Schwerer Monat: Auf Michael Iskra (weißes Trikot im Zweikampf mit Bischofsheims Yannick Schmidt) und den FC Erlensee II warten im Oktober schwierige Aufgaben. Immerhin ist Coach Michael Jung ab 7. Oktober zurück an der Seitenlinie. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisoberliga: Aufsteiger im Duell gegen drei Top-Teams

Fußball. Der FC Erlensee II hat sich in der Kreisoberliga am vergangenen Sonntag mit dem 8:3-Erfolg gegen Safakspor Hanau auf eindrucksvolle Weise etwas Abstand gegenüber den anderen Mannschaften im Tabellenkeller verschafft.

Von David LindenfeldPhilipp Müller aus der U19 und Kristian Skocibusic, der zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft hin und her pendelt, erzielten dabei jeweils vier Treffer und waren somit die Matchwinner beim spektakulären Auswärtssieg bei safakspor Hanau. 

Nun wartet ein schwieriger Oktober auf die Mannschaft von Trainer Michael Jung, der sein Team wegen einer Sperre noch während der nächsten zwei Begegnungen nicht aktiv coachen darf – danach aber zurück an die Seitenlinie kehren wird. „Die meisten Partien im Oktober sind Bonus-Spiele für uns, weil niemand erwartet, dass wir da etwas holen“, sagt Jung mit Blick auf die großen Namen, auf die der FCE dann trifft. 

Kesselstadt (Donnerstag, 15 Uhr), Oberrodenbach, Hochstadt und Oberissigheim lauten die Gegner, von denen drei unter den ersten Fünf stehen. Dazwischen ist der bisher noch sieglose SV Oberdorfelden in Erlensee zu Gast. „Dieses Spiel müssen wir dann unbedingt wieder gewinnen. Dann würden wir den Oktober auf jeden Fall mit 14 Punkten abschließen was auch nicht viel ist, aber okay für den Moment wäre“, rechnet Jung vor. 

Möglichkeit mit Topteams mitzuhalten

Abgehakt hat er die Spiele gegen die Topteams aber noch lange nicht. Schließlich zeigte seine Mannschaft zuletzt gegen Wachenbuchen, Bischofsheim und Niederissigheim, dass sie durchaus mit Teams dieser Kragenweite mithalten kann. Alle drei Begegnungen verloren der FCE nur mit einem Tor Unterschied und erzielte dabei zusammengenommen sieben eigene Treffer. „Wir könnten sechs oder sieben Punkte mehr haben“, sagt Jung, der darauf verweist, dass seine Mannschaft sowohl gegen Niederissigheim als auch gegen Bischofsheim lange führte. Das zeige: „Es ist immer etwas drin für uns.“

Die zwei Siege gegen die direkten Konkurrenten, KSV Langen-Bergheim (3:0) und Safakspor Hanau (8:3), waren für Jung „Pflichtsiege. Das habe ich den Jungs auch so gesagt. Diese Mannschaften mussten wir jetzt erstmal hinter uns lassen.“ Als Aufsteiger sieht der Trainer sein Team derzeit „im Soll“. Die Spiele schaut sich Jung trotz seiner Coaching-Sperre selbstverständlich weiterhin an, ohne aktiv einzugreifen, und arbeitet diese im Trainingsbetrieb unter der Woche auf.

Dabei spielt auch das Defensivverhalten immer wieder eine Rolle. 28 Gegentreffer hat die Mannschaft bisher kassiert. „Das sind fast drei Tore pro Spiel im Schnitt. Das ist brutal und für die Kreisoberliga einfach zu viel“, sagt Jung: „Das müssen wir abstellen.“ Die Defensivschwäche führt der ‧Coach auch darauf zurück, dass es „fast jede Woche eine andere Aufstellung“ gibt, weil immer wieder Spieler aus diversen Gründen fehlen, von der U19 in die zweite Mannschaft rücken oder aus der ersten Mannschaft herunterkommen. Viele Spieler sind noch jung, müssen sich erst an die körperliche Härte in der Kreisoberliga gewöhnen und „zahlen deshalb ab und zu noch Lehrgeld“.

Die Sperre des Trainers

Die Situation, dass Jung zum Saisonstart nicht coachen durfte, sei zudem natürlich nicht förderlich gewesen. Seine Sperre wegen eines Vergehens bei einem Spiel der Alten Herren endet am 7. Oktober. „Ich habe einen Fehler gemacht und stehe da auch dazu“, sagt Jung, der gegen den FC Hochstadt an die Seitenlinie zurückkehren wird. 

„Ich trainiere die Jungs jetzt im vierten Jahr und habe riesigen Spaß, mit jungen Spielern zu arbeiten“, sagt der Trainer, der sich freut, wenn er seiner Mannschaft bei den Spielen bald wieder von außen helfen darf. Jung ist überzeugt davon, dass sich das positiv auf die Leistung auswirken wird: „70 Prozent der Mannschaft kenne ich schon seit drei Jahren, da ist es schon etwas anderes, wenn ich wieder als Trainer dabei sein kann.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema