Haben intensive Spiele vor und hinter sich: Ilker Bikakci (links) und der SC 1960 Hanau sind morgen beim FFV Frankfurt und am Sonntag in Großkrotzenburg gefordert. Der Sieg über Erlensee (Alexander Schunck, rechts) am vergangenen Wochenende war bereits ein Kraftakt. Archivfoto: TAP

Fußball

Verbandsliga HSC 1960 will die Auswärtsbilanz aufbessern

Fußball. Zweimal muss der SC 1960 Hanau in der Verbandsliga noch ran, ehe es für das Team von Trainer Savas Erinc wieder eine Verschnaufpause gibt. Am morgigen Donnerstag (Anpfiff 15 Uhr) geht es gegen die Sportfreunde 04 Frankfurt, am Sonntag wartet Germania Großkrotzenburg zum Abschluss der englischen Wochen.

Von Michael Bellack„Es ist gut, dass wir danach erstmal spielfrei haben“, findet Erinc. Nach dem 120-minütigen Pokalkrimi gegen den FC Hanau 93 (4:3 n.V.) und dem laufintensiven Spiel gegen Erlensee (1:0) seien die „Batterien erstmal leer“. Am Montag und Dienstag gab es daher für seine Kicker frei, einzig ein individueller Regenerationslauf wurde vom Trainer angeordnet. „Die Jungs sollen Zeit mit Familie und Freunden verbringen, auch um im Kopf wieder Energie zu tanken.“

Für die Spieler seien die vielen Partien trotz der hohen Belastung eher positiv, findet Erinc: „Die Jungs wollen lieber spielen als trainieren.“ Heute Abend haben die Kicker aber keine Wahl, dann steht das Abschlusstraining an und es wird wieder in den Wettkampfmodus geschaltet. Mit den Sportfreunden wartet eine auf dem Papier leichte Aufgabe auf die Hanauer.

Mit acht Punkten nach acht Spielen finden sich die Frankfurter auf den Abstiegsrängen wieder. Nur neun erzielte Tore bedeuten zudem die schlechteste Offensive der Liga. Erinc lässt sich davon aber nicht beeinflussen. „Der Gegner muss gewinnen, daher wird es umso schwieriger. Der Gegner wird bis zur 90. Minute alles geben“, sagt der Trainer. Das gleiche verlange er demnach auch von seinem Team. In den vermeintlich einfachen Spielen sei vieles Kopfsache.

Noch in der Entwicklungsphase

Fußballerisch befindet sich das Team laut Erinc noch in der Entwicklungsphase. Und das trotz 20 Punkten nach neun Spielen. „Wir haben in jedem Spiel noch kritische Phasen, die wir überstehen müssen“, sagt Erinc, der mit den letzten Auftritten aber zufrieden sein kann. Insbesondere der Pokalerfolg im prestigeträchtigen Duell gegen Nachbar Hanau 93 sorgt für Zufriedenheit im Lager des HSC.

Das liegt auch an der konzentrierten Trainingsarbeit. „Immer wieder sehe ich im Spiel Passagen, die wir so im Training eingeübt haben“, sagt Erinc zufrieden. Und auch die personelle Lage stimmt den Trainer zuversichtlich. Mit Aret Demir (Rotsperre) fehlt der bisher überragende Mann und beste Torschütze zwar noch gegen Frankfurt, am Sonntag darf er aber wieder auflaufen. Melih Gültekin und Markus Hofmeier stehen bereits morgen wieder zur Verfügung. Ob beide schon eine Alternative für die Startelf sein werden, lässt Erinc offen. „Die Jungs haben das gut gemacht. Es wird schwer für die Urlauber und die, die nicht da waren.“ Wer die Fahrt nach Frankfurt mit antreten wird und wer zuhause bleiben muss, wird Erinc erst nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Die Partie gegen die „Speuzer“ ist der Auftakt zu einer Serie von drei Auswärtsspielen. Mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage ist die bisherige Bilanz in der Fremde durchaus ausbaufähig. „Wir sind eher heimstark, können aber auch auswärts punkten“, sagt Erinc, der daher keine großen Unterschiede sieht. Das liegt auch an den Unterstützern der Hanauer. „Unsere Fans sind auch auswärts immer dabei und werden uns unterstützen. Von daher bin ich guter Dinge“, so Erinc.

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