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Deutsche Sport-Welt reagiert auf Ukraine-Krieg: „Versagen der Weltpolitik“ - Schalke 04 zieht Konsequenzen

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Von: Marius Epp

Der Ukraine-Konflikt ist eskaliert - auch der Sport ist betroffen. Wir fassen die wichtigsten Reaktionen aus der deutschen Sport-Welt zusammen.

Kiew - Es herrscht wieder Krieg in Europa. Russische Truppen sind in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in die Ukraine einmarschiert*, Putin will das Nachbarland einnehmen. Erste große Konsequenz für den Sport: Das Champions-League-Finale wird nicht wie geplant in St. Petersburg stattfinden.

Konsequenzen zieht auch Schalke 04. Der Zweitligist wird ab sofort nicht mehr mit dem Trikot-Schriftzug des russischen Hauptsponsors Gazprom auflaufen. „Mit Blick auf die Ereignisse, Entwicklung und Zuspitzung der vergangenen Tage hat sich der FC Schalke 04 dazu entschieden, den Schriftzug seines Hauptsponsors – ‚GAZPROM‘ – von den Trikots zu nehmen“, teilte der Verein am Donnerstag mit. Stattdessen wird „Schalke 04“ auf der Brust der Königsblauen stehen.

Ukraine-Konlikt: Schalke 04 distanziert sich von russischem Hauptsponsor

Außerdem verließ Gazprom-Vertreter Matthias Warnig mit sofortiger Wirkung den Aufsichtsrat der Knappen. Der gebürtige Lausitzer ist CEO der Nord Stream 2 AG und gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Mineralkonzern gehört zu 50 Prozent dem russischen Staat.

Sponsor Gazprom wird vorerst nicht mehr auf dem Trikot von Schalke 04 zu sehen sein.
Sponsor Gazprom wird vorerst nicht mehr auf dem Trikot von Schalke 04 zu sehen sein. © Teresa Kröger/imago

Aus der Bundesliga gibt es Reaktionen verbaler Natur auf den Ukraine-Konflikt. Köln-Trainer Steffen Baumgart äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Greuther Fürth am Samstag zum Krieg. Für ihn ist der Angriff von Russland auf die Ukraine ein „Versagen der Weltpolitik“. Am Ende würden „die Kleinen verlieren und die Großen diskutieren“. Er hoffe, „dass wir in diesem Konflikt klar bleiben und alles hinterfragen“, so Baumgart.

Ukraine-Konflikt: Bundesligisten reagieren

Borussia Dortmund* verfasste ein Statement und teilte es in den sozialen Medien: „Wir sind erschüttert und betroffen, dass auf europäischem Boden ein Krieg ausgebrochen ist. Der BVB verurteilt diesen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht aufs Schärfste! Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine.“

Zahlreiche Bundesligisten wie RB Leipzig, Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der VfL Wolfsburg schlossen sich mit eigenen Mitteilungen an. Auch die DFL veröffentlichte ein Statement und solidarisierte sich mit der Ukraine im Konflikt mit Russland.

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel* kündigte den Boykott des diesjährigen Rennens in der russischen Stadt Sotschi an. Er werde nicht teilnehmen. „Ich bin schockiert über den furchtbaren Einmarsch in die Ukraine“, sagte der Heppenheimer. Auch Mick Schumacher bezeichnete die Ereignisse als „schrecklich“. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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