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Musiala brilliert dank Brillen-Geheimnis – mit nur „75 Prozent der Geschwindigkeit“

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Von: Christoph Klaucke

Jamal Musiala hat sich beim FC Bayern einen Stammplatz erkämpft. Der Youngster setzt auf seinem Weg nach oben auf eine Spezial-Brille im Training.

München – Jamal Musiala ist von der Bundesliga-Konkurrenz derzeit nicht aufzuhalten. Man könnte meinen, der neue Star des FC Bayern dribbelt in Lichtgeschwindigkeit durch die gegnerischen Abwehrreihen. Wenn man wüsste, auf welche Hilfsmittel der FCB-Youngster zurückgreift, ist dieser Gedanke gar nicht mal so abwegig. Musiala setzt auf eine geheimnisvolle Spezial-Brille.

Jamal Musiala
Geboren: 26. Februar 2003 (Alter 19 Jahre), Stuttgart
Offensives Mittelfeld
Bundesliga-Tore für den FC Bayern: 13 in 58 Spielen (Stand: 11. August 2022)
Vertrag bis: 30.06.2026

Jamal Musiala: FC-Bayern-Youngster trainiert mit Neuroathletik-Coach und Spezial-Brille

Jamal Musiala scheint in dieser Saison im Alter von 19 Jahren endgültig den Durchbruch beim FC Bayern München zu schaffen. Der offensivfreudige Mittelfeldspieler mit atemberaubender Technik stand in den ersten beiden Pflichtspielen in der Startelf und erzielte drei Tore, dabei brach er sogar einen Uralt-Rekord von Vereins-Patron Uli Hoeneß. Für den angestrebten Stammplatz in der umkämpfen Bayern-Offensive überlässt Musiala nichts dem Zufall und schiebt sogar Sonderschichten.

Musiala trainiert regelmäßig mit Neuroathletik-Coach Steffen Tepel. Im Sommer kamen dabei die sogenannten „Shutter-Glasses“ als Hilfsmittel zum Einsatz, berichtet die Sport Bild. Dabei handelt es sich offenbar um eine Brille, die elektronisch gesteuert werden kann und zwischen Hell und Dunkelphasen wechselt. Das besondere daran: „Nach den Übungen mit der Brille hat der Spieler das Gefühl, dass sich der Ball im normalen, richtigen Spiel nur noch mit 75 Prozent der Geschwindigkeit bewegt.“

FC Bayern: Musialas neues Gefühl – Ball bewegt sich nur noch mit „75 Prozent der Geschwindigkeit“

„Mit der Brille gibt es unterschiedliche Hell- und Dunkelphasen, ähnlich wie bei einem Stroboskop-Licht in der Disco. Die Bildrate im Gehirn wird verlangsamt“, erklärt Tepel, mit dem Musiala bereits seit U17-Tagen trainiert. „Der Ball ist nur kurz zu sehen. Es geht um das Training der Antizipation. Der Ball kommt in realer Geschwindigkeit, man sieht ihn aber weniger. Dadurch lernt man, besser damit umzugehen.“ Musiala arbeitete im heimischen Garten und auf dem Bolzplatz an Ballannahme und Abschluss.

Jamal Musiala profitiert vom Training mit einer Spezial-Brille.
Jamal Musiala profitiert vom Training mit einer Spezial-Brille. © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/Imago

„Es ging und geht bei Jamal um das Feintuning und das stetige Verbessern der Bewegungssteuerung“, sagt Tepel. „Die Brille wurde meines Wissens von Nike mit dem Team um Roger Federer entwickelt. Man kann mit dieser Brille nur temporär Bilder in voreingestellten Frequenzen wahrnehmen. So muss das Gehirn arbeiten, um die Bildlücken zu füllen.“ Der fußballerisch überlegene Musiala scheint den Gegnern also auch mithilfe modernster Technik immer einen Schritt voraus zu sein. Dabei hatte Musiala noch im Jahr 2021 „viele schlaflose Nächte“. (ck)

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