Angespannte finanzielle Lage 

Medienbericht: Wegen Corona?Bundesligist führt revolutionäre Neuerung ein

  • Philipp Kuserau
    vonPhilipp Kuserau
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Aufgrund der klammen finanziellen Lage sieht sich der FC Schalke 04 dazu gezwungen, eine revolutionäre Neuerung einzuführen. Die betrifft vor allem die Spieler.

  • Aufgrund von Schulden und der Corona-Pandemie hat sich die finanzielle Lage beim Bundesligisten FC Schalke 04 weiter zugespitzt. 
  • Deshalb plane man bei den Königsblauen laut einem Medienbericht eine Gehaltsobergrenze einzuführen. 
  • Auch Notverkäufe von Spielern zieht der verschuldete Klub aus dem Pott in Betracht.

Gelsenkirchen - Einem Medienbericht der Süddeutschen Zeitung zufolge plant der Bundesligist FC Schalke 04 als erster Verein überhaupt eine Gehaltsobergrenze für die Profiabteilung einzuführen. 

Laut dem Bericht soll es in Zukunft keinen neuen Vertragsabschluss mehr geben, bei dem eine Marke von rund 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt überschritten wird. Bisher kennt man Gehaltsobergrenzen eher aus den USA, wo in den professionellen Sportligen wie NBA oder NFL eine gewisse Marke nicht überschritten werden darf - anderenfalls muss der jeweilige Klub eine Steuer zahlen. Allerdings bezieht sich diese Grenze in der Regel auf die Gehaltsstruktur des gesamten Kaders und nicht auf einzelne Spieler. 

Gehaltsobergrenze bei Schalke 04 - Klub drücken Schulden im dreistelligen Millionenbereich

In dem Bericht der SZ (Montagsausgabe) heißt es weiter, dass Schalke keine Spieler mehr verpflichten will, die mehr Geld als die genannte Summe verlangten - darauf hätten sich die Klub-Verantwortlichen verbindlich verständigt.

Mit der Selbstbeschränkung reagiert Schalke in erster Linie auf die angespannte wirtschaftliche Situation, schon vor der Coronakrise standen nach dem Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro zu Buche. Nach dem sportlichen Absturz in der Rückrunde mit 16 Spielen in Folge ohne Sieg verpassten die Königsblauen zum dritten Mal in vier Jahren das europäische Geschäft.

Schalke führt Gehaltsobergrenze ein - auch Notverkäufe von Spielern ein Thema

Aufgrund der Finanzsorgen sollen auch Notverkäufe kein Tabuthema sein. Geld würden vor allem Verteidiger Ozan Kabak oder die Mittelfeldspieler Suat Serdar und Weston McKennie bringen. Weitaus schwieriger wird es, für Fehleinkäufe wie Sebastian Rudy, Mark Uth oder Nabil Bentaleb, die derzeit ausgeliehen sind, hohe Ablösesummen zu erzielen.

Aktuell steht zudem Schalke-Boss Clemens Tönnies gehörig unter Druck, da es in seinem Fleischkonzern zu einem Massenausbruch des Coronavirus gekommen sein soll. (SID/kus) 

Rubriklistenbild: © dpa / Michael Sohn

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