Tobias Lehmann (links) und die A-Jugend der HSG Hanau haben verloren. Archivfoto: TAP

Hanau

A-Jugend der HSG Hanau kassiert bittere Pleite

Handball. Das hat sich die A-Jugend der HSG Hanau sicherlich anders vorgestellt: Der Favorit verlor bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit 26:29.

Von Katja Vügten

Trainer Dr. Frantisek Fabian hatte seine A-Jugendlichen der HSG Hanau im Vorfeld des Bundesliga-Derbys noch gewarnt: „Die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden ist besser, als der Tabellenplatz aussagt.“Und tatsächlich wurde der Tabellenvorletzte der Staffel Ost zur Stolperfalle für die Grimmstädter, die mit einer enttäuschenden 26:29-Niederlage die Heimfahrt antraten.

Derby hat eigene GesetzeNach dem Sieg über TV Gelnhausen hatten die Hanauer Talente im Derby gegen Wiesbaden nachlegen wollen – um die Vormachtstellung in der Region zu haben und sich vor allem in der vorderen Tabellenhälfte festzusetzen. Als Tabellenfünfter galten sie als Favoriten, allerdings gelten in Derbys bekanntlich eigene Gesetze. Außerdem hatte Wiesbaden viele knappe Niederlage kassiert.

Die Partie begann noch ganz nach dem Geschmack der HSG Hanau, die sich eine 5:2- und 6:3-Führung erkämpfen konnte. Die Wiesbadener ließen sich aber nicht abschütteln, sondern glichen zum 8:8 aus. „In dieser Phase befanden wir uns in doppelter Unterzahl auf dem Feld“, erklärt Hanaus Pressesprecher Geo Lehr.HSG mit Abschlusspech Das Abschlusspech der Gäste nutzte die Heimsieben, um schleunigst umzuschalten und mit schnellem Gegenstoß einfache Tore zu erzielen. Damit warf sie sich in Front, zog vom 11:9 auf 14:9 und 15:10 davon. Die Endphase der ersten Halbzeit gehörte dann wieder den Grimmstädtern, die sich immerhin bis auf 16:14 heranzukämpfen vermochten.

„Feri“ Fabian schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Sein Team übernahm nach Wiederanpfiff die Initiative und schaffte nicht nur den Ausgleich, sondern legte noch zwei Treffer zur 18:16-Führung drauf.Abwehr nicht wach genugEs blieb aber spannend und zunächst auch ausgeglichen (19:19). Mit drei Toren in Folge besorgten die Gastgeber die 22:19-Führung und witterten die große Chance, ihren zweiten Saisonsieg einzufahren. So sehr sich die Hanauer auch bemühten: Sie sollten die Distanz nicht mehr verringern können und mussten sich geschlagen geben.

Die Grimmstädter, die auf Torhüter Can Adanir (1. Herren) sowie Nils Bergau (nach DHB-Lehrgang mit der B-Jugend im Einsatz) verzichten mussten, waren vor allem in der Abwehr nicht wach genug und bekamen Top-Torschütze Strahinja Vucetic nicht in den Griff. Der Rückraumrechte erzielte neun Tore. Hingegen die Landeshauptstädter den Hanauer Johannes von der Au mit einer Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen versuchten.                                                                                                       

HSG Hanau: Alexander Kaun, Fabian Siekierski; Nino Jedinak (1/1), Luca Matschat, Johannes von der Au (6/1), Laurin Lehr (1), Yannick Ahouansou (1), Tobias Lehmann (5/1), Lukas Schmitt (5), Tobias Reinhardt (1), Fabian Yazdi (2), Lendrik Enskat (1), Magnus Hofferbert (3). Siebenmeter: Wiesbaden 3/3 – Hanau 5/3. Zeitstrafen: Wiesbaden 1 – Hanau 3. Zuschauer: 75.

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