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Strahlendes Büdesheim will zur 1200-Jahrfeier attraktiver werden

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Marina und Manfred Geisler wollen mehr Charme und Gemütlichkeit in den Büdesheimer Ortskern bringen. Foto: Erbacher
Marina und Manfred Geisler wollen mehr Charme und Gemütlichkeit in den Büdesheimer Ortskern bringen. Foto: Erbacher

Schöneck. Traditionell erstrahlt Büdesheim zum Laternenfest im bunten Lichterschein, der den Ort seit 66 Jahren in der ganzen Region berühmt gemacht hat. Ein romantischer Anblick – aber was kostet das und ist das überhaupt noch zeitgemäß? Mit Blick auf die steigenden Strompreise ist es lohnenswert, darüber nachzudenken.

Von Ursula ErbacherGenau das haben zwei Büdesheimer Gewerbetreibende gemacht. Die Goldschmiedin Marina Geisler und der Hausverwalter Manfred Geisler fanden zudem den alljährlichen Weihnachtsbaum vorm Rathaus eher mit lieblosen Lichterketten behängt.

Grund genug, um der Gemeinde vorzuschlagen eine moderne und sparsame LED-Lichterkette zu spendieren. Für Geisler war allerdings Bedingung, dass es nur die kostensparenden Varianten mit LED sein sollten. Marina Geisler unterstreicht diesen Gedanken. Kein Wunder, ist sie doch bei den Grünen im Gemeindevorstand aktiv und damit ökologisch achtsam.Ersparnis von über 92 ProzentAufgrund dieser Spende schmücken seit Wochen 1200 Lichter, verlegt mit 200 Metern Kabel den alljährlichen Gemeindeweihnachtsbaum vorm Rathaus. Diese kostengünstige Variante bedeutet bei täglicher Erleuchtung von elf Stunden einen Energieverbrauch von 32 Cent täglich und bei einer Brenndauer von sechs Wochen sind das 13,44 Euro für die Gemeinde.

Davor war mir der alten wesentlich dunkleren Lichterkette ein Strompreis von rund 162 Euro für sechs Wochen angefallen. Das bedeutet eine Ersparnis von über 92 Prozent.Dankesschreiben gehen bei Bürgermeisterin einIm Übrigen sind inzwischen mehrere Dankesschreiben bei der Bürgermeisterin Cornelia Rück eingegangen, ob des so wunderschön beleuchteten Baumes. Das war der Startschuss und vielleicht auch Ansporn für andere, um über weitere ganzjährige und besondere Beleuchtungsmöglichkeiten im Ort nachzudenken.

Insbesondere unter dem Aspekt des Energiesparens wollen die Geislers ortsansässige Privatleute und Unternehmer anregen, die Gemeinde auf diese Weise zu unterstützen und energiesparende Lichterketten zu spenden. Geisler verspricht sich so auch eine belebtere Ortsdurchfahrt.„Lieblos und unattraktiv“Er klagt: „Der Ort wirkt lieblos und unattraktiv. Wir sollten sehen, dass wir in der Region mehr Beachtung finden, damit die Infrastruktur lebendig bleibt oder wieder interessanter wird.“

Auch im Hinblick auf die 1200-Jahrfeier könnte das ein Gewinn für das Image der Gemeinde sein. In den Nachbargemeinden Oberdorfelden und Kilianstädten haben längst die Bürger und der Gewerbeverein für derartige Zwecke gespendet.Geschenk der Bürger zum 1200-jährigen Bestehen?Dem rührigen Geschäftsmann ist es ein Anliegen, die Gemeinde lebendig zu erhalten. Seit Jahren betreibt er ehrenamtlich historische Forschung und ist ehrenamtlich aktiv beteiligt an der Festschrift für die 1200-Jahrfeier. Auch im Gemeindebuch hat er einige Ergebnisse seiner Forschungen niedergeschrieben.

Geisler sagt: „Wir Bürger könnten doch der Gemeinde ein Geschenk zum 1200-jährigen Bestehen machen, indem wir den Ort mehr und mehr erstrahlen lassen.“ Bedenkt man, dass beispielsweise beim Laternenfest mehr Glühlampen notwendig sind, ist das sicher eine erhebliche Kostenersparnis für die Gemeinde und die Romantik kommt dabei ganz und gar nicht zu kurz.

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