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Rummenigge entschuldigt sich für Alaba-Abgang vom FC Bayern: „Etwas, was mir leidtut“

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Von: Michael Haug

David Alaba gewinnt nach seinem Abgang vom FC Bayern mit Real Madrid die Champions League. Karl-Heinz Rummenigge entschuldigt sich.

München - Der FC Bayern München musste am vergangenen Samstag zusehen, wie mit David Alaba und Toni Kroos zwei Ex-Spieler die Champions League gewannen, auch wenn sich Kroos im Nachgang mit dem ZDF anlegte. Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti arbeitete ebenfalls an der Säbener Straße. Karl-Heinz Rummenigge, der langjährige Sportvorstand des Rekordmeisters, hat sich nun zu den Erfolgen der Ex-Bayern geäußert.

Rummenigge lobt Ancelotti: „Taktisch gut gespielt“

Rummenigge beglückwünschte die drei bei BILD TV. Ancelotti lobte er ausdrücklich. „Carlo ist ein großartiger Mensch.“ Der Italiener esse gern und trinke gern Rotwein. Man könne mit ihm einen richtig tollen Abend verbringen. „Ich bin eng mit ihm befreundet“, offenbart Rummenigge. Auch seine Leistung im Finale rang ihm Respekt ab: „Er hat das Finale taktisch gut gespielt.“

Eine gewisse Überraschung war dem Lippstädter dennoch anzumerken. „Vor einem Jahr hätten viele mit dem Kopf geschüttelt“ bei der Vorstellung, dass Ancelotti mit Real den Titel hole. Einen bedeutenden Anteil am Königlichen Henkelpott hatte eine Verpflichtung vom FC Bayern.

Rummenigge bezeichnet Alaba als „Boss der Defensive“ und bedauert Abgang

Insbesondere bei Alaba sei der FC Bayern stolz, da er 16 Jahre im Verein gewesen sei, versichert Rummenigge. „Bei David bedauere ich seinen Abgang. Er war der Boss der Defensive, hat ein unglaubliches Jahr unter Hansi Flick mit dem Champions-League-Sieg in Lissabon gespielt. „Man sieht, dass dieser Part bei Bayern fehlt. Das ist etwas, was mir leidtut“, gibt der 66-Jährige zu.

Fotomontage: David Alaba gewinnt nach ihrem Abgang vom FC Bayern mit Real Madrid die Champions League. Karl-Heinz Rummenigge entschuldigt sich.
David Alaba gewinnt nach ihrem Abgang vom FC Bayern mit Real Madrid die Champions League. Karl-Heinz Rummenigge entschuldigt sich. © IMAGO / Sportimage / Sven Simon

Alaba gilt als wertvollster ablösefreier Transfer der Geschichte, Real Madrid soll ihn mit einem Handgeld von 17,7 Millionen Euro nach Chamartín gelockt haben. Geld soll auch bei Toni Kroos eine Rolle gespielt haben.

Rummenigge: Kroos-Verkauf für beide Seiten zufriedenstellend

„Sein Berater hat hohe Forderungen an den FC Bayern gestellt“, erinnert sich Rummenigge an das Jahr 2014, als Kroos für kolportierte 25 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. „Diese hohen Forderungen konnten wir nicht in dem Rahmen erfüllen“, erklärt der Westfale. „Deshalb hat er entschieden, dass er den Verein verlässt.“ Rummenigge erwähnt die fünf Champions-League-Siege von Kroos und bilanziert: „Er hat alles richtig, aber Bayern hat auch nicht alles falsch gemacht.“

Die Ablösesumme bezeichnet er als für die damaligen Verhältnisse „sehr ordentlich“. Beide Seiten können zufrieden sein. Nach viel Lob für die Leistungen und Erfolge des 32-Jährigen kann sich Rummenigge eine kleine Relativierung von Kroos Leistungen nicht verkneifen. „Das ist natürlich auch ein außergewöhnlicher Klub, wo er spielt. Das wird ihn natürlich auch ein Stück unterstützt haben bei seiner Titelsammlung.“

Nach Kroos und Alaba könnte die Geschichte eines weiteren Leistungsträgers beim FC Bayern mit einem Wechsel nach Spanien beendet werden. Robert Lewandowski machte auf der Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft eine klare Ansage zu seiner Zukunft.

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