Die Bürgerversammlung zum Thema "Zukunftswerkstatt" findet im Bürgertreff Kiliabstädten statt. Foto: Gärtner

Schöneck

Jetzt sind die Bürger am Zug - zweite Phase der Zukunftsplanung

Schöneck. Es geht um Schönecks Zukunft. Wie diese aussehen soll, hat eine Projektgruppe aus Politikern und Verwaltungsfachleuten in den vergangenen Monaten mit Hilfe der Firma CCE Consult erarbeitet. Die Schlagwörter des Zielsystems sollen nun von den Bürgern mit Leben gefüllt werden.

Von Mirjam Fritzsche

„Zu viele Selbstverständlichkeiten“, kritisiert die FDP, „zu wenig Klimaschutz“, monieren die Grünen. Die Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung vergangene Woche zwar das Zukunftskonzept für die Gemeinde Schöneck bestehend aus Ober- und Unterzielen mehrheitlich beschlossen, doch überzeugt sind nicht alle Parlamentarier.

„Ein Leitbild zu entwerfen, war eine Herzensangelegenheit unserer Partei. Aber diese Ziele könnten für jede Stadt stehen“, so Michael Notheisen (FDP). Die Liberalen enthielten sich bei der Abstimmung. Wolfgang Seifried von den Grünen missfällt die Struktur der Arbeitsgruppe. „Damit wird ein zusätzliches Gremium geschaffen. Dabei haben wir doch schon die Ausschüsse, um zu diskutieren“, sagt er. Er sieht damit die politische Arbeit der Gemeindevertreter geringgeschätzt. Zudem störe ihn, dass Klimaschutz nach derzeitigen Planungen erst auf Ebene 3 wiederzufinden sei – seiner Meinung nach aber eines der drängendsten Ziele überhaupt ist. Die Grünen stimmten gegen das Konzept.

Fünf Oberziele

In dem erarbeiteten Zukunftskonzept gibt es fünf Oberziele: regionaler Gemeintipp für Naherholung undamp; Kultur, aktive Lebensgemeinschaft, arbeitsnahe Wohnwelt, monderner Arbeitsstandort sowie zukunftsgerichtete undamp; effiziente Gemeindeführung.„Um eine richtungsweisende Kraft für die Gemeinde Schöneck entfalten zu können, sollten zukünftig Maßnahmen, Anträge und Entscheidungen einen klaren Zielbezug haben und an den formulierten Zielen des Zukunftskonzepts ausgerichtet sein“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Um das Zielsystem zum Leben zu bringen, ist für die zweite Phase vorgesehen, die Bürger an Ausgestaltung und Umsetzung zu beteiligen. In der Planungsgruppe „Zukunftswerkstatt“, die sich aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zusammensetzt, werden dann konkrete Maßnahmen erarbeitet. Das strategische Zielsystem gibt den Rahmen für die politischen Entscheidungen als Entwicklungspfad vor. Es soll regelmäßig überprüft und angepasst werden.

Die Bürgerversammlung mit dem Thema „Zukunftswerkstatt“ findet am Mittwoch, 7. November, ab 20 Uhr im Bürgertreff Kilianstädten statt.

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