Kampf und Wille sind gefragt: Türk Gücü Hanau (Turgay Dikmen, links) und die SG Bruchköbel (Tobias Müller) brauchen in der Gruppenliga dringend Punkte, um den Tabellenkeller zu entkommen. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Drei direkte Duelle zwischen Platz elf und 16

Fußball. Abstiegskampf pur heißt es am Donnerstag in der Gruppenliga. Die Mannschaften der Plätze elf bis 16 treffen in direkten Duellen aufeinander, für die SG Bruchköbel, die SG Marköbel und Türk Gücü Hanau zählen daher nur Siege, um sich etwas Luft im Tabellenkeller zu verschaffen.

Von Michael BellackBei der SG Bruchköbel schrillen nach dem 0:3 gegen Schlusslicht Klein-Krotzenburg die Alarmglocken. „Ich bin von der Mannschaft immer noch maßlos enttäuscht“, so Abteilungsleiter Oliver Gust deutlich. „Auch Spieler, die die Möglichkeit hatten, sich zu zeigen, haben überhaupt nicht das umgesetzt, was vom Trainer gefordert wurde.“ Im Heimspiel gegen Tabellennachbarn Sportfreunde Oberau (14.) erwartet Gust eine Reaktion der Mannschaft. „Ich erwarte die nötige Einstellung und das jeder begriffen hat, dass es hier um Abstiegskampf geht.“

Trainer Albert Repp steht laut Gust nicht zur Diskussion. „Hier ist eindeutig die Mannschaft gefordert, die aktuelle Situation möchte ich nicht am Trainer festmachen.“ Zugleich verwies er aber auch auf die bekannten Mechanismen im Fußball. Acht Punkte nach zehn Spielen seien für die SG Bruchköbel einfach zu wenig.

Damit es gegen Oberau mit dem dritten Saisonsieg klappt, müsse im Sturm der Knoten platzen. „Das ist oft zu mutlos, vorne muss man einfach mal draufhalten. Die anderen machen aus drei Chancen drei Tore, wir brauchen fünf bis zehn Chancen für ein Tor“, moniert Gust. In die Pflicht nimmt er aber auch die Defensivakteure.

Beste Abwehr der Liga

Vergangene Saison stellte die SGB mit gerade einmal 25 Gegentoren in 32 Spielen die mit großem Abstand beste Abwehr der Liga. Nun gab es in zehn Spielen bereits 18 Gegentore. „Unter Druck bekommen wir sofort Riesenprobleme. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt Gust.

Das Spiel gegen Oberau sei mal wieder ein Sechs-Punkte-Spiel. Bei einer Niederlage droht die SGB den Anschluss zu verlieren. „Wir brauchen Punkte um den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen zu halten. Dafür müssen wir ein Spiel einfach mal überzeugend zu Ende spielen“, sagt Gust.

Auch vor Türk Gücü Hanau stehen entscheidende Wochen. Mit Bad Orb, Wenings und Klein-Kortzenburg trifft man in den kommenden drei Partien ausschließlich auf Teams, die ebenfalls im Keller stehen. Den Auftakt macht die Partie gegen Bad Orb am morgigen Donnerstag (Anpfiff 15 Uhr). „Wir wollen endlich unseren ersten Heimsieg.

Maximale Ausbeute das Ziel

Letztes Jahr waren wir zuhause eine Macht, da müssen wir einiges nachholen“, sagt Spielertrainer Tim Müller. Er ist sich sicher, dass sein Team aus den kommenden drei Spielen die Maximalausbuete von neun Punkten holt. „Wir gehören nicht da unten hin, dass weiß jeder in dieser Liga“, so Müller.

Mut macht ihm vor allem die bittere 0:1-Pleite in Langen vor acht Tagen. „Wir waren taktisch und spielerisch überlegen, haben mit neun Mann nix zugelassen“, sagt Müller. „Kein Sieg der Welt hätte mich an diesem Tag stolzer gemacht.“ Doch auch er weiß, dass im Fußball Ergebnisse zählen. Und das war in Langen „brutal hart“.

Seit neun Spielen haben die Hanauer mittlerweile nicht mehr gewonnen, vier Unentschieden und fünf Niederlagen gab es nach dem Auftaktsieg gegen die Sportfreunde Seligenstadt. „Die Mannschaft ist im Schnitt um die 23 Jahre alt. Die Spieler müssen diese Erfahrung jetzt machen“, nimmt Müller seine Kicker in Schutz. Vorne fehle derzeit einfach das Glück, hinten herrsche aufgrund der Ergebnisse eine gewisse Verunsicherung. „Jedes Gegentor ist wie ein Schlag in den Nacken. Wir brauchen mal wieder den positiven Effekt einer Führung“, sagt Müller.

Ein kampfbetontes Spiel

Gegen Bad Orb erwartet Müller – wie sollte es im Tabellenkeller anders sein – ein kampfbetontes Spiel. „Es geht nur über 110 Prozent Wille. Die Mannschaft hat die Qualität und die Bereitschaft. Wir sind gut eingestellt“, ist er sich sicher.

Nur drei Punkte mehr auf dem Konto als die Hanauer hat die SG Marköbel auf Rang zwölf. Am Donnerstag sind die Marköbeler beim Tabellennachbarn VfR Wenings zu Gast (11.). Dieser hat bisher drei Zähler mehr gesammelt und zudem ein Spiel weniger absolviert als die SGM. Nach der erwartbaren 1:4-Niederlage gegen Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg treffen die Marköbeler also wieder auf einen Gegner auf Augenhöhe. Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel. Nach der vorerst letzten englischen Woche stehen dann zwei weitere Partien auf dem Programm, in dem Punkte für die SGM Pflicht sind. Zunächst geht es am kommenden Sonntag gegen denn FC Langen, dann kommt es zum Kreis- und Kellerduell mit der SG Bruchköbel.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema