Hochstadts Spielertrainer Marc Außenhof hatte seine Akteure bestens auf den SV Pfaffenhausen eingestellt. Der FCH bezwang den Aufsteiger (Tomo Sinsel, rechts) mit 3:1. Foto: Kalle

RegionHanau

3:1-Sieg: Versöhnlicher Jahresabschluss für FC Hochstadt

Fußball. Der FSV Bischofsheim hat sich mit einem 1:0-Erfolg bei der SG Rosenhöhe Offenbach auf den dritten Platz der Gruppenliga vorgeschoben. Schützenhilfe erhielt der FSV von der SG Marköbel, die mit 2:0 bei Viktoria Nidda siegte. Auch der FC Hochstadt überzeugte: Er gewann mit 3:1 gegen den SV Pfaffenhausen.

Von Frank Schneider

Der FC Hanau 93 überwintert in der Gruppenliga Frankfurt Ost als Spitzenreiter. Dafür musste die Truppe der beiden Trainer Slavisa Dacic und Christoph Prümm gar nichts tun, da der Gegner KV Mühlheim keine Mannschaft zusammenbekam und die Partie somit kampflos für die 93er gewertet wurde.Der bisherige Spitzenreiter JSK Rodgau hatte schon im Vorfeld zugestimmt, das Spiel beim VfR Kesselstadt ins neue Jahr zu verlegen. Soviel Entgegenkommen zeigten die Hanauer mit ihrem Gegner übrigens nicht. „Die Zustimmung zu einer Verlegung wurde uns von Hanau 93 leider verweigert“, berichtete der Mühlheimer Vorsitzende Michael Michalke.

Nur fünf Spiele finden stattDer FSV Bischofsheim schob sich mit einem 1:0-Erfolg bei der SG Rosenhöhe Offenbach auf den dritten Platz vor. Schützenhilfe erhielten die „Frösche“ von der SG Marköbel, die überraschend mit 2:0 bei Viktoria Nidda siegte und damit die fünf Partien andauernde Siegesserie des Büdinger Kreisvertreters beendete. Die SGM stockte ihr Punktekonto auf 24 Zähler auf und geht mit einem Puffer von fünf Zählern auf den ersten Abstiegsplatz in die Winterpause.Einen versöhnlichen Jahresabschluss gab es auch für den FC Hochstadt: Gegen Aufsteiger SV Pfaffenhausen feierte die Außenhof-Elf einen 3:1-Heimsieg. Insgesamt fanden nur fünf Spiele am letzten regulären Spieltag des Jahres statt. Neben den beiden Partien der beiden Spitzenteams wurde auch die Partie VfR Wenings gegen Türk Gücü Hanau angesetzt. Grund war ein Trauerfall im Lager des VfR.

FC Hochstadt – SV Pfaffenhausen 3:1 (1:0)Der Sieg der Gastgeber ging in Ordnung, da die nicht enttäuschenden Pfaffenhäuser im Endeffekt in der Offensive zu harmlos blieben. In der Defensive standen die Gäste gut und versuchten sich auch an einem gepflegten Spielaufbau. Der FCH übernahm die Spielkontrolle, war aber nicht gewillt, ins offene Messer zu laufen. So verlief die Partie im Hochstädter Wald trotz vier Toren recht chancenarm. In der 24. Minute zappelte die Kugel erstmals im Netz.Metin Oymak stand bei einem Eckball völlig frei und wuchtete den Ball per Kopf in die Maschen. Ein naiver Fehler des Aufsteigers, denn Oymaks Kopfballstärke gilt ja keinesfalls als das bestgehütete Geheimnis der Gruppenliga. Kurz nach der Pause stoppte SVP-Kapitän Magnus Brandt Benjamin Schönherr mit einem Foul im Strafraum. Ilker Bicakci ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den fälligen Elfer sicher zum 2:0. In der 58. Minute schien alles klar zu sein, denn Oymak köpfte nach einer Flanke von Hochstadts Spielertrainer Marc Außenhof zum 3:0 ein.Jetzt läutete aber plötzlich der SV Pfaffenhausen eine Drangphase ein. Ein unglückliches Eigentor von Marius Lehr brachte die Gäste heran. Der SVP gab nicht auf, doch Hochstadt ließ nichts mehr anbrennen. In der 87. Minute eine sehr gute Aktion von Gästespieler Marcel Wohl, doch FCH-Keeper Björn Wiegand verhinderte mit einer Faustabwehr das 3:2 und bescherte seinem Team eine entspannte Nachspielzeit.Hochstadt: Wiegand – Lehr, Quantz, Westenburger, Pascarella, Außenhof (78. Bufi), Schönherr, Ljubicic, Becker (69. Gerken), Bicakci, Oymak (82. Karakaya) – Tore: 1:0 Metin Oymak (24.), 2:0 Ilker Bicakci (51./FE), 3:0 Metin Oymak (58.), 3:1 Eigentor Lehr (62.) – Schiedsrichter: Kalka (Riedstadt) – Zuschauer: 110 – Beste Spieler: Westenburger, Pascarella / Brandt, Rützel

SG Rosenhöhe Offenbach – FSV Bischofsheim 0:1 (0:0)Die SG Rosenhöhe zeigte sich im Vergleich zum 0:8 gegen Viktoria Nidda formverbessert und stand in der Defensive besser. Dies änderte aber nichts an der Überlegenheit des FSV Bischofsheim, der mit reichlich Ballbesitz die Partie über weite Strecken im Griff hatte.Allerdings fehlten speziell in der ersten Hälfte der Raudnitzky-Elf etwas der Spielwitz und auch das nötige Tempo für ein druckvolles Spiel. „Wir taten uns schwer, die Abwehrriegel des Gegners zu knacken“, berichtete FSV-Sprecher Klaus Pawlytko. Stefano Amore (6.) und Michael Kohnke (21.) vergaben die besten Möglichkeiten für den Hanauer Kreisvertreter. Folglich ging es torlos in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff war der erste Bischofsheimer Angriff gleich von Erfolg gekrönt.Mimoun Attanin steckte den Ball für Michael Kohnke mit einem „tödlichen Pass“ sehr gut durch und der Bischofsheimer Torjäger behielt frei vor dem Offenbacher Tor die Nerven. Nach dem 0:1 boten sich dem FSV weitere Chancen, es war jetzt die beste Phase im Spiel der Maintaler. Ab der 70. Minute mussten die Gäste allerdings in Unterzahl agieren, da Siegtorschütze Kohnke die Gelb-Rote Karte sah.Das Blatt drohte sich zu wenden, Rosenhöhe verstärkte seine Angriffsbemühungen. Bischofsheim kämpfte jedoch in Unterzahl vorbildlich und brachte mit Glück und Geschick den knappen Vorsprung über die Zeit. Die dickste Kontermöglichkeit des FSV ließ kurz vor Schluss der eingewechselte Hicham Abdessadki aus.Bischofsheim: Öztürk – Sejdovic (62. Köhler), Krasniqui (68. Trajanov), Liuzzo, Uhlein, Attanain, Andrejic, Ercan, Gatzka (81. Abdessadki), Amore, Kohnke – Tor: 0:1 Michael Kohnke (48.) – Schiedsrichter: Schindler (Groß-Umstadt) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für den Bischofsheimer Kohnke (70.) – Zuschauer: 100 – Beste Spieler: Läpple, Curth / Liuzzo, Gatzka

Viktoria Nidda – SG Marköbel 0:2 (0:1)Überraschender Auswärtssieg für die SG Marköbel. Aufgrund guter Torchancen war der Erfolg an der Niddaer Gänsweid gar nicht mal unverdient, wie auch Viktoria Coach Stephan Belter anerkannte. „Das war eine kämpferisch gute und sehr kompakte Leistung des gesamten Teams. Der Sieg freut mich insbesondere, weil wir schon gegen die beiden anderen Favoriten Hanau 93 und JSK Rodgau starke Spiele abgeliefert haben, aber dort nicht mit Punkten belohnt worden sind“, resümierte ein zufriedener SGM-Coach Wolfram Rohleder.Michael Heere hatte in der zehnten Minute die erste Möglichkeit für die Gäste auf dem Fuß. Nach einer Ecke war es Benjamin Marx, der aus dem Gewühl heraus aus acht Metern zum 0:1 (33.). Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte Nidda fortan die Hammersbacher gehörig unter Druck. In der 47. Minute scheiterte Michael Meinzer bei einem Kopfball an SG-Keeper Felix Sticher. Drei Minuten später war es Sven Diedrich, der mit einem 20-Meter-Schuss an Sticher scheiterte.In der 52. Minute strich ein Kopfball von Marcel Schwalm, knapp über das Marköbeler Tor. Einer der besten Gästespieler, Keeper Sticher, entschärfte nach Flanke von Michel einen Kopfball von Jannik Jung bravourös (67.). Sechs Minuten später verpasste erneut Jung, nach Hereingabe von Michel, den Ausgleich ganz knapp. Dann gelang der SGM die Vorentscheidung. Nach einer weiten Flanke des Ex-Niddaer Leon Völke war Michael Kuhl mit dem Kopf zur Stelle und versenkte das Leder zum 0:2 im langen Eck (77.).Marköbel: Sticher – Naumann, Vetchel, Schwarzer, Karges, Marx, Kuhl, Topitsch (65. L. Völke), Heere (46. M. Völke), Nacci, Hummel – Tore: 0:1Benjamin Marx (33.), 0:2 Michael Kuhl (77.) – Schiedsrichter: Herbert (Nüsttal) – Zuschauer: 150 – Beste Spieler: Heck, Schwalm / geschlossene Mannschaftsleistung

Die restlichen Spiele:Germania Klein-Krotzenburg – SV Somborn 4:3 (2:1)Tore: 1:0 Sebastian Schuschkleb (16.), 2:0 Oguz Biricik(32.), 2:1 Julien Nolde (37.), 2:2 und 2:3 Marcel Wütscher (50./57.), 3:3 Oguz Biricik (59./FE), 4:3 Mirko Zakarija (84.) – Schiedsrichter: Lang (Neu-Anspach) – Zuschauer: 95 – Beste Spieler: Tomic, Biricik / Nolde, Schultheis

FC Dietzenbach – Sportfr. Seligenstadt II 2:1 (2:1)Tore: 1:0 Janis Wagner (4.), 1:1 Marius Bauer (28.), 2:1 Ismail Amallah (32./FE) – Schiedsrichter: Malki (Wiesbaden) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Seligenstadts Pfister (89.) – Zuschauer: 40 – Beste Spieler: Pentz, Amallah / Bauer, Eyrich

Das könnte Sie auch interessieren