kommt vom A-Junioren-Oberligameister HSG Preagberg. Weitere externe Zugänge können noch nicht verkündet werden.

Ungewissheit wegen Corona-Pandemie

„Wir suchen auch nicht aktiv, nehmen aber gerne Jungs zum Probetraining an“, sagt Geist, der der Situation auch etwas Positives abgewinnt. „So eine Qualifikation kann ein Team auch zusammenschweißen“, sagt er. Das größte Problem ist aktuell die Ungewissheit, wann angesichts der Coronavirus-Pandemie wieder Handball gespielt werden kann. Eine Vorqualifikation für die Bundesliga auf Hessenebene sollte vom 1. bis 3. Mai stattfinden, die Südwest-Qualifikation am 23./24. Mai. Es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Termine halten lassen.

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