Henrik Graichen (weißes Trikot) hat sich in dieser Szene gegen drei Gelnhäuser durchgesetzt, am Ende muss sich die HSG Hanau aber dem Lokalrivalen aus der Barbarossastadt in der A-Jugend-Bundesliga geschlagen geben. Fotos: Adrian

Hanau

A-Jugend-Bundesliga: HSG Hanau unterliegt TV Gelnhausen

Handball. Der TV Gelnhausen hat sich für die 24:26-Hinspielniederlage bei der HSG Hanau revanchiert und das Derby der A-Jugend-Bundesliga gestern Nachmittag gewonnen. Mit dem 25:23-Sieg vor über 150 Zuschauern in der Gelnhäuser Großsporthalle konnten die TVG-Spieler sogar an den Grimmstädtern in der Staffel Ost vorbeiziehen.

Von Katja Vügten

Obwohl die Hanauer Jungs sehr fokussiert und mit viel positiver Energie in das Derby gestartet sind, haben sie sich anfangs schwer getan, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Anders Gelnhausen – der Gastgeber konnte mit schnellem Spiel viele einfache Tore erzielen und dominierte vor allem dank seiner gut funktionierenden Ersten und Zweiten Welle. „Uns unterliefen einige technische Fehler, außerdem gab es anfangs Abstimmungsprobleme“, stellte Hanaus Trainer Dominik Scholz, der gestern Nachmittag gemeinsam mit Sportkoordinator Jörn Winter die Mannschaft betreute, fest.

Nach 0:3-, 2:5- und 3:7-Rückstand kamen die Hanauer aber mehr und mehr in Fahrt. In der Abwehr wurde konsequenter zugepackt und vorne gab es einige Treffer zu bejubeln (11:8, 12:9). Zur Halbzeit sahen sich die Gäste dann nur noch mit 12:13 Toren in Rückstand – das ließ für die zweiten 30 Minuten hoffen.

Duell auf AugenhöheIn der 39. Minute war es dann geschafft: Die HSG Hanau zog mit Gelnhausen gleich (16:16) und ging danach sogar durch Fabian Yazdi erstmals in Führung. Es blieb aber – wie erwartet – ein Duell auf Augenhöhe (20:20). Schließlich lagen die Vorteile wieder bei den Gastgebern, die ihre Chancen konsequenter nutzten und auf 24:21 davonzogen. Hanau leistete sich in dieser Phase ein paar Fehlwürfe, konnte im Schlussspurt den Anschluss aber wieder herstellen (24:23).

Gelnhausen nahm eine Auszeit, um sich für die verbleibenden 40 Sekunden zu wappnen. Die Barbarossastädter konnten sich noch einmal durch die Hanauer Abwehr tanken und per Siebenmeter den 25:23-Sieg perfekt machen. „Wir hatten es selbst in der Hand, es aber in den entscheidenden Phasen versäumt, uns abzusetzen“, stellte auch HSG-Pressesprecher Geo Lehr fest.

Der in diesem Spiel wieder einmal überragende Hanauer Torhüter Can Adanir leistete sich am Ende der Partie einen Aussetzer. Er soll die Schiedsrichter in den Schlussminuten beleidigt haben und kassierte dafür die blaue Karte, was einen Bericht nach sich ziehen wird.

HSG Hanau: Can Adanir, Fabian Tomm; Raffael Pogadl (1), Henrik Graichen (4), Tim Scheuch (3), Laurin Müller, Benjamin Horn, Dennis Daschewski (1), Tarek Marschall (11/3), Jonas Schneider, Fabian Yazdi (2), Leo Fornoff, Lukas Schmitt (1), Leon GötzSiebenmeter: TVG 6/4 – HSG 4/3Zeitstrafen: TVG 2 – HSG 4Blaue Karte (Disqualifikation mit Bericht): Can Adanir (60. Min.)Schiedsrichter: Erkan Günay / Simon KrebsZuschauer: 155

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