Wieder fit: Torjäger Salvatore Bari (rechts) könnte gegen Türk Gücü Friedberg wieder in die Startaufstellung der 93er rutschen. Archivfoto: TAP

Fußball

Hessenliga: Hanau 93 trifft auf punktgleiche Friedberger

Fußball. Dem FC Hanau 93 bietet sich am morgigen Tag der Deutschen Einheit (15 Uhr, Kastanienallee) die große Gelegenheit, mit einem Sieg gegen Türk Gücü Friedberg den Platz im gesicherten Mittelfeld der Hessenliga zu festigen.

Von Gert Bechert

Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe. Beide Vereine haben bislang 13 Punkte eingefahren, nur aufgrund der etwas besseren Tordifferenz rangiert das Team von Carsten Weber vor den 93ern. 

Der 4:2-Sieg am vergangenen Sonntag beim Mitaufsteiger SV Steinbach war für die 93er Gold wert. „Er sollte der Mannschaft neuen Schwung und neues Selbstvertrauen geben“, schreibt Sprecher Hans Jung in einer Pressemitteilung. Ohne dabei zu versäumen, auf die vielen unnötigen und hochriskanten Ballverluste hinzuweisen. Beim Sieg in Fernwald bügelte Torwart Armend Brao viele Fehler seiner Vorderleute mehrfach aus, in Steinbach standen Pfosten und Latte Pate. „So glücklich wird es nicht immer ausgehen, die anderen Teams sind wesentlich kaltschnäuziger als die beiden Aufsteiger Fernwald und Steinbach“, warnt Jung. 

Warnung des Sportchefs

Alexander Hagikian haut in die gleiche Kerbe. „Türk Gücü ist ein anderes Kaliber als Steinbach, die haben viel Qualität in ihren Reihen“, warnt der Sportchef. Auch wenn mit dem letztjährigen Torschützenkönig Younes Bahssou (16 Tore) ein wichtiger Spieler zum Ligakonkurrenten Viktoria Griesheim wechselte, scheint Türk Gücü nicht geschwächt. Shelby Printemps (4 Tore ) und Erdic Solak (3) haben das Zeug, in die Fußstapfen Bahssous treten zu können.

Davon ist Semih Aydilek, der im Sommer nach Friedberg wechselte, derzeit meilenweit entfernt. Beim 1:1 gegen den SV Neuhof gehörte der Ex-Torjäger des SC 1960 Hanau nicht einmal dem Kader an. Dafür machte ein anderer Spieler aus dem Fußballkreis Hanau bei Türk Furore. Ricardo Marra, vom FC Hochstadt gekommen, eroberte sich schnell einen Stammplatz als rechter Verteidiger und war in sieben von zehn Spielen dabei. Überragender Akteur ist jedoch zweifelsfrei Jonatan Tesfaldet. Der Kapitän, ebenfalls schon in Diensten des HSC, ist das Gehirn der Gäste. 

Verfrühter Einsatz des Abwehrchefs

Beim HFC nahm Abwehrchef Ljubisa Gavric am Dienstag nach überstandener Leistenverletzung wieder das Training auf. Nach dreiwöchiger Pause käme nach den Worten Hagikians ein Einsatz gegen Türk Gücü allerdings verfrüht. Auch Betim Mezimi droht auszufallen. Er zog sich gegen Steinbach eine Überdehnung des Knöchels zu und fehlte beim Dienstagtraining. „Gott sei Dank hat es nichts mit seiner alten Verletzung zu tun“, atmete Hagikian durch. Mezimi hat nach seinem Kreuzbandriss bislang erst Kurzeinsätze absolviert.

Der im Pokal gegen den HSC des Feldes verwiesene Engin Arslan ist weiter gesperrt. Hagikian klärte zudem auf, weshalb Torjäger Salvatore Bari gegen Steinbach zunächst die Bank drückte. „Er war stark erkältet und wurde geschont.“ Ob Bari morgen wieder von Anfang an stürmt, entscheidet Spielertrainer Michael Fink kurzfristig. Im B-Team hat sich Jaouad El Kaddouri mit konstant guten Leistungen für höhere Aufgaben empfohlen. „Er wird seine Chance bekommen“, macht Hagikian dem Youngster Hoffnung. 

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