Freuen sich über den Baufortschritt beim neuen Ärztehaus (von links): Matthias Hant, Bauleiter Stefan Emmerlich (beide Bauunternehmen KIZ) Schönecks Bürgermeisterin Conny Rück, Heike Kropp-Schulz, Jutta Kropp und Landrat Thorsten Stolz.
+
Freuen sich über den Baufortschritt beim neuen Ärztehaus (von links): Matthias Hant, Bauleiter Stefan Emmerlich (beide Bauunternehmen KIZ) Schönecks Bürgermeisterin Conny Rück, Heike Kropp-Schulz, Jutta Kropp und Landrat Thorsten Stolz.

Großer Baufortschritt

Neuer Mittelpunkt mit Ärztezentrum: Großprojekt in Kilianstädten nimmt Gestalt an

Schöneck – Die Arbeiten in der Uferstraße im Ortsteil Kilianstädten biegen langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. In den beiden Gebäudekomplexen werden bald neben einer Drogerie und einem Bäcker auch zwei Hausärzte und eine Apotheke zu finden sein. Diese haben derzeit noch ihren Standort in der Ortsmitte.

Von den Baufortschritten konnten sich kürzlich auch Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeisterin Conny Rück (beide SPD) ein Bild machen. Der Main-Kinzig-Kreis hat dieses Großprojekt laut Stolz von Beginn an unterstützt, unter anderem mit einer Förderung über 100 000 Euro aus dem Förderprogramm der ärztlichen Versorgung im Main-Kinzig-Kreis. Das Projekt habe nämlich unter anderem „den großen Nutzen für Kilianstädten, dass dem Ort diese zwei Arztsitze erhalten bleiben“.

Politik fordert stabile ärztliche Versorgung

„Wir brauchen ein starkes Netz der ärztlichen Versorgung. Es muss mindestens mal so gut und dicht bleiben wie bisher in einer Region, die durch Wachstum geprägt ist wie in und um Schöneck. Deshalb geht das Hausärztezentrum in genau die richtige Richtung, um die beiden Hausarztsitze im Sinne der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu halten, und zwar über den Renteneintritt der beiden Inhaber hinaus“, lobte der Landrat bei dem Ortstermin.

Bürgermeisterin Rück bekräftigte diese Aussage: „Die Lösung, die wir an der Uferstraße gefunden haben, ist ein großes Glück für Schöneck. Wir können die ärztliche Versorgung für die Zukunft sicherstellen und zudem einen neuen Anlauf- und Mittelpunkt schaffen.“

Praxen sollen schon Anfang Oktober eröffnen

Die Gebäude entstehen auf dem Gelände des früheren Unternehmens Wakro der Familie Kropp. Zunächst mussten im Sommer 2019 die alten Gebäudeteile abgerissen werden. Ziemlich genau ein Jahr später sind die Arbeiten im Inneren der neuen Räumlichkeiten schon weit gediehen. Im September und Oktober sollen die neuen Versorgungsangebote sukzessive eröffnen. Anfang Oktober sollen dann auch die beiden Ärzte die Pforten ihrer neuen Praxen öffnen können.

Für die beiden Hausärzte ändert sich dabei Grundlegendes. Derzeit haben die Mediziner eigene, voneinander getrennte Praxen, befinden sich aber im fortgeschrittenen Alter. Für die beiden einzelnen Standorte verlief die Nachfolgersuche bisher erfolglos. Mit einer Schließung wären die Arztsitze insgesamt bedroht gewesen. Die „Hausärzte MKK“, eine überörtliche Praxisgemeinschaft, schalteten sich ein und interessierten sich für Schöneck als weiteren Standort. Bei ihnen werden die beiden Hausärzte nun künftig auch angestellt sein und neben ihrer Tätigkeit für die Patienten auch die Suche nach Nachfolgern mit forcieren.

Ärztezentrum erhält finanzielle Zuschüsse

Der Kreis unterstützt laut Stolz solche Lösungen, die darauf abzielen, die ärztliche Versorgung zu stärken, sowohl als Praxisneugründungen als auch Kooperationsformen. Kreis und Gemeinde bezuschussen das Hausärztezentrum jeweils mit 100 000 Euro. Bürgermeisterin Rück bedankte sich für die Anschubhilfe seitens des Kreises, ebenso für die fachliche Begleitung des Bauprojekts durch das Bauordnungsamt.

„Die Perspektive für die Kilianstädter Bürgerinnen und Bürger haben sich mit diesem Großprojekt komplett gewandelt“, fasste Stolz zusammen. „Jetzt entsteht am Bahnhof ein starker, attraktiver Mittelpunkt für die Nahversorgung, materieller wie medizinischer Art, und alle drei Zulassungen für Hausärzte im Ortsteil Kilianstädten bleiben erhalten. Das ist ein wirklich starkes und nachahmenswertes Beispiel auch für andere Kommunen“, ist der Landrat überzeugt.  leg

Das könnte Sie auch interessieren