1. Startseite
  2. Region
  3. Schöneck

Planung für "Türmchen" und "Alte Schule" vorgestellt

Erstellt: Aktualisiert:

Ronneburg. Sie machen dicke Posten im Investitionshaushalt 2018 der Gemeinde aus: die Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) in Altwiedermus, das „Türmchen“, und in Neuwiedermuß, die „Alte Schule“. Am Donnerstagabend gab es Neuigkeiten, was die Planungen bei beiden Projekte betrifft.

Von Rainer HabermannEs trafen sich nämlich die jeweiligen Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung mit Bürgermeister Andreas Hofmann und dem Planer für die Umbauten und Umgestaltungen, welcher die Gebäude im Inneren jeweils bedürfen: dem Architekten und Projektentwickler des Bad Nauheimer Büros „SP Plus“, Hartmut Kind.

Gegenstand der Gespräche in beiden DGH waren die Grundrissplanungen, welche Kind, ein „alter Bekannter“ in Ronneburg, als Vorentwürfe vorlegte. Und damit den Bürgern Gelegenheit bot, vor den eigentlichen Beschlüssen noch einmal aus vollen Herzen zu diskutieren und ihre Vorstellungen einzubringen. Was sie ja bereits in der Vergangenheit ausgiebigst getan hatten. Und was die Grundlage für eine Entwurfsplanung darstellte.Aufzüge sollen für gewisse Barrierefreiheit sorgenNun geht es aber „ins Eingemachte“. Insbesondere in Neuwiedermuß zeigte sich, dass es durchaus auch jetzt noch viel Gesprächsbedarf gibt. Kern beider Planungen sind in jedem Fall jeweils außen liegende Aufzüge, die eine – gewisse – Barrierefreiheit ermöglichen sollen.

In beiden Fällen heißt es aber: Bauen im Bestand. Größere Anbauten lägen nicht im Kostenrahmen. Und auch im Inneren werden gewisse Höhenunterschiede bleiben; vor allem im Türmchen. In der Alten Schule soll der Saal auf das Niveau des Küchen- und Sanitärbereichs angehoben werden, was wohl problemlos geht, da hier die Raumhöhe ausreichend ist. Anders im Türmchen: hier verbleibt die Treppe mit drei Stufen vom „Veranstaltungsraum 2“ zum „Veranstaltungsraum 1“.Offene Gestaltung als non plus ultraUnd beide DGH sind unterkellert, ein Absenken der Raumniveaus ist also illusorisch. „Aber auch Rollstuhlfahrer können durch die offene Bauweise Veranstaltungen in Raum 1 zumindest von oben verfolgen“, merkte Kind an.

Überhaupt: eine offene Gestaltung: die sei in beiden DGH das non plus ultra, so Kind, was gerade in der Alten Schule auch für die Küche gelte, die offen gegen den großen Veranstaltungs-„Saal“ bleiben und so den berühmten, gemütlichen Effekt gewährleisten soll, wobei die Ausstattung der Küche zwar nicht mit Edelstahl, aber durchaus im Stil eines professionellen Koch- und Aufenthaltsbereichs gestaltet werden möge. „Sie sind ein guter Verkäufer, Herr Kind“, attestierte ein Arbeitskreismitglied dem Architekten.Wohin mit dem Schrank im Saal?Der wollte das aber gar nicht als Kompliment ansehen, sondern bekannte: „Ich koche selbst leidenschaftlich gerne und auch halb professionell.“  Die Diskussion in der Alten Schule drehte sich lange um eine Frage: wohin mit dem Schrank im Saal, der später nicht nur die Stühle, sondern auch Klavier und möglicherweise weitere Musikinstrumente aufnehmen und vor den Blicken verbergen soll, werden sie nicht genutzt?

Vielleicht doch eher in den Flur packen? Wird der Saal durch einen solchen Schrank nicht zu klein? Hier, wie bei vielen weiteren Fragen, verwies Kind auf eine Detailplanung, die noch erfolgen müsse. Und die ebenso vom AK Dorferneuerung mit Argusaugen verfolgt werden dürfte. Eine genaue Kostenermittlung: die steht natürlich in so einem relativ frühen Planungsstadium ebenfalls noch aus. Ob alles überhaupt ins Budget passt? Das wird die Zukunft zeigen. Und wie immer gilt: einige werden es besser wissen, und schon immer besser gewusst haben. Hinterher.

Auch interessant