Trotz einiger Ausfälle will der FC Erlensee mit Pascal Hamann (links) alles geben. Archivfoto: Patrick Scheiber

Fußball

Verbandsliga: Noch mehr Ausfälle beim FC Erlensee

Fußball. Für den vom Verletzungspech verfolgten FC Erlensee gibt es keine Erholungspause. In der zweiten englischen Woche hintereinander tritt das Team von Tobias Heilmann am Donnerstag (Tag der deutschen Einheit) um 15 Uhr beim VfB Ginsheim II an. Und erneut ist der FCE-Coach zum Improvisieren gezwungen.

Von Gert BechertDie lange Ausfallliste ist eher noch länger geworden. Neun Akteure stehen Heilmann nicht zur Verfügung. Während andere Trainer SOS funken würden, nimmt es der erst 32 Jahre alte Übungsleiter mit einer stoischen Gelassenheit zur Kenntnis. Immer wieder zaubert er Talente aus dem Hut, die sofort einschlagen. Im letzten Heimspiel gegen JSK Rodgau war es A-Juniorenspieler Vincent Köhler. Auch in Ginsheim spielt Heilmann mit dem Gedanken, sich eine Anleihe aus dem großen Talentpool der A-Junioren zu holen. Am Dienstag trainierten einige bei den Senioren mit.

Heilmann will sich erst ein Bild über den Fitnessstand einiger angeschlagener Spieler verschaffen, bevor er entscheidet. Dies trifft insbesondere auf Julian Braun zu, der wegen muskulärer Probleme zuletzt gegen den SC 1960 Hanau ausgewechselt wurde. Aus Vorsichtsgründen, wie Heilmann betont. Der für ihn gekommene Mike Zerr musste bereits nach zehn Minuten wieder den Platz verlassen. Befund: Zerrung. Für ihn kam Torben Becker. „Zerr fällt definitiv aus und erhöht unser Lazarett auf neun“, sagt Heilmann. Trotzdem fährt er zuversichtlich zum Aufsteiger. „Wir betreiben nicht den großen Aufwand, um im Vorfeld mit einem Punkt zufrieden zu sein, natürlich wollen wir gewinnen.“ 

Schwerer als angenommen

Allerdings könnte sich das Unterfangen schwerer gestalten, als angenommen. Heilmann weist daraufhin, dass die erste Mannschaft des VfB Ginsheim bereits mittwochs in der Hessenliga gegen den FV Bad Vilbel antritt und eventuell einige Spieler tags darauf in der Zweiten spielen werden. „Das haben sie bereits beim 4:3 gegen die JSK Rodgau praktiziert“, berichtet Heilmann. Da überwiegend Vertragsamateure im Erstmannschaftskader des Hessenligisten stehen, gilt für sie eine Sonderregelung, wie Heilmann betont.

Nach der unglücklichen ersten Saisonniederlage beim SC 1960 Hanau gilt sein Hauptaugenmerk der eigenen Mannschaft. Ob das 0:1 Spuren hinterlassen hat, wollte er nicht ausschließen. „Das werden wir am Donnerstag sehen“, hofft er auf ein im Abschluss kaltschnäuzigeres eigenes Team. 

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