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Nagelsmann will „Bayern auch nach Ära Lewandowski strahlen lassen“ - Müller witzelt über Medizincheck

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Von: Marcus Giebel

Der FC Bayern muss sich schnell auf die Zeit nach Robert Lewandowski einstellen. Nach dem Abschied des Superstars fallen die Reaktionen gemischt aus.

München - Mit dem Abschied von Robert Lewandowski endet beim FC Bayern eine Ära. In acht Jahren in München hat der Pole nicht nur jede Saison die Meisterschaft gewonnen, sondern in 375 Pflichtspielen auch 344 Tore erzielt. Sechsmal wurde er im roten Dress Bundesliga-Torschützenkönig, zuletzt fünfmal am Stück. Zudem räumte der 33-Jährige dreimal den DFB-Pokal ab, fünfmal den deutschen Supercup und jeweils einmal triumphierte der Familienvater in der Champions League, bei der Klub-WM und im UEFA-Supercup.

Darüber hinaus wurde er 2020 zum Weltfußballer und zu Europas Fußballer des Jahres gekürt, die Weltfußballer-Trophäe ergatterte Lewandowski auch im vergangenen Jahr. Ein ganz Großer verlässt also die Säbener Straße - wenn auch nach einem wochenlangen Wechseltheater, das ihn einige Sympathien kostete.

Lewandowski verlässt den FC Bayern: Klub-Bosse und Stürmer reagieren auf Einigung

Nach seinem letzten Training mit den Teamkollegen am Samstag flog er nach Mallorca, um sich mit seiner Familie zu treffen, ehe sein nächster Weg nach Miami führt, wo sich sein neuer Klub FC Barcelona auf die neue Saison vorbereitet. Von den Fans verabschiedete sich Lewandowski via Instagram-Post.

Nach dem Ende der Transfer-Saga äußern sich einige der Beteiligten sowie prominente Weggefährten von Lewandowski. Wir haben die Reaktionen gesammelt.

Salihamidzic zu Lewandowski-Abgang: „40 bis 50 Scorerpunkte auf mehrere Schultern verteilen“

Oliver Kahn (Vorstandschef FC Bayern): „Was er hier für den FC Bayern geleistet hat, ist mehr als outstanding. Er hat hier alles gewonnen, hat zu den vielen Titeln beigetragen, ist zum Weltfußballer beim FC Bayern München geworden. Durch die Ablöse haben wir natürlich auch die Möglichkeit, weiter zu schauen, was sich noch tut auf dem Transfermarkt.“

Hasan Salihamidzic (Sportvorstand FC Bayern): „So ein Weggang ist für keinen Klub einfach. Er war der beste Stürmer seit Gerd Müller, hat Großes für den FC Bayern geleistet. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Abgang von Lewa kann auch für die anderen Jungs eine Befreiung sein. Diese 40 bis 50 Scorerpunkte, die es zu ersetzen gibt, müssen auf mehrere Schultern verteilt werden.“

Julian Nagelsmann (l.) legt den Arm um Robert Lewandowski und redet auf ihn ein
Erlebten nur ein gemeinsames Jahr in München: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (l.) muss sein Team nun ohne Robert Lewandowski bauen. © IMAGO / Sven Simon

Nagelsmann über Lewandowski-Verlust: „Große Herausforderung und große Chance für alle“

Herbert Hainer (Präsident FC Bayern im BR): „Robert ist ein sehr verdienter Spieler, er hat mit uns alles gewonnen. Wir sind ihm unheimlich dankbar. Wir haben ihm allerdings auch eine Mannschaft an die Seite gestellt, mit der er diese Titel erringen konnte. Insofern sind wir alle froh, dass es so eine Lösung gegeben hat, die uns auch wieder die Mittel gibt, um weiter in die Zukunft der Mannschaft zu investieren.“

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern): „Wenn du einen Stürmer verlierst, der 40 Tore schießt über mehrere Jahre, dann ist das eine große Komponente, die wegbricht. Aber das ist natürlich auch eine große Herausforderung und eine große Chance für alle, trotzdem Bayern München strahlen zu lassen nach der Ära Lewandowski.“

Lewandowski schaut zurück: „Ich hatte eine tolle Zeit in München“

Robert Lewandowski (bei Sky): „Ich werde noch einmal zurückkommen und mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern richtig verabschieden. Ich hatte jetzt auch keine lange Zeit, mich darauf vorzubereiten. Es ging jetzt alles zu schnell, um mich bei allen zu verabschieden. Diese acht Jahre waren besonders und das vergisst man nicht. Ich hatte eine tolle Zeit in München.“

Pini Zahavi (Berater Robert Lewandowski bei Sky): „Am Ende denke ich, dass jeder als Gewinner aus dieser Geschichte hervorgeht. Ich möchte dem FC Bayern und besonders Oliver und Hasan dafür danken, dass sie Roberts Traum von einer neuen Herausforderung in seiner Karriere letztendlich verstanden und respektiert haben. Robert hat es verdient, nach so vielen tollen Jahren und treuen Diensten für den FC Bayern München mit erhobenem Haupt eine neue Herausforderung anzunehmen. Und die Bayern haben finanziell eine sehr gute Entschädigung bekommen. Dieser tolle Verein wird immer einer der größten der Welt bleiben, und ich wünsche ihnen viel Glück und Erfolg für die nächste Saison.“

Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski (v. l.) auf dem Rathausbalkon
Prägendes Trio einer Erfolgs-Ära: Manuel Neuer und Thomas Müller verabschieden Robert Lewandowski (v. l.) schweren Herzens. © IMAGO / Sammy Minkoff

Lewandowski wechselt zum FC Barcelona: Müller hofft augenzwinkernd auf den Medizincheck

Manuel Neuer (Mannschaftskapitän FC Bayern): „Es ist ein schwerer Verlust, das ist klar, man kennt ja die Statistik und was er geleistet hat in den letzten Jahren. Er wird uns fehlen.“

Thomas Müller (Offensivspieler FC Bayern): „Am Ende haben wir das natürlich schon geahnt, dass es vielleicht auch passieren wird. Aber wenn es dann so weit ist, ist es auch für Lewy selbst gar nicht so leicht gewesen. Aber man weiß ja nie: Medizincheck, keine Ahnung. (lacht)

Leon Goretzka (Mittelfeldspieler FC Bayern): „Ich bin froh, dass da jetzt ein Lösung gefunden wurde, die für beide okay ist.“ (mg, sid)

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