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Pkw-Parkplätze versus Bürgerpark

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Diese Skizzen zeigen zwei denkbare Varianten für den Platz an der Frankfurter Straße nahe der Raiffeiesenstraße: Die linke Version sieht unter den großen Bäumen vier Pkw-Stellplätze vor. In der rechten Zeichnung wurde auf Parkplätze verzichtet. Der Platz ist rund gefasst. (Foto: Habermann)
Diese Skizzen zeigen zwei denkbare Varianten für den Platz an der Frankfurter Straße nahe der Raiffeiesenstraße: Die linke Version sieht unter den großen Bäumen vier Pkw-Stellplätze vor. In der rechten Zeichnung wurde auf Parkplätze verzichtet. Der Platz ist rund gefasst. (Foto: Habermann)

Schöneck. Eins ist klar: 70 000 Euro sollen im Haushalt 2018 bereitgestellt werden für die Umgestaltung einer kleinen Freifläche an der Frankfurter Straße in Kilianstädten. Ob kleiner Bürgerpark, ob Pkw-Stellplätze – und wenn ja, wie viele – , ob Standort für einen kleinen Wochenmarkt: Die Entscheidung ist vertagt.

Von Rainer Habermann

Der Ausschuss für Bauen, Umwelt, Verkehr, Energie und Klimaschutz (BUVEK) konnte sich am Dienstagabend bei seiner Sitzung im Rathaus nicht auf eine bestimmte Variante verständigen. Dafür aber empfahl er einstimmig, die Mittel in den Haushalt aufzunehmen. Egal, was bei kommenden Parlaments- oder Ausschusssitzungen dann in punkto Ausgestaltung und Realisierung herauskommen sollte.

Zwei konkurrierende Hauptanträge

Der Hintergrund: Es geht um eine Grünfläche an der Frankfurter nahe der Raiffeisenstraße, die derzeit mit einem leicht baufälligen Holzpavillon, der auch als Warteplatz für den Bus genutzt wird, und mit ein paar Holzbänken bestanden ist.

Zwei konkurrierende Hauptanträge gab es in einer Parlamentssitzung im Juni, von denen der eine die „Prüfung der Umgestaltung zu einer attraktiven Verweil- und Begegnungsstätte mit dem Erhalt des Bushäuschens“ vorsah und von der FDP kam. Der andere kam von der CDU und sah die „Prüfung der Umgestaltung als Parkplätze“ vor (unsere Zeitung berichtete). Beide fanden eine Mehrheit.

Braucht Kilianstädten einen schönen kleinen Park?

Die Verwaltung hatte nun dazu Skizzen mit denkbaren Lösungen als Varianten angefertigt, und auch gleich eine sehr grobe Kostenschätzung eines Architektenbüros vorgelegt. Sie gehen von einer reinen „Park“-Lösung bis zur Schaffung von vier Stellplätzen aus. Jetzt wird die Entscheidung in der Zukunft fallen müssen: Braucht Kilianstädten einen schönen kleinen Park, der auch zum Verweilen einlädt? Und eventuell sogar einem kleinen Wochenmarkt dienen könnte? Oder braucht es mehr Pkw-Abstellplätze, eventuell gar mit Zeitkontrolle, die den – nicht gerade üppigen – Parkplatz-Bestand gerade in der Innerortslage etwas aufstocken? Oder beides?

Beide Lösungen haben Verfechter

Bei allen Überlegungen wird sicher auch die Größe des zur Verfügung stehenden Areals – je nach Variante rund 230 bis 280 Quadratmeter für die Grünflächen – eine Rolle spielen müssen. Weder dürfte jedoch dort ein richtiger „Park“ möglich sein, noch der Parkplatzmangel nachhaltig beseitigt werden. Dennoch haben beide Lösungen ihre Verfechter in den verschiedenen Fraktionen. „Über die Details entscheiden die Gemeindevertretung und die Ausschüsse zu gegebener Zeit“, heißt es im Beschluss des BUVEK. Immerhin: 70 000 Euro werden wohl zur Verfügung stehen.

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