Viermal hat Leon Götz (am Ball) gegen den HSC 2000 Coburg getroffen. Beim 23:23 zeigte die HSG Hanau aber eine schwache Vorstellung. Foto: TAP

Handball

A-Jugend-Bundesliga: HSG Hanau nur mit Remi gegen Schlusslicht

Handball. Der HSC 2000 Coburg liegt den Hanauer A-Jugendlichen einfach nicht: Nach einer blutleeren Vorstellung wurde dem Schlusslicht der Bundesliga Staffel Mitte angesichts des 23:23-Unentschiedens (11:9) der erste Punktgewinn der Saison 2018/19 beschert.

Von Katja Vügten

„Unsere Leistung war einfach enttäuschend. Darüber wird zu reden sein“, kündigte Hanaus Trainer Hannes Geist nach dem Abpfiff der Partie in der Doorner Halle an. Seine Mannschaft sei in keiner Phase auch nur ansatzweise ins Spiel gekommen. Sie habe – bis auf die letzten zehn Minuten – ohne Emotionen gespielt und insbesondere den Angriff schlecht gestaltet. Einziger Lichtblick: Die Abwehr mit einem starken Keeper Fabian Tomm dahinter stand sicher und ließ eben nur die 23 Gegentore zu.

Taktisch cleveres Spiel der Gäste

Dagegen haben die Gäste taktisch diszipliniert das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht. Sie agierten clever und verschleppten das Tempo. „Zweimal wurden wir regelrecht vorgeführt, haben in den entscheidenden Phasen Siebenmeter verworfen“, so Hannes Geist. Er und sein Kollege Dominic Scholz hatten angenommen, dass ihre Mannschaft schon weiter sei. Deshalb müssten, so Geist, auch sie sich als Trainer hinterfragen und nicht nur dieses Spiel, sondern insgesamt die letzten zwei Trainingswochen analysieren, um zu sehen, an welchen Stellschrauben jetzt gedreht werden muss.

„Wir waren auf diesen Gegner vorbereitet und wussten, was er spielt“, so Hannes Geist. Seine Jungs haben freieste Chancen nicht genutzt und keine Big Points gesetzt. Zwischenzeitlich konnte man sich mal mit zwei Toren absetzen (11:9 zur Halbzeit) – mehr war allerdings nicht drin. Coburg zog immer wieder gleich, auch am Ende, als Tarek Marschall für die HSG Hanau vier Minuten vor Schluss zum 23:22 einnetzte. Die Gäste schafften per verwandeltem Siebenmeter den Ausgleich und sicherten diesen bis zum Abpfiff. „Es war ein völlig unnötiger Punktverlust“, so Hannes Geist abschließend.

Hanau: Fabian Tomm, Philipp Gutknecht; Henrik Graichen (1), Jannik Wadel (1), Jonas Schneider (5), Lucas Faust, Benjamin Horn, David Junker (3/3), Tarek Marschall (7/1), Tom Bauch, Julian Fulda (1), Rico Ruess (1), Leon Götz (4), Cedric Schiefer – Siebenmeter: HSG 6/4 – HSC 3/3 – Zeitstrafen: HSG 4 – HSC 3 – Schiedsrichter: Daniel und Simon Adam – Zuschauer: 85.

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