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Schulweg nach Niederdorfelden soll „verbreitert“ werden

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Ist der Radweg als Schulweg zu schmal? Der Beigeordnete André Collas (Mitte) diskutiert mit einem Bürger und Ortsvorsteher Sascha Brey (links) über die Bepflanzung (rechts) und die Breite der Hecke (links).
Ist der Radweg als Schulweg zu schmal? Der Beigeordnete André Collas (Mitte) diskutiert mit einem Bürger und Ortsvorsteher Sascha Brey (links) über die Bepflanzung (rechts) und die Breite der Hecke (links). © Jürgen W. Niehoff

Zu einer Ortsbegehung hat sich der Ortsbeirat Oberdorfelden am Montagabend getroffen. Ziel war der Schulweg auf der Falltorstraße Richtung Niederdorfelden.

Schöneck – Bei einem Treffen der Grünen mit der Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) unter dem Motto „Was wünschen sich Oberdorfelder Bürger für ihren Ort?“ war auch der Schulweg entlang der Falltorstraße nach Niederdorfelden angesprochen worden. Der Fahrradweg müsse dringend saniert werden. Hubbel auf dem Weg, gerissene Asphaltdecke und teilweise zugewachsene Ränder – da müsse unbedingt etwas geschehen, so zusammengefasst die Auffassung an jenem Abend.

Anlieger der Odenwaldstraße haben Bedenken wegen geplanten Gartencafés

Deshalb hat sich der Ortsbeirat der Angelegenheit angenommen und wollte mittels einer Ortsbegehung ergründen, wie dringend und wie schwer die an dem Abend vorgetragenen Mängel sind. Doch bevor Ortsvorsteher Sascha Brey (CDU) am Montagabend den Startschuss zu der Begehung geben konnte, meldete sich ein Oberdorfelder Bürger zu Wort.

Er sei Anlieger der Odenwaldstraße und habe mit Befremden erfahren müssen, dass in seiner Straße ein Gartencafé geöffnet werden soll, das auf seiner Homepage im Internet mit einem geeigneten Platz für kleinere und größere Veranstaltungen geworben hatte. „Inzwischen hat man die Werbung einen Zahn zurückgedreht und redet nur noch von einem gemütlichen Gartencafé. Doch wer hat das genehmigt?“, wollte er wissen. Im Rathaus habe er nur die Auskunft erhalten, dass man lediglich eine Schankerlaubnis erteilt, nicht aber das Café genehmigt habe. Das sei Sache der Kreisbaubehörde. Auch da will er sich, der mittlerweile zirka 15 Anwohner der Odenwaldstraße hinter sich weiß, erkundigt haben. Bisher habe er jedoch immer die gleichen Antworten erhalten: „Wir sind nicht zuständig“ oder „Es wird noch geprüft“.

Gemeindevorstand soll die Sache jetzt klären

„Wir haben nichts gegen Familienausflüge, möchten aber verhindern, dass auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Gelände gewerbsmäßige Großveranstaltungen stattfinden“, so der Anwohner. Dafür sei die Odenwaldstraße nicht ausgelegt.

Immerhin sei wegen der Prüfungen die offizielle Eröffnung des Cafés bislang hinausgezögert worden. Nach kurzer Diskussion mit dem Ersten Beigeordneten André Collas (CDU) und dessen Hinweis, dass noch nichts entscheiden sei, wurde schließlich vom Ortsbeirat beschlossen, den Gemeindevorstand um Klärung zu bitten.

Handlungsbedarf beim Radweg an der Falltorstraße

Schnellen Handlungsbedarf sieht der Ortsbeirat hingegen im Hinblick auf den Radweg an der Falltorstraße in Richtung Niederdorfelden. Vor allem weil er etwa 40 bis 50 Kindern aus Oberdorfelden täglich als Schulweg zur Struwwelpeterschule in Niederdorfelden dient. Bemängelt durch den Ortsbeirat wurden dabei zwei größere Hubbel und mehrere Risse in der Fahrbahn. Auch seien die Hecken und die Salbeibepflanzung schon zu weit in den Fahrweg hineingewachsen, um gefahrenlosen Begegnungsverkehr zu ermöglichen.

Der Gemeindevorstand soll deshalb nicht nur den Rückschnitt veranlassen, sondern auch prüfen, inwieweit der Fahrweg durch einfache Säuberung wieder verbreitert werden könne. Auch sollten die vertrockneten und deshalb auch abgestorbenen Bäume entfernt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch über die Zukunft der vier bis fünf Pflanzkübel im Ort beraten. Ursprünglich waren sie von Paten gepflegt worden. Doch diese Zuordnung funktioniert mittlerweile nicht mehr, sodass einige Kübel schon verrottet seien, wie der in der Straße Im Alten Hof. Auf Beschluss des Ortsbeirates soll Elke Gallant sich zunächst ein Bild von allen Pflanzkübeln machen und dem Ortsbeirat schnellstmöglich berichten.

Sitzbänke für das Sportplatzgelände

Die Ortsbegehung endete schließlich am Sportplatzgelände. Dort sollen auf Vorschlag der Verwaltung Sitzbänke aufgestellt werden, die bisher auf dem Grillplatz im Kilianstädter Wald stehen. Der soll aus Sicherheitsgründen aufgelöst werden.

Weil am Eingang zu den Oberdorfelder Sportplätzen auf der rechten Seite freie und vor allem auch ausreichend große Flächen zum Aufstellen von Sitzbänken zur Verfügung stehen, wurde schließlich beschlossen, probeweise drei Sitzbänke und einen Abfalleimer dort aufstellen zu lassen.

Eine vierte Bank soll auf dem freien Gelände neben der Nidderhalle ihren neuen Standort finden. Ausdrücklich ausgeschlossen wurde jedoch die gleichzeitige Anlage einer Feuerstelle, da beim Betrieb erfahrungsgemäß zu viel Müll um die Stelle herum anfalle.

(Jürgen W. Niehoff)

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