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Positive Bilanz nach erstem Bewerberabend für Erzieherinnen in der Schönecker Kita Waldwiese

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Leiterin, Erzieherinnen und eine Mitarbeiterin des Personalamtes freuen sich auf neue Kollegen in den fünf Schönecker Kitas.
Leiterin, Erzieherinnen und eine Mitarbeiterin des Personalamtes freuen sich auf neue Kollegen in den fünf Schönecker Kitas. © Christine Fauerbach

Der Immobilienmarkt im Rhein-Main-Gebiet boomt seit Jahren, die Nachfrage nach Bauland, Häusern und Wohnungen ist groß. Viele Gemeinden weisen derzeNeubaugebiete aus. Diese sind vor allem für junge Familien attraktiv. Über viele junge Neubürger sind alle Kommunen erfreut. Ihr Zuzug stellt die Stadtverwaltungen aber auch vor Herausforderungen.

Schöneck – Dazu gehört ein ausreichend großes Angebot an Betreuungsplätzen und Fachkräften. Die Gemeinde Schöneck beschreitet bei der Suche nach Erzieherinnen und Erziehern neue Wege. Am Dienstag hat die Gemeinde erstmals unter dem Motto „Wir suchen Dich!“ zu einem Bewerberabend für Erzieher und pädagogische Fachkräfte eingeladen. Ort der Premiere war die idyllisch gelegene Kindertagesstätte Waldwiese im Stadtteil Kilianstädten.

Fachkräfte für alle fünf Kitas gesucht

Dort betreuen zurzeit 22 Erzieherinnen, drei Auszubildende und drei festangestellte Unterstützungskräfte unter Leitung von Sabine Kilb-Treitz in sechs Gruppen mit 112 Kindern im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Fachkräfte sucht die Gemeinde für alle ihre fünf Kitas, wie Britta Farr und Rainer Volz vom Fachbereich Familie und Kultur berichten.

In den fünf Schönecker Kitas werden momentan fünf Erzieherinnen ausgebildet. Die stellvertretende Fachbereichsleiterin Yvonne Gräser betont, dass ein Vorstellungsgespräch direkt in der Kita viele Vorteile für die Bewerber und die Gemeinde habe. „Die Idee, einen Berwerberabend in der Kita durchzuführen, kam bei den Interessenten gut an. Eine hat sie ausdrücklich gelobt und uns allen hat die Vorbereitung großen Spaß gemacht“, sagt die Personalerin. Die Bewerber könnten sich die Einrichtung unverbindlich ansehen, mit der Leitung und dem Team ins Gespräch kommen.

Konzept des Bewerberabends kommt gut an

„Das Ganze findet auf einer persönlichen Ebene statt. Informationen zum Arbeitsplatz und den Anforderungen gibt es aus erster Hand von der Leiterin und dem Team. Neben der Kitabesichtigung kann bei Wunsch eine Hospitation vereinbart werden“, zählt Gräser auf.

Bereits die ersten beiden Interessentinnen, bei denen es sich um erfahrene Kräfte handelt, waren vom Konzept des Bewerberabends angetan. Und sie freuten sich über die Begrüßung durch Kolleginnen bereits auf der Hälfte der Waldstraße. Die hatte allerdings einen pragmatischen Grund. Auf der Vorderseite des Flyers war aus Versehen statt Hausnummer 16, eine 19 abgedruckt.

Viele interessante Gespräche

Eine der Bewerberinnen berichtete, dass sie den Einladungsflyer bei ihrem Friseur entdeckte und sich spontan entschlossen hat, sich die Kita Waldwiese und das Team anzusehen. Beide erwägen eine Wechsel ihres Arbeitgebers. „Wir bieten allen Bewerbern eine Ausbildung an. In den fünf Schönecker Kitas bilden wir derzeit neun Auszubildende mit Fachabitur aus wie auch eine zweijährige Sozialassistenz“, sagt Yvonne Gräser. Zudem habe die Gemeinde auf ihrer Homepage ein niederschwelliges Bewerber-Angebot erstellt. „Dort brauchen sie nur ein Kontaktformular ausfüllen und haben im besten Fall bereits eine Woche nach ihrer Bewerbung eine Festanstellung.“

Die Bilanz des ersten Bewerberabends beurteilt Gräser positiv: „Wir hätten uns über mehr Interessentinnen gefreut, hatten aber interessante Gespräche. Es zeichnet sich bisher eine Festanstellung ab.“ Rainer Volz fügt hinzu: „Aufgrund der Lage am Arbeitsmarkt haben die Bewerber eine große Auswahl. In den Gesprächen müssen sich heute die Arbeitgeber präsentieren.“ Seit Corona sei die Erfüllung des Kitagesetzes in Bezug auf die Erfüllung des Fachkräfte-schlüssels, der höher als zuvor ist, ein Problem. Zudem, da in Kilianstädten in den kommenden drei Jahren die dritte Kita eröffnet wird. Das Konzept der Bewerberabende für Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte will die Gemeinde weiterverfolgen.

Von Christine Fauerbach

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