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Schöneck: Der Behindertenbeauftragte Heinz-Jürgen Faubel berät wieder persönlich vor Ort

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Von: Mirjam Fritzsche

Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Schöneck, Heinz-Jürgen Faubel, am Eingang zum Büdesheimer Rathaus. Ab dem 27. Juli finden seine persönlichen Sprechstunden wieder statt.
Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Schöneck, Heinz-Jürgen Faubel, am Eingang zum Büdesheimer Rathaus. Ab dem 27. Juli finden seine persönlichen Sprechstunden wieder statt. © Mirjam Fritzsche

Schöneck – Es ist ruhig geworden bei Heinz-Jürgen Faubel in den vergangenen zwei Jahren. Während der zurückliegenden Corona-Monate fanden die Beratungen des Behindertenbeauftragten der Gemeinde Schöneck zwar noch telefonisch statt, doch nur wenige Schönecker griffen zum Hörer. Faubel hofft nun auf mehr Zulauf bei seinen persönlichen Sprechstunden, die ab dem 27. Juli wieder jeden letzten Mittwoch im Monat im Rathaus Büdesheim stattfinden.

Der 70-Jährige engagiert sich ehrenamtlich als Behindertenbeauftragter. „Da mich meine Hobbys nach meiner Pensionierung mental nicht ausgefüllt haben, habe ich mich für die Aufgaben des VdK Hessen-Thüringen und die Arbeit eines Behindertenbeauftragten interessiert“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit seiner Jugend ist der gebürtige Büdesheimer ein begeisterter Hobbyläufer und -radfahrer.

Viel Vorwissen durch berufliche Tätigkeit

Beruflich bringt Faubel viel Fachwissen mit. Bei der Deutschen Rentenversicherung Hessen hat er eine Ausbildung in der gehobenen Beamtenlaufbahn durchlaufen. „Die Schwerpunkte lagen im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung, aber es wurde auch umfangreiches Wissen in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung vermittelt“, erklärt der Behindertenbeauftragte. Nach bestandener Abschlussprüfung bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2012 sei er überwiegend im Bereich der beruflichen Rehabilitation eingesetzt gewesen. In diesem Zusammenhang sei er ab 1994 als Reha-Fachberater tätig gewesen, habe in Reha-Kliniken, Arbeitsagenturen, Berufsförderungswerken und anderen Bildungseinrichtungen behinderte Menschen beraten, die aus gesundheitlichen Gründen eine neue berufliche Perspektive benötigten. „Im Laufe meiner Beratungen habe ich mir auch Kenntnisse im Bereich des Schwerbehindertenrechts, der Pflegeversicherung und des behindertengerechten Umbaus von Arbeitsplätzen und Wohnräumen angeeignet“, erklärt Faubel.

Seine Aufgabe in Schöneck sieht er vor allem darin, Ansprechpartner für alle Anliegen behinderten Menschen in Schöneck zu sein. „Ich informiere und berate und stelle vor Ort eine Anlaufstelle mit Wegweiserfunktion dar, um Ratsuchende an die für sie zuständige Stelle weiterzuleiten“, so Faubel. Er verstehe sich als Lotse.

Wunsche: Plätze für Tagespflege

Viele Menschen würden privat und beruflich durch gesundheitliche Schicksalsschläge aus der Bahn geworfen. Faubel nennt das Beispiel eines Schöneckers, der einen Schlaganfall erlitten hat und dadurch in seinem Sehvermögen beeinträchtigt ist. Als IT-Mitarbeiter einer großen Bank hatte er neben Sorgen um seine Gesundheit auch Angst um den Verlust seines Arbeitsplatzes. „Ich konnte ihn an den Integrationsfachdienst in Frankfurt verweisen, der auch eine spezielle Beratung und Hilfe für sehbehinderte Menschen anbietet“, so Faubel.

Der Behindertenbeauftragte nimmt regelmäßig an den Sitzungen des Seniorenbeirats teil, „denn viele Anliegen älterer Mitbürger und Menschen mit Behinderung sind deckungsgleich“. Als Beispiel nennt er die Absenkung von Bürgersteigen, die sowohl Senioren, Mitbürgern mit Einschränkungen sowie Eltern mit Kinderwagen zugute kommt. Zudem gibt es ein Anliegen, das dem 70-Jährigen besonders am Herzen liegt. „Ich setze mich dafür ein, dass in Schöneck Plätze für die Tagespflege geschaffen werden“, betont Faubel.

Termine im Jahr 2022

Die Termine im Rathaus Büdesheim finden zwischen 17 und 18 Uhr am 27. Juli, 31. August, 28. September, 26. Oktober, 30. November und 21. Dezember statt. Terminvereinbarungen (zum Beispiel für Hausbesuche) und Auskünfte können auch außerhalb der Sprechstunde per Telefon unter Telefon 06187 8982 oder per E-Mail unter der Adresse behindertenberatung-schoeneck@gmx.de erfolgen.

Von Mirjam Fritzsche

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