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Handball: HSG Hanau steht vor Derby gegen Rodgau Nieder-Roden

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Von: Robert Giese

Derby bereits am vierten Spieltag in der 3. Handballliga der Männer für die HSG Hanau um Jan-Eric Ritter (am Ball).
Derby bereits am vierten Spieltag in der 3. Handballliga der Männer für die HSG Hanau um Jan-Eric Ritter (am Ball). © SCHEIBER

Die Vorfreude auf das Drittliga-Prestigeduell mit Rodgau ist groß bei HSG Hanau-Trainer Hannes Geist. Er sieht den Gegner allerdings als leichten Favoriten.

Hanau – Schon früh in der Saison gibt es für die Handball-Fans der Region ein echtes Highlight, denn am Samstag treffen ab 19.30 Uhr die HSG Hanau und die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Süd-West-Staffel der 3. Liga aufeinander. Die Duelle der beiden Lokalrivalen, die in dieser Spielzeit einige Gemeinsamkeiten aufweisen, erschütterten in der Vergangenheit die Main-Kinzig-Halle regelmäßig in ihren Grundfesten – und auch dieses Mal erwarten die Hanauer ein ebenso spannendes wie emotionales Drittliga-Derby.

HSG Hanau: Beide Teams verarbeiten Umbruch

Obwohl beide Teams einen personellen Umbruch verkraften mussten, sind sie gut in die neue Saison gestartet: Hanau ist noch ungeschlagen und hat nach dem 24:24 bei der HG Saarlouis am vergangenen Wochenende erst einen Punktverlust zu verzeichnen, die „Baggerseepiraten“ feierten derweil zwei überzeugende Heimsiege, leisteten sich zwischendurch aber eine überraschende Niederlage in Hochdorf.

Prunkstück beider Mannschaften ist die Defensive, denn sowohl das Team von Jan Redmann als auch die Grimmstädter haben es den Gegnern bisher sehr schwer gemacht, Tore zu erzielen. Mit lediglich 57 Gegentoren stellen die Nieder-Rodener die beste Abwehr der gesamten Staffel – noch vor dem Team aus Hanau.

Für Hannes Geist, den Trainer der Hanauer, kommt dieser Wert nicht überraschend: „Sie verfügen über eine sehr ballorientierte, aktive Abwehrarbeit und halten den Gegner gut vom eigenen Tor weg. Das wird sehr herausfordernd für uns.“ Der HSG-Coach warnt auch vorm Rodgauer Schlussmann Marco Rhein, der zuletzt überragte: „Wenn wir uns Chancen erarbeiten, müssen wir diese auch konsequent nutzen.“

HSG Hanau-Trainer: Rodgauer Offensive schwer auszurechnen

Auch wenn Nieder-Rodens Trainer Jan Redmann seit Sommer auf Schlüsselspieler wie Philippe Kohlstrung, Timo Kaiser oder Michael Weidinger verzichten muss: „Ihre wichtige Rückraumachse mit Johannes von der Au, Ketil Horn und Henning Schopper ist erhalten geblieben“, weiß Geist, „außerdem haben sie sich in der Breite weiter verstärkt.“

Das führe dazu, dass die Offensive der „Baggerseepiraten“ in dieser Saison mit vielen unterschiedlichen Spielertypen aufwarten könne, was es schwierig mache, sich auf den Gegner einzustellen.

Für die bisher so stabile Abwehr der Grimmstädter stelle das eine „extreme Herausforderung“ dar. Einstellen müssen sich die Hanauer dabei auf eine gute Kreiskooperation und „darauf, dass sie versuchen werden, in die Nahwurfzone zu kommen“. Das will Hanau allerdings so gut wie möglich unterbinden, um zum Gegenangriff überzugehen: „Das Umschalt- und Tempospiel ist eine unserer Stärken. Um das auszuspielen, müssen wir gut verteidigen. Wir benötigen dafür neben Fokus und Kreativität auch Mut“, fordert Geist.

HSG Hanau-Coach: „In meinen Augen beim Umbruch einen Schritt weiter als wir“

Seine Spieler hätten den ersten Punktverlust – in Saarlouis fiel der Ausgleich in den Schlusssekunden – mittlerweile gut verdaut und würden sich intensiv auf das Derby vorbereiten. „Wir haben das Spiel aufgearbeitet und wissen, woran wir noch feilen müssen. Aber wir nehmen auch viele gute Sachen mit, denn wir sind zum Beispiel mental sehr stabil geblieben“, sagt der HSG-Coach.

Die Vorfreude auf das prestigeträchtige Duell ist gewaltig: „Wir freuen uns auf ein würdiges Fest und spannende 60 Minuten vor vielen Fans, die die Spieler auf schöne und faire Art anfeuern“, sagt Geist. Den Lokalrivalen sieht der HSG-Coach dabei minimal im Vorteil: „In meinen Augen sind sie beim Umbruch schon einen Schritt weiter als wir und deshalb leichter Favorit.“ (Robert Giese)

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