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Tränenreicher Abschied von Piqué: Müller reagiert mit bewegenden Worten

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Von: Philipp Kuserau

Thomas Müller und Gerard Piqué kennen sich aus zahlreichen Duellen aus der Vergangenheit.
Thomas Müller und Gerard Piqué kennen sich aus zahlreichen Duellen aus der Vergangenheit. © Philippe Ruiz via www.imago-images.de

Gerard Piqué und Thomas Müller standen sich in der Vergangenheit in vielen Duellen als Kontrahenten gegenüber. Zum Karriereende des Katalanen meldete sich daher auch das bayerische Urgestein zu Wort.

München - In Barcelona flossen am vergangenen Wochenende die Tränen. Am Samstag nahmen rund 92.000 Fans im ausverkauften Camp Nou Abschied von einer Vereinslegende. Gerard Piqué hatte nur wenige Tage vor der Partie gegen UD Almeria überraschenderweise sein Karriereende angekündigt. Das Heimspiel am Samstag sollte sein letztes sein für Barca. „Es war ein großartiger Tag. Es ist eine Freude, sich auf diese Weise zu verabschieden“, sagte Piqué nach Spielende in Richtung der Anhänger. Piqué führte die Mannschaft mit Stürmer Robert Lewandowski zum allerletzten Mal als Kapitän auf den Platz.

Nach 84 Minuten wurde er unter Tränen und tosendem Applaus der Fans ausgewechselt. Kaum ein Auge blieb an diesem Abend angesichts des Abschieds einer absoluten Vereinsikone trocken. „Letztendlich besteht eine Karriere aus vielen Jahren, vielen Spielen. (…) Titel sind Zahlen, Metall, aber was bleibt, sind die Erfahrungen. Die Wahrheit ist, dass ich mir ein solches Ende nie erträumt habe. Ich hatte nie daran gedacht, zu gehen. Ich dachte immer: noch ein Jahr. Die Dinge geschehen auf eine bestimmte Weise. Ich war immer sehr ehrlich zu mir selbst. Um zu sehen, ob ich aufhören würde oder nicht. Diese sechs Monate waren sehr schwierig und ich glaube, das hat sich gezeigt. Der heutige Tag war eine Befreiung.“

Piqué bestreitet letztes Spiel seiner Karriere - Thomas Müller sendet Abschiedsgrüße

Zum Abschied kamen nach dem Abpfiff alle Barca-Spieler zusammen und warfen den 35-jährigen Verteidiger mehrmals feierlich in den Abend-Himmel des Camp Nou. Durch den 2:0-Sieg über Almeria kletterten die Katalanen zudem an die Tabellenspitze - die Stimmung war also entsprechend ausgelassen. Allerdings hat Real Madrid am Montag die Möglichkeit, wieder an Barca vorbeizuziehen.

Das Karriereende Piqués nach 14 Jahren im Barca-Dress bewegte die gesamte Fußballwelt. Frühere Teamkollegen wie Sergio Ramos, Andrés Iniesta beglückwünschten den in Barcelona geborenen Piqué zu seiner Laufbahn. Doch auch ehemalige Gegenspieler wie Thomas Müller richteten Abschiedsworte an Piqué. „Du warst immer ein harter Gegner und ein großartiger Sportsmann. Ein Champion und eine Legende unseres Spiels. Danke“, schrieb das Urgestein im Kader des FC Bayern via Twitter in Richtung Piqué. Müller selbst zählt mit seinen 33 Jahren nicht mehr zu den Jüngsten und kam zuletzt in einem Instagram-Video auf sein Karriereende zu sprechen.

Erst in der diesjährigen Gruppenphase trafen Müller und Piqué aufeinander

Müller und Piqué fochten vor allem in der Champions League einige spektakuläre Duelle aus. In den letzten Jahren jedoch meistens mit dem besseren Ausgang für die Münchner. Erst in der diesjährigen Gruppenphase der Königsklasse standen sich beide Klubs gegenüber. Die Katalanen zogen in Hin- und Rückspiel zweimal den Kürzeren und verloren jeweils 0:2 und 0:3.

Auf dem Weg zum Champions-League-Triumph 2020 fügte Bayern dem stolzen Klub aus Barcelona eine der empfindlichsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte zu. Damals gewann die „Schwarze Bestie“, wie Bayern in Spanien teils ehrfürchtig genannt wird, mit 8:2 im Camp Nou. Müller steuerte ebenfalls zwei Treffer bei.

Aktuell fällt Müller verletzt aus (Hüftprobleme) und arbeitet an seiner Rückkehr. Ob er vor Beginn der WM in Katar nochmal für ein Pflichtspiel zum Einsatz kommt, ist noch nicht sicher. Womöglich könnte der Weilheimer jedoch kurz vor der WM sein Comeback geben. (kus)

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