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Neubau der U3-Kita am Mühlweg in Büdesheim schreitet voran

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Die Beteiligten ließen den Sand fliegen, obwohl die Arbeiten für das Neubauprojekt U3-Kita-Mühlweg schon einige Zeit laufen. Foto: Habermann
Die Beteiligten ließen den Sand fliegen, obwohl die Arbeiten für das Neubauprojekt U3-Kita-Mühlweg schon einige Zeit laufen. Foto: Habermann

Schöneck. Die Zeit noch einmal zurückgedreht haben am Donnerstag Verwaltungsangestellte, Bürgermeisterin Cornelia Rück (SPD), Planer und Ausführende des Neubauprojekts U3-Kita Mühlweg in Büdesheim. Ein symbolischer Spatenstich ließ noch einmal den Sand fliegen, obwohl die Bauarbeiten bereits an den Fundamenten angekommen sind.

Von Rainer Habermann

„Die Zeit ist knapp bemessen, kommenden November sollen hier bereits die Kinder spielen“, erklärt Rück die Umstände.

Rainer Volz, Fachbereichsleiter Familie und Kultur der Gemeinde Schöneck, unterstreicht den Zeitdruck, und den Bedarf für die Büdesheimer Kita. „Wir haben für kommendes Jahr rund 30 U3-Kinder, also im Alter unter drei Jahren, auf einer Warteliste“, sagte er gestern. Wer die Kinder nun betreuen soll, ob die Kommune mit eigenen, angestellten Erzieherinnen, oder ein externer, freier Träger, ist noch unklar.

Träger noch offenEs gab einen CDU-Antrag im Parlament, der eine freie Trägerschaft zwecks Kostenoptimierung prüfen sollte (wir berichteten). Ein Frankfurter Verein für Familienergänzende Erziehung könnte beispielsweise in Betracht kommen; so schlug es Gemeindevertreter Konrad Jung (CDU) einst vor. Aber auch andere kommen möglicherweise in Betracht; der Gemeindevorstand prüfte gestern Vormittag noch.

Was das Gesamtprojekt selbst anbelangt, so soll am Mühlweg „ein für Schöneck einzigartiges Objekt entstehen“, so der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Günter Rauch. Denn nicht nur eine Kita, sondern auch Räume für die Jugend, die Gemeindebücherei und insgesamt fünf Wohnungen sind geplant. „Wir haben in relativ kurzer Zeit relativ viel geschafft“, lobt er alle Beteiligten. So fasste die Gemeindevertretung im Februar dieses Jahres zunächst den Beschluss für eine Machbarkeitsstudie.

Kleine, neue Mitte für BüdesheimEs folgte die Beauftragung des Architekturbüros von Alfred Möller aus Bad Nauheim mit der Fertigung der Bau- und Förderanträge. Im März stimmte das Parlament den Entwürfen zu und beauftragte Möller sowie das Bruchköbler Ingenieurteam Sältzer. In der 21. Kalenderwoche wurde der Bauantrag gestellt, die Baugenehmigung in der 37. Kalenderwoche erteilt. In der gleichen Woche begannen die Abrissarbeiten am früheren Supermarkt, der vorher auf dem Gelände stand. „Wir haben auch sofort ein Beweissicherungsgutachten beauftragt, was den Zustand der Nachbargebäude anbelangt“, klärt Rauch weiter auf.

„Wir schaffen hier eine Art kleine, neue Mitte für Büdesheim“, ist Architekt Möller überzeugt. Mit dem Jugendraum als „Schnittstelle“ zwischen ganz jung, jung und etwas älter; womit er sicher die Bücherei und die künftigen Wohnungsmieter meinte. „Es soll eine Anlaufstelle für alle Bevölkerungsschichten werden“, ergänzt er. Und schließt: „Ich hoffe nur, dass wir bei der derzeitigen Hochkonjunktur auf dem Bausektor auch weiter Firmen finden, die rechtzeitig und gut ausführen.“

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